Autor: Nicole
Der Holunder gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse und wächst in Europa, Nordamerika und Asien. Als “Schwarzer Holunder” (Sambrus nigra L.) ist er in unseren Breiten besonders stark verbreitet. Die Pflanzen enthalten in Blättern, Rinde, Samen und unreifen Früchten den giftigen Stoff Sambunigrin, der seine Wirkung erst durch Erhitzen verliert.
Als Heilpflanze ist Holunder etwa seit dem 5. Jahrhundert vor Chr. bekannt. Schon Hippokrates soll die Beeren der Pflanze gegen Erkältungen eingesetzt haben. Auch Hildegard von Bingen und Johannes Kneipp erkannten seine Kräfte. Im Volksglauben drehen sich unzählige Mythen um die Pflanze. Der “Hollerbusch”, wie er früher mundartlich genannt wurde, sollte gegen Böses wirken. Mythologisch ist er der Hausgöttin”Holda” zugeordnet, die wohl den Meisten besser als “Frau Holle” bekannt ist. Neueste Studien belegen, dass die im Holunder in hoher Konzentration enthaltenen Bioflavonoide die Abwehrkräfte stärken. Somit dient die pflanzliche Arznei nicht nur der Heilung, sondern auch der Vorbeugung von Erkältungskrankheiten in der kalten Jahreszeit. Holunder kann aber noch mehr: die Blüten der Pflanze können zu einem Tee verarbeitet werden. Aufgrund seiner harntreibenden und blutreinigenden Wirkung wird er gegen Rheuma und Hautunreinheiten eingesetzt.
Darüber hinaus dient der Aufguss als Mittel bei Entschlackungskuren, kann gegen Erkältungen und Husten inhaliert und als Schwitzkur gegen Fieber eingesetzt werden. Zurückzuführen ist dieser Effekt auf die ätherischen Öle. Sie bilden einen Aromakomplex, der schleimlösend und schweißtreibend wirkt. Die leicht abführende Wirkung macht Holunderblütentee zu einer sanften Medizin bei Verstopfung und Magenbeschwerden. In den Beeren der Pflanze soll die meiste Heilkraft stecken. Sie entsteht durch die besonders hohe Konzentration an Vitamin C, der Wunderwaffe, die das Immunsystem stärkt und die Heilung grippaler Infekte nachweislich beschleunigt.
Auch Blätter und Rinde werden aufgrund ihrer hautberuhigenden Wirkung verwendet: als Kompressen und Salben aufbereitet helfen sie bei Quetschungen, Prellungen und oberflächlichen Wunden direkt auf den betroffenen Stellen. Um gerade während “Grippewellen” das Immunsystem zu stärken kann man mit Holunder als Saft, Gelee oder Sirup sehr einfach und effektiv die Ernährung ergänzen. Regionale Küchen kennen darüber hinaus auch die in Pfannkuchenteig frittierten Holunderblüten und das Muß der Beeren als Zutat zum Backen und für Rote Grütze. Da der reine Saft eine sehr herbe Geschmacksnote hat, wird er oft mit süßen Fruchtsäften vermischt getrunken. So ist er selbst für Kinder, die Arzneien oft aufgrund ihres bitteren Geschmacks ablehnen, eine akzeptable Medizin und eine natürliche Alternative zu den teuren, chemisch hergestellten Mitteln der Pharmaindustrie.
[...mehr]
29. November 2007
Funktion nicht existent
Autor: Nicole
Das herkömmliche Balsamico-Dressing für den Salat ist ja ganz lecker, aber auf Dauer auch sehr langweilig. Darum verrate ich euch jetzt drei leckere Grundrezepte, die durch ihre Variationsmöglichkeiten immer wieder für frischen Wind auf dem Teller sorgen.
