Beiträge vom: Oktober, 2007

Autor: Kräuterhexe

Die auch unter den Namen Basilienkraut, Herrenkraut, Hirnkraut, Josefskräutlein, Königsbalsam, Königskraut oder Pfefferkraut bekannte Gewürzpflanze gehört zur Familie der Lippenblütengewächse. Basilikum (Ocimum basilicum) ist eine recht buschig wachsende einjährige Pflanze, die eine Höhe von 20 bis 60 cm erreicht. Die wunderbar würzig duftenden Blätter sind eiförmig, haben kurze Stiele und erreichen eine Länge von 1,5 bis 5 cm und eine Breite von 1 bis 3 cm.

Es gibt viele Kulturformen des Basilikums, die sich in ihrer Größe, Blattfarbe, Aroma und Wachstumsart unterscheiden. Basilikum liebt die Wärme und das Sonnenlicht, deshalb gedeiht er besonders in den Mittelmeerländern gut.

Die meisten Basilikumarten enthalten 0,3 bis 0,5% Öl in ihren Blättern. Aus den Inhaltsstoffen der Blätter wird ätherisches Basilikumöl gewonnen. Je nach Art, Herkunft und Erntezeit können auch Linalool, Estragol oder Campher die Hauptbestandteile sein. In den Blättern sind Kohlenhydrate, Protein, Vitamin A und Vitamin C sowie Oleanosäure und Ursolsäure enthalten.

Basilikum wird vor allem in der italienischen Küche verwendet. In Verbindung mit Tomaten und Mozarella und Olivenöl (als “Caprese”) kennt ihn fast jeder. Für Salate, Kräutersaucen, Fisch-, Fleisch- und Geflügelgerichte ist er ebenso ein beliebtes Gewürz. Beim Erhitzen wird das Aroma des Basilikums verstärkt. Im getrockneten Zustand verliert er sehr stark an Würzkraft. Basilikum kann außerdem Bestandteil der Gewürzmischung “Kräuter der Provence” sein.

Basilikum enthält, wie Estragon, den krebserzeugenden und erbgutschädigenden Stoff Estragol. Dieses natürliche Gift kann nach derzeit wissenschaftlichen Erkenntnissen dem Menschen nichts anhaben, solange es regulär und in durchschnittlicher Menge mit der Nahrung verzehrt wird.

Basilikum ist jedoch auch für seine heilende Wirkung bekannt. Er stärkt die Verdauungsorgane, beruhigt die Nerven und lindert Migräne. Dauerhaft sollte er jedoch wegen dem schädlichen Stoff Estragol nicht angewendet werden.

Basilikum © Flickr.com

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Autor: Kräuterhexe

Im Handel sind verschiedene ätherische Öle erhältlich. Dabei wird zwischen naturbelassenen, natürlichen, naturidentischen und künstlichen Ölen unterschieden.

Naturbelassene Öle werden direkt aus Pflanzen bzw. Pflanzenteilen gewonnen. Sie sind die hochwertigsten ätherischen Öle, die man im Handel nicht immer auf den ersten Blick erkennen kann, denn die Bezeichnung „ätherisches Öl“ ist leider nicht geschützt. So findet man diese Bezeichnung auch bei rein synthetischen Produkten wieder. Wer sich jedoch vorher über bestimmte Kennzeichen informiert, kann das hochwertige ätherische Öl anhand des Etikettes erkennen. Auf die folgenden Merkmale sollte geachtet werden:
- konventioneller Anbau (mit Düngemitteln und Pestiziden), kontrolliert biologischer Anbau (kbA) oder Wildsammlung
- klare Bezeichnung der Pflanze (deutscher und botanischer Name), um Verwechslungen mit anderen auszuschließen
- Herkunftsland, Anbaugebiet der Pflanze
- verwendeter Pflanzenteil (Blatt, Blüte, Frucht, Wurzel)
- Chemotyp der Pflanze bei den verschiedenen Arten, beispielsweise Thymian – Thymian Thymol oder Thymian Linalol
- Gewinnungsverfahren des ätherischen Öles
- bei Extraktion: Bezeichnung des benutzen Lösungsmittels und ob das Produkt rückstandskontrolliert ist
- Art des Verdünnungsmittels (Alkohol, Jojobaöl, Weingeist) bei zähflüssigen ätherischen Ölen (Tonka, Vanille) sowie das Mischungsverhältnis in Prozent
- Chargennummer, um beim Hersteller die biochemischen und physikalischen Analysen abrufen zu können

Natürliche Öle bestehen nicht zu 100% aus der namensgebenden Pflanze, sondern aus mehreren naturreinen Komponenten. Beispielsweise kann Lavendelöl mit einem billigeren anderen naturreinen Öl vermischt werden.

Synthetische Zusätze dürfen allerdings nicht in naturreinen Ölen enthalten sein. Eine Mischung mit synthetischen Zusätzen bezeichnet man sonst als natürlich/naturidentisch (N/NI). Da gerade die synthetischen Anteile Allergien auslösen können, sind solche Öle auch nicht für aromatherapeutische Zwecke geeignet.

Die Zusätze von naturidentischen Ölen werden künstlich hergestellt und miteinander vermischt. Sie riechen wie natürliche Öle, da sie in ihrer chemischen Struktur den natürlichen Vorbildern angepasst sind.

Künstliche Öle entsprechen keinem natürlichen Vorbild. Sie werden gezielt auf bestimmte Geruchseigenschaften abgestimmt.    [...mehr]


Autor: Kräuterhexe

Ätherische Öle (auch: etherische Öle, [etherartig, wie Ether flüchtig]) sind ölige, leicht verdampfende Essenzen aus Pflanzen oder Pflanzenteilen. Je nach Herkunftspflanze haben sie einen unterschiedlich starken und charakteristischen Geruch. Da sie vollständig verdampfen, hinterlassen ätherische Öle keine Fettflecken. Sie sind fettlöslich, enthalten jedoch selbst keine Fette. In Wasser schwimmen sie als einzelne Tropfen auf der Wasseroberfläche, da sie kaum löslich sind.

Ätherische Öle werden vielseitig verwendet. Meist werden sie als Duftstoffe benutzt oder für kosmetische und medizinische Zwecke gebraucht. Außerdem haben sie als geschmacksverbessernde Inhaltsstoffe in Gewürzen eine Bedeutung. In der Medizin werden sie als Wirkstoff in Arzneimitteln verwendet, die nicht immer verschreibungspflichtig sind. So gibt es beispielsweise Präparate mit ätherischen Ölen, die gegen Blähungen und Krämpfe im Magen-Darm-Bereich (z.B. Lavendel) wirken, bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum (z.B. Salbei) helfen oder eine hervorragende schleimlösende Wirkung haben.

Der Umgang mit ätherischen Ölen erfordert Kenntnisse in der Biochemie. Sie sind nicht frei von Nebenwirkungen und können bei falscher Anwendung oder Überdosierung sogar gefährlich sein! Die meisten ätherischen Öle können nur stark verdünnt angewendet werden, da sie in zu konzentrierter Form beispielsweise haut- und schleimhautreizende Wirkungen haben. Allergiker sollten daran denken, dass bei einer Reaktion auf eine bestimmte Pflanze auch Reaktionen auf die entsprechenden Öle auftreten können. Auch Asthma und epileptische Anfälle können mögliche Nebenwirkungen sein. Augen und Schleimhäute dürfen ebenso nicht mit den ätherischen Ölen in Kontakt kommen. Besonders bei der inneren Anwendung ist die Gefahr von Nebenwirkungen sehr hoch.

Die meisten ätherischen Öle sind über Jahre haltbar, wenn einige Dinge beachtet werden. Da sie leicht verdunsten, müssen die Flaschen gut verschlossen sein und wegen ihrer Licht- und Hitzeempfindlichkeit sollten die wertvollen Öle kühl und trocken gelagert werden. Einzige Ausnahme bilden die Zitrusöle, die nur eine Haltbarkeit von ca. 1 Jahr haben.    [...mehr]


Autor: Kräuterhexe

Die heilende Wirkung von Echtem Lavendel (Lavandula angustifolia) ist den Menschen schon seit Jahrtausenden bekannt. Er beruhigt Körper und Seele. Das duftende Kraut lindert viele Beschwerden und fördert durch seine antiseptische (keimtötende) Wirkung die Wundheilung.

Für den intensiven Duft sind die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle wie Kampfer und Lamiaceen-Gerbstoffe (Rosmarinsäure, Cumarine, Flavonoide) verantwortlich. Diese stecken vor allem in den Blüten, wo die heilenden Kräfte der Pflanze verborgen sind.

Allseits bekannt ist das Lavendelöl, das aus der Hausapotheke kaum noch wegzudenken ist. Lavendel eignet sich sowohl zur äußeren als auch zur inneren Anwendung. Äußerlich fördert das Öl die Durchblutung und hilft gegen Muskelkater und Verspannungen. Innerlich hilft es bei Unruhe und Schlafstörungen sowie bei der Behandlung von Reizdarm oder nervösen Darmbeschwerden. Ein Lavendelsäckchen über dem Bett oder ein Tropfen konzentriertes Lavendelöl auf dem Kopfkissen geträufelt helfen bei Einschlafstörungen. Lavendel wird auch bei nervösen Herzleiden, Asthma und Nervosität eingesetzt, aber auch bei Gallenleiden, Magenerkrankungen, Depressionen, Migräne und Kopfschmerzen.

Als Tee löst Lavendel Verkrampfungen und Blähungen, beruhigt den Darm oder Reizmagen und macht angenehm müde. Er hat eine beruhige Wirkung auf Seele und Körper.

Lavendel lässt sich im lateinischem auf „lavare“ zurückführen und bedeutet „waschen“. Deshalb wird es gern als Zusatz für Wasch- und Badewasser benutzt. Sehr beruhigend ist ein Lavendelbad. Der Körper entspannt sich und der Kreislauf und die Durchblutung werden angeregt. Dies ist besonders gut für Menschen mit niedrigem Blutdruck geeignet. Die im Lavendel enthaltenen Gerbstoffe beugen außerdem Hautproblemen vor und fördern deren Heilung.

Lavendel

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Autor: Kräuterhexe

Basilikum, Thymian, Salbei, Dill, Estragon, Zitronenmelisse, Pimpinelle, Minzarten und zahlreiche weitere Kräuter eignen sich hervorragend zum Einlegen in Essig, um ihn zu aromatisieren. Mit Lorbeerblättern, Knoblauchzehen oder Zwiebeln können die frischen Kräuter zusammen oder auch einzeln eingelegt werden. Der so mühelos zu Hause hergestellte Kräuteressig gibt Speisen oder Salatsoßen eine ganz besonders persönliche Note und eignet sich auch als Mitbringsel.

In der Regel lässt man die Kräuter 10 - 14 Tage ziehen, in dieser Zeit sollte der Essig kühl und dunkel lagern. Schraubgläser eigenen sich zum Einlegen besser als Flaschen, da man die Kräuter so leichter wieder heraus nehmen kann. Wenn der Essig danach noch nicht kräftig genug schmeckt, werden die Kräuter durch frische ersetzt und der Ansatz noch mal ein paar Tage gelagert. Der fertige Essig wird dann, falls erforderlich, gefiltert und dann einfach in eine hübsche Flasche umgefüllt. Die entnommenen Kräuter können zerkleinert sehr für aromatische Salatsoßen verwendet werden.

Mit den verschiedenen Kräutern lassen sich zahlreiche Essigsorten herstellen. Die Zugabe von Schnittlauchblüten verleiht zum Beispiel dem Essig einen leichten Zwiebelgeschmack und eine schöne dezente rosa Farbe. Borretschblüten sorgen für einen blassblauen Farbton.

Für Thymianessig werden Thymianzweige zusammen mit Knoblauchzehen in ein Schraubglas gegeben und mit Weißweinessig übergossen. Nach 10 Tagen kann der Thymian und die Knoblauchzehen entfernt und der fertige Essig in eine Flasche gefüllt werden.

Für Salbeiessig gibt man einen Salbeizweig in ein Glas und übergießt diesen mit Weinessig. Nach ca. 2 Wochen kann der Zweig entfernt und der Essig in eine dekorative Flasche umgefüllt werden.

Zur Herstellung von Rosmarinessig werden Rosmarinzweige, abgezogene Knoblauchzehen und einige Chilischoten verwendet. Zusammen in einem Glas werden diese mit Rotweinessig übergossen und 10 Tage stehen gelassen.



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Autor: Kräuterhexe

Die Petersilie (Petroselinum crispum) ist eine zweijährige Gewürzpflanze und gehört zur Familie der Doldenblütler. Es gibt sie in glatter und krauser Blattform und ist als Gewürzkraut für die Küche wohl bekannt. Nicht jeder weiß, dass sie auch eine Heilpflanze ist. Die Vitamine A und C sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Eisen machen die Petersilie zu einem gesunden Küchengewürz. Petersilie enthält außerdem mit dem giftigen Apiol ein ätherisches Öl, das sich vor allem im Samen konzentriert.

Petersilie wirkt harntreibend, krampf- und schleimlösend sowie tonisierend. Sie findet z.B. bei Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Rheuma, Blasenentzündungen, Blähungen oder Bluthochdruck Anwendung. Das Kauen von Blättern der Petersilie soll gegen Mundgeruch vorbeugen. Außerdem hat Petersilie den Ruf eine potenzsteigernde Wirkung zu haben.

Petersilie wird im April gesät und liebt einen halbschattigen Standort mit nahrhaftem und feuchtem Boden. Da Petersilie sehr langsam wächst, sollten genügend Samen gestreut werden, schließlich findet das Gewürz in unserer Küche oft Verwendung.

Sie wird vor allem in Suppen und Eintöpfen gebraucht und verstärkt durch ihr intensives Aroma den Geschmack. Zusammen mit anderen frischen Kräutern wie Schnittlauch, Kresse und Kerbel kann ein leckerer Kräuterquark oder Kräuterbutter gezaubert werden. Auch zur Dekoration eignet sich Petersilie hervorragend.

Petersilie

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Autor: Kräuterhexe

Pesto ist eine ungekochte Würzsauce und eine Spezialität in der italienischen Küche. Meistens wird es zu Nudeln gereicht. Pesto lässt sich von dem italienischen Wort “pestare” ableiten und bedeutet „zerstampfen“. Das bekannteste Pesto ist „Pesto alla genovese“.

Für die Herstellung werden folgende Zutaten benötigt (für 4 Personen):

  • 1 großer Bund Basilikum
  • 8 EL Olivenöl
  • 40 g frisch geriebener Parmesankäse
  • 40 g Pinienkerne (oder ersatzweise Walnusskerne)
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz

Das Basilikum und die Knoblauchzehen werden zunächst klein gehackt. Dann werden alle Zutaten in einem großen Mörser gegeben und mit dem Stößel zu einer sämigen Paste zerrieben und zerstampft. Wer keinen großen Mörser besitzt oder sich einfach diese Anstrengung ersparen möchte, kann als Ersatz auch einen Mixer oder Pürierstab verwenden. Anschließend wird die Paste noch mit Salz abgeschmeckt. Als Nudelsauce wird das Pesto mit etwas Kochwasser verdünnt und dann unter die heiße Pasta gemischt.

Pesto kann auch mit zahlreichen anderen Kräutern hergestellt werden. Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und verschiedene Öle sowie Nüsse oder Kerne mit den Kräutern kombinieren. So kann Basilikum sehr gut durch Rucola oder Bärlauch ersetzt werden und die Pinienkerne durch Walnüsse oder Kürbiskerne. Dazu bietet sich Kürbiskernöl an.    [...mehr]


Autor: Kräuterhexe

Salbei (Salvia) stammt vom lateinischen Wört „salvare“ und bedeutet „heilen“. Das deutet bereits auf die heilende Kraft der Pflanze hin. Einerseits ist es als Küchengewürz bekannt und andererseits aus der medizinischen Welt als Heilkraut nicht mehr wegzudenken. Salbei ist weltweit verbreitet und umfasst mehr als 920 Arten.

Die Arzneimittelkunde nutzt dabei die besondere Kombination an ätherischen Ölen, die desinfizierend (antibakteriell) und antiseptisch (keimtötend) wirkt. Aus diesem Grund wurden früher die Krankenzimmer auch mit getrockneten Salbeiblättern ausgeräuchert, dabei entsteht ein Marihuana ähnlicher Duft. Als Kräutertee hilft er gegen Halsschmerzen und -entzündungen, Magen- und Darmschmerzen können ebenfalls gelindert werden.

Salbei hat außerdem eine schweißhemmende Wirkung. Mit Salbeitee im Fußbad hilft er gegen Schweißfüsse, wirkt gegen die Geruchsbildung und unterstützt auch bei übermäßigem Schwitzen - das gerade Frauen in den Wechseljahren betrifft - schafft er Linderung.

Neben den ätherischen Ölen enthält Salbei auch Gerbstoffe, die eine adstringierende (zusammenziehende) Wirkung haben. Sie wirken besonders auf die Schleimhäute, hemmen dort Entzündungen und machen sie widerstandsfähig gegen erneuten Befall von Krankheitserregern. Deshalb wird Salbei oft zum Gurgeln eingesetzt. Weiterhin regen die im Salbei enthaltenen Bitterstoffe die Verdauung an und machen uns so schwer verdauliche Speisen bekömmlicher.

Aufgrund des hohen Anteils an Kalzium ist Salbei ein gesunder Helfer für das Funktionieren der Muskulatur, auch des Herzmuskels, ist hilfreich gegen Osteoporose, wirkt stoffwechselfördernd und hilft bei Gelenkschmerzen die Ablagerungen zu lösen.

In Deutschland ist vor allem der Wiesensalbei verbreitet, der allerdings kaum ätherische Öle enthält und daher in der Medizin nicht verwendet wird.

Salbei

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Autor: Kräuterhexe

Schnittlauch (Allium schoenoprasum L.), auch Graslauch genannt, ist eine mehrjährige Gewürzpflanze, die zur Familie der Zwiebelgewächse gehört. Er fällt durch seinen leicht bis starken Zwiebelgeschmack in den grünen röhrenförmigen hohlen Blättern auf, die eine Höhe von 15 bis 30 cm erreichen können. Es gibt fein-, mittel- und grobröhrige Schnittlauchsorten. Die kugelförmigen Blüten des Schnittlauchs wachsen ab Mai an härteren Stängeln und sind durch ihre rosaviolette Farbe unverwechselbar.

Schnittlauch ist reich an den Vitaminen A, B und C und besitzt wie die meisten Kräuter eine heilende Kraft. Er wirkt wie andere Laucharten antibakteriell, schleimlösend, anregend auf Appetit und Verdauung und reguliert schonend erhöhten Blutdruck. Schnittlauch verhindert die Ansammlung von Wasser im Gewebe und die Bildung von Harnsäure und stärkt das Verdauungssystem und den Kreislauf.

Zusammen mit anderen Kräutern wird der Schnittlauch im April im feuchten, kalkhaltigen Boden gesät. Er liebt einen sonnigen bis halbschattigen Platz im Kräutergarten.

Schnittlauch sollte immer erst kurz vor dem Servieren an die Gerichte getan werden und nicht mitgekocht werden. Ob für Suppen, Eintöpfe, Kräuterquark, Kräuterbutter, Frischkäse, Salate, Eiergerichte oder mal ein einfaches Butterbrot, Schnittlauch schmeckt und ist gesund! Sogar die Blüten sind essbar und in einem frischen Salat durch ihre Farbe der Blickfang.

Schnittlauch in der Blüte

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Autor: Kräuterhexe

Wer schon einmal an Thymian (Thymus) gerochen hat, kennt sein unverwechselbares Aroma, das er dem ätherischen Öl Thymol verdankt. Thymian ist eine niedrige, meist einjährige Strauchpflanze mit blassrosa oder weißen Blüten. Er gehört zur Familie der Lippenblütengewächse und kann bis zu 30cm hoch werden. Thymian bevorzugt nährstoffarme und sandige Böden und liebt helle und trockene Standorte. Man kann ihn wild wachsend an Wegrändern, auf trockenen Wiesenflächen und auch Mauern finden.

Thymiansamen ist lichtkeimend, benötigt also zur Keimung neben Wasser, Wärme und Sauerstoff auch Licht.

Wegen seiner auswurffördernden, krampflösenden sowie antimikrobiellen Wirkung werden Thymianpräparate hauptsächlich als Hustenmittel (Bronchitis) eingesetzt. Er beschleunigt den Abtransport von Schleim, und lindert den Hustenreiz. Ein Thymianbad bei Erkältungen ist ein altes Hausmittel. Auch bei Keuchhusten und Asthma wirkt er unterstützend. Weiterhin wird Thymian als durchblutungsförderndes, antibakterielles und desodorierendes (geruchtilgendes) Mittel bei Entzündungen in Mund und Rachen zum Gurgeln angewendet. Das ätherische Öl des Thymians wird gerne zum Einreiben von Brust und Rücken verwendet.

Als Gewürz ist Thymian vor allem in der französischen Küche nicht weg zu denken. Thymian unterstützt die Verdauung fetter Speisen und wird gerne für die Zubereitung von Geflügel, Wild, Lamm, Gemüse sowie für den Ansatz von Kräuterölen und –essigen sowie von Suppen und Saucen verwendet. Für Kräuter- und Bitterliköre werden gerne Thymianextrakte verwendet.

Thymian ist Bestandteil der bekannten Gewürzmischung „Kräuter der Provence“.

Thymian

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