Beiträge vom: Dezember, 2007

Autor: Nicole

Name und Aussehen der Taubnessel machen die enge Verwandschaft dieser Pflanze zur Brennnessel deutlich. Im Gegensatz zu ihrer manchmal recht widerspenstigen Schwester, fehlen ihr jedoch die hautreizenden Haare. Die Begegnung fällt so deutlich weniger schmerzhaft aus.

Die purpurne Taubnessel. © FlickrDie Taubnesseln gehören zur Familie der Lippenblütler. Sie können von April bis Oktober geerntet werden. Man erkennt sie an ihren violetten, weißen und -seltener- goldenen Blütenständen. Die Volksheilkunde kennt die Taubnessel als Medizin gegen “Frauenleiden”. Dazu gehören starke Beschwerden während der Menstruation und auch verstärkter Ausfluss, insbesondere bei jungen Mädchen. Zu diesem Zweck wird ein Tee aus den Blättern und Blüten bereitet und sowohl innerlich als auch äußerlich verabreicht. Auch gegen Darmbeschwerden und Krankheiten der Blase sowie bei Entzündungen der Atemwege soll der Tee seine heilenden Kräfte entfalten. Gerade der Schleim der Pflanze sorgt dafür, dass angegriffene Bereiche umhüllt werden. Die Blüten enthalten neben Gerbstoffen auch ätherische Öle. Man kann den süßen Saft, der in ihnen enthalten ist, aussaugen. Auch das soll die Wirkung entfalten. Gegen Hautkrankheiten, wie beispielsweise Furunkel und Ekzeme, helfen Umschläge und Wickel, die in dem Tee aus der Taubnessel getränkt wurden.

Mittlerweile wird die Pflanze neben ihrer heilenden Wirkung auch für ihre Bereicherung des Speiseplans von Gourmets und Liebhabern traditioneller Wildkräuter geschätzt. Man kann sie als Zutat für Salate und, dank ihrer leuchtenen Blüten, auch zur stilvollen Dekoration eines Gerichtes verwenden. Bei der Ernte sollte ebenso, wie bei den herkömmlichen Küchenkräutern verfahren werden.    [...mehr]


Autor: Nicole

Bärlauch hat eine kurze Saison. Kenner der Pflanze nutzen die Zeit von April bis Juni deswegen umso intensiver. Denn der “Wilde Knoblauch”, wie er im Volksmund auch genannt wird, hat einen besonderen Geschmack, der wunderbar zur Küche des Frühlings passt.

Der wissenschaftliche Name “Allium ursinum” deutet es bereits an: Bärlauch ist eng mit Knoblauch, Schnittlauch und der Zwiebel verwandt. Besonders die Verwandtschaft zum Knoblauch riecht und schmeckt man. Seit einigen Jahren erfährt das delikate Würzkraut ein Revival in den Küchen des Landes. Über die Herkunft des Namens sind sich Experten uneinig. Eine Theorie besagt, dass die Germanen ihren Bärenschinken gern mit dem Kraut gewürzt haben. Eine andere bezieht sich auf die Nahrungsgewöhnheiten der Bären, die Bärlauch als eine der ersten Pflanzen nach dem Winterschlaf zu sich nehmen. Der mehrjährige Bärlauch gedeiht in Europa und Nordasien, bevorzugt auf Lichtungen von Laubwäldern.

Auch die Blüten haben eine heilende Wirkung. © Flickr

Bärlauch in der Küche
Da die im Kraut enthaltenen ätherischen Öle keine große Hitze vertragen, verwendet man die Pflanze oft für Salate und Pesto. Aber auch Suppenvariationen sind möglich. Man muss nur darauf achten, den zerkleinerten Bärlauch ganz zum Schluss zum Gericht zu geben. Wenn er nur kurz erwärmt und nicht mitgekocht wird, bleibt der volle Geschmack erhalten.

Bärlauch in der Pflanzenheilkunde
Schon vor 5000 Jahren wurde der Bärlauch in der Küche und als Heilpflanze verwendet. Die Römer erkannten seine heilende Wirkung und verwendeten den Bärlauch deswegen zur Reinigung von Blut und Magen. Er soll ein gutes Antibiotikum sein und auch positive Auswirkungen auf zu hohen Blutdruck, schlechte Verdauung und Arteriosklerose haben. Es liegen jedoch keine medizinischen Studien vor, die diese Annahmen sichern.