Italienisches Kräuterdressing
- 175 ml Olivenöl
- 4 EL Essig (besonders gut eignet sich Kräuteressig)

- 2 EL gehackte frische Kräuter
- eine Prise Zucker, Pfeffer und Salz
Die Zutaten kräftig verrühren, durchschütteln oder im Mixer zu einer homogenen Flüssigkeit vermischen. Den Essig kann man auch durch einen Teil Zitronensaft ersetzen, dann mit Kräutern wie Zitronenthymian, etwas Zitronenmelisse, Oregano, Rosmarin und Petersilie verfeinern. Der Vielfalt sind aber keine Grenzen gesetzt. Eine feine Note bekommt das ganze mit etwas Senf.
Joghurt-Kräuter-Dressing

- 250 ml Naturjoghurt
- 120 ml Olivenöl
- 120 ml Kräuteressig (z. B. Estragon)
- gehackte frische Kräuter
- Salz, Pfeffer, etwas Ahornsirup oder Honig
Welche Kräuter man verarbeitet, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen. Eine Variante: Schnittlauch, Dill, Zitronenmelisse und Salbei.
Grüne Mayonnaise
- 1 Eigelb
- 250 ml Olivenöl
- 1 EL Weinessig

- 2 EL feingehackte Petersilie
- 2 El feingehackten Kerbel
Das Eigelb mit einem Handmixer schlagen, bis der Farbton heller wird, dann unter stetigem Rühren 175 ml Olivenöl zufügen, danach den Essig und dann das restliche Öl unterrühren. Zuletzt kommen die Kräuter hinein. Wichtig ist, dass die Masse wirklich ununterbrochen geschlagen wird. Eine Abwandlung ist die besonders aromatische Estragon Mayonnaise.
[...mehr]
28. November 2007
Funktion nicht existent
Autor: Nicole
Kräuter geben jedem Gericht eine besondere Note. Leider bleiben die ätherischen Öle der gesunden Allroundtalente oft nicht lange erhalten. Deswegen gilt die Grundregel: Nach dem Kauf möglichst bald verwenden.
Nun hat nicht jeder die Muße, vor dem Kochen immer frische Kräuter zu besorgen. Glücklicherweise gibt es einige Tricks, um Frische und Haltbarkeit zu verlängern. Küchenklassiker wie Dill, Schnittlauch, Koriander und Petersilie werden oft im Bund verkauft und dürfen, wenn sie noch am selben Tag verbraucht werden, in einer kleinen Vase die Küche zieren.
Eine Alternative für große Fensterbänke: die Pflanzen sind im Supermarkt meist auch im Topf erhältlich und dienen so, mit ein wenig Fürsorge, für einige Monate (je nach Sorte auch länger bzw. kürzer) als frische “Kräuterquellen”.
Einige andere Kräuter eignen sich zum Trocknen. Geradezu prädestiniert sind unter anderem Rosmarin, Estragon und Thymian. Dagegen verlieren im Blatt eher zarte Sorten (beispielsweise Basilikum) an Farbe und Aroma. Aber auch hier gibt es eine passende Frischhaltemethode: kleine Mengen können zerkleinert und portioniert (z.B. in Eiswürfelbehältern mit etwas Wasser oder Öl), größere Mengen in Gefrierbeuteln im Tiefkühlfach gelagert werden. Neben Basilikum eignen sich Schnittlauch, Petersilie, Fenchel, Koriander und Kerbel sehr gut. Noch praktischer ist es, wenn fertige Kräutermischungen (z.B. Kräuter der Provence) eingefroren werden.
Für die Aufbewahrung über mehrere Tage gibt es einen ganz besonderen Trick. Dazu die gewaschenen und noch feuchten Kräuter in einen ausreichend großen Plastikbeutel legen. Dann den Beutel wie einen Luftballon aufblasen und luftdicht verschließen. Im Kühlschrank halten sich so selbst empfindliche Kräutersorten über einige Zeit. Der Vorteil zu der herkömmlichen Methode, die Pflanzen in ein feuchtes Tuch zu wickeln: die Gefahr der Schimmelbildung durch Feuchtigkeit wird minimiert und die Kräuter können in ihrer „Ballonverpackung” nicht zerdrückt werden.
[...mehr]
27. November 2007
Funktion nicht existent
Autor: Kristin
Wermut oder Alsem (Artemisia absinthium) ist dem Menschen seit den Zeiten des Alten Testaments als Pflanze mit ambivalenten Wirkungen bekannt.
Der verzweigte Halbstrauch wächst in trockenen Gegenden auf der ganzen Welt und kann mehr als einen Meter hoch werden. Trotz seines bitteren Geschmacks wurde der Wermut aufgrund seiner anregenden Wirkungen von alters her geschätzt – sein Name „Erhalter der Sinne“ weist darauf hin. Hildegard von Bingen bezeichnete ihn gar als „Meister über alle Erschöpfungen“. 
Aber auch seine Nebenwirkungen waren bekannt und wurden zum Teil bewusst provoziert: Wer zu viel Wermut konsumiert, kann unversehens in Schwindelzustände geraten; im Mittelalter machte man von seinen halluzinogenen Eigenschaften ausgiebig Gebrauch – nicht zuletzt Hildegard selbst ist für ihre häufigen Visionen bekannt.
Während die moderne Medizin sich des Wermuts besonders wegen seiner den Magen anregenden Eigenschaften bedient, wurde er in der tradierten Medizin bis ins 20. Jahrhundert bei Appetitlosigkeit, Erbrechen und Magenleiden, aber auch zur Abtreibung angewendet; Wermut in großen Mengen kann zur Abstoßung des Fetus führen. In der (umstrittenen) Homöopathie wird Wermut, bzw. das destillierte Absinthium, auch bei Halluzinationen, Alpträumen und Amnesien verabreicht.
In der Neuzeit spielte der Wermut besonders als Bestandteil alkoholischer Getränke (Absinth, Vermouth) bekannt. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchte man, die schädigenden Wirkungen des Absinths auf den Wermut zurückzuführen, freilich mit bescheidenem Erfolg; inzwischen ist hinlänglich nachgewiesen, dass die Nebenwirkungen hohen Absinthkonsums letztlich durch den Alkoholgehalt von 50 bis 80 Prozent bedingt werden.
In der Küche wird Wermut so gut wie gar nicht gebraucht. Seine Bitterkeit liegt dem sprichwörtlichen „Wermutstropfen“, der noch die süßeste Speise verbittert, zugrunde.
In der Medizin findet er Anwendung wegen seiner den Magen anregenden Eigenschaften.
[...mehr]
22. November 2007
Funktion nicht existent
Autor: Kristin
Die Anwendung der Echten Katzenminze (Nepeta) in der Heilkunde.
Die Katzenminze gehört seit geraumer Zeit zu den beliebtesten Heilpflanzen – so wird sie von dem Abt Walahfrid Strabo in seinem 827 entstandenen Lehrgedicht “Liber de Cultura hortorum” erwähnt. Danach war ihr ein Siegeszug durch die Kräuterküchen mittelalterlicher Klostermedizin gewiss, und in der Tat versäumen weder Hildegard von Bingen noch Odo Magdunensis in ihren einflussreichen Büchern auf die heilenden Kräfte der zarten Pflanze hinzuweisen.
Gewöhnlich wird aus den Blättern der Katzenminze ein Tee oder Sud bereitet. Das Wasser darf dabei nicht kochen, da sich sonst die wertvollen ätherischen Öle zu verflüchtigen drohen. Der Tee wirkt lindernd auf Fieber und Krämpfe, ferner werden ihm positive Auswirkungen auf Bronchitis, Grippe und gewöhnliche Erkältungen nachgesagt. Katzenminze hat eine beruhigende, leicht euphorisierende, schmerzdämpfende Wirkung, ihre Blätter wurden darum früher oft gegen Zahnschmerzen gekaut.
In den Ölen der Katzenminze ist Nepetalacton enthalten, ein Stoff, der gegen Bakterien, Pilze und Hefen wirksam ist. In Verbindung mit dem ebenfalls in der Katzenminze enthaltenen Actinidin üben sie die allgemein bekannte Anziehungskraft auf Katzen aus.
Man nennt sie auch das LSD für Katzen.
[...mehr]
9. November 2007
Funktion nicht existent