Bärlauch bekommt man zur Saison mittlerweile auf vielen Märkten. Wenn man ihn selbst sammeln möchte, sollte man unbedingt auf die Ähnlichkeit zum giftigen Maiglöckchen achten. Beide Pflanzen stehen in der Natur oft nahe beeinander. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann das Wildkraut auch im eigenen Garten ziehen. Man sollte dann aber unbedingt darauf achten, alle Blatt-Bestände vor Saisonende zu ernten, da die Pflanze sonst den gesamten Garten “beduftet”.    [...mehr]


Autor: Nicole

Die Schafgarbe gehört zu den Wildkräutern, die in Europa auf Wiesen und am Wegrand recht häufig zu finden sind. Aber auch in Asien und Amerika ist die Schafgarbe seit jeher als Heilpflanze bekannt. Einer Legende nach soll Achilles die Pflanze zur Wundbehandlung benutzt haben. Auf den griechischen Helden weist der wissenschaftliche Name “Achillea millefolium” hin. Im Volksglauben wurde sie unter anderem zum Schutz vor bösen Geistern und Hexen eingesetzt.

Die Schafgarbe © Wikipedia

Die Gemeine Schafgarbe gehört zu den Korbblütlern und gilt als Zeigerpflanze für stickstoffhaltige Böden. Sie kann als Gewürz benutzt werden, viel wichtiger ist jedoch ihre Bedeutung als Heilpflanze. Dafür werden sowohl die krautigen Teile der Schafgarbe, als auch deren Blüten verwendet. Das Kraut wirkt blutstillend und kann für Wunden verwendet werden. Als Tee zubereitet findet es, dank der ätherischen Öle, Verwendung als krampflösendes Mittel. Aber auch gegen Entzündungen und Magen-, Darm- oder Gallenbeschwerden kann der Aufguss helfen. Gesammelt werden können die jungen Blätter von April bis Juni. Die Blüten oder die ganze blühende Pflanze kann in den Monaten Juli und August geerntet werden. Schafgarbe enthält, ebenso wie Waldmeister, Cumarin. Dieser Stoff kann in hoher Konzentration bei Hautkontakt Allergien auslösen. Wenn man also in diesem Punkt vorsichtig sein möchte, muss man die Schafgarbe nichts selbst sammeln. Als aufbereitete Pflanzenarznei kann man sie auch in der Apotheke kaufen.

In der Küche kann das Kraut beispielsweise in Salaten, Quark, Gelees und Saucen als Gewürz Verwendung finden. Da die Blätter aber in größeren Mengen leicht bitter schmecken, sollte Schafgarbe sparsam eingesetzt werden.    [...mehr]


Autor: Nicole

Wenn man Kräuter fertig gezogen kauft oder diese selbst großziehen will, liest man in Anzuchtanleitungen und Pflegehinweisen oft Angaben zur Winterhärte des jeweiligen Krauts. Doch “winterhart” ist ein weitläufiger Begriff, der Abstufungen erlaubt.

Rosmarin im Schnee. Keine allzu guten Voraussetzungen für das nächste Frühjahr. © röda hexa/PixelioPflanzen sind nur komplett und ohne Einschränkungen “winterhart”, wenn dies auch so auf der Packung angegeben ist. Der Begriff bedeutet, dass das Kraut bedenkenlos im Freien überwintern kann. Es ist frostunempfindlich, geht nicht ein und treibt im nächsten Frühjahr in der Regel von Neuem aus. Dazu gehören Kräuter wie Schnittlauch, Dill, Wermut, Koriander, Fenchel, Waldmeister, Katzenminze, Oregano, Petersilie, Salbei, Bohnenkraut, Kerbel und Thymian. Daneben gibt es aber auch Grenzfälle: Manche Pflanzen sind im Pinzip winterhart, können aber bei sehr starkem Frost nicht überleben. Man muss sie also davor schützen. Das kann durch eine adäquate Abdeckung, beispielsweise durch Tannenzweige, Mulch oder Stroh, erfolgen. Man kann die Pflanze aber auch ins Haus holen oder an einen frostgeschützten Ort stellen. Lavendel, Majoran und Rosmarin gehören zu diesen Grenzfällen. Wenn Kräuter halb- oder nicht-winterhart sind, können sie keinesfalls in der kalten Jahreszeit draußen stehen. Diese Pflanzen überwintern am besten im Haus oder auch im Wintergarten. Zu diesen Sorten gehören Aloe vera, Zitronengras, Basilikum, Duftpelargonie

Natürlich können einige Pflanzen, die als “Grenzfälle” oder “nicht-winterhart” bezeichnet werden, in milden Regionen oder in besonders warmen Wintern auch draußen überleben. Dabei geht man jedoch das Risiko ein, dass man sie bei plötzlich auftretenden Frost nicht schnell genug “retten” kann.

Übrigens: Pflanzen, die im Winter draußen eingehen, erfrieren in den meisten Fällen nicht. Vielmehr verdursten sie, da der Boden sehr undurchlässig und spröde wird. Die Wurzeln werden nicht mehr gut genug versorgt, der Wind, der die Blätter austrocknet, tut dann sein Übriges.    [...mehr]


Autor: Nicole

Kräuter kauft man meistens in einem Geschäft. Früher war das anders: da fand man viele Heil- und Gewürzpflanzen direkt in der Natur. Ein längst vergessene Tradition, die seit einiger Zeit besonders in Feinschmecker-Kreisen wieder Beachtung findet. In meiner Heimat Vorpommern gibt es sogar zwei findige Kräuterxperten, die täglich frische Wildkräuter und längst vergessene Sorten an die Küchen des Landes liefern. Die innovative Gärtnerei nennt sich “Essbare Landschaften”. Doch welche Teile der Landschaft kann man denn nun essen?

Brennnessel dürfte ja noch einer breiteren Masse als genießbar bekannt sein. Sie hat sich ihren Weg in die industrielle Verarbeitung gebannt. In Tees zur Entwässerung und als würzige Zutat zum Beispiel in Käse kann man sie im Supermarkt erstehen. Sie schmeckt aber auch frisch. Besonders die hautfreundliche und nicht brennende Taubnessel lässt sich gut für Salate verwenden. Sie treibt rosa-getönte oder weiße Blüten und ist so auch noch überaus dekorativ.

Bärlauch © FlickrAuch der würzige Bärlauch wächst in der Natur. Er steht jedoch oft dicht an Maiglöckchen-Beständen und zu allem Überfluss sehen sich die Blätter der Pflanzen zum Verwechseln ähnlich. Bei der Ernte in der Natur ist deshalb darauf zu achten, dass man nicht die falsche Pflanze erwischt. Die Geruchsprobe bringt Klarheit: Bärlauch hat ein unverwechselbares Aroma, das an Knoblauch erinnert. Hier wird gleichzeitig deutlich, dass man beim Sammeln der Kräuter in der Natur einiges beachten sollte: Neben den Grundkenntnissen über die Pflanzen gehören auch die richtigen “Sammelplätze” dazu. An Straßen, in Industriegebieten, auf Hundewiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen sollte man nicht ernten. Auch Naturschutzgebiete gehören zu den ungeeigneten Orten für die Wildkräuter-Ernte. Darüberhinaus darf man auf keinen Fall Pflanzen ernten, die unter Schutz stehen. Man schneidet nur soviel ab, wie man wirklich benötigt, um die Vegetation nicht zu zerstören.

Wenn man diese Grundregeln beachtet, kann man zum Beispiel mit Schafgarbe, Huflattich, Rot- und Sauerklee, Giersch, Gänseblümchen, Löwenzahn, Nelkenwurz und Beifuß den Speiseplan vervollständigen.    [...mehr]


Autor: Nicole

Wer einen Kräutergarten sein Eigen nennt, kann bei der Ernte einige Dinge beachten, um die optimale Frische und den besten Geschmack zu erreichen.

Der Zeitpunkt
Morgens, wenn die Luft noch kühl ist, ist der beste Zeitpunkt zur Kräuterernte. Die ätherischen Öle, die für das Aroma der Pflanzen verantwortlich sind, stehen zu dieser Zeit in ihrer höchsten Konzentration. Grund dafür ist die noch niedrige Temperatur der Kräuter. Auch Blüten sollten früh morgens geerntet werden, da sie so viel länger halten und die Blätter nicht so schnell verlieren. Wenn Kräuter und Blüten erst am Abend verwendet werden sollen, kann man sie in einem kühlem Raum und mit etwas Wasser frisch halten. Bei Kräutern aus eigenem Anbau kann man grundsätzlich auch auf das Waschen verzichten. Chemische Rückstände muss man bei Bioanbau ja nicht entfernen. Wenn man trotzdem nicht darauf Ernte nach dem Mond? Einen Versuch ist es wert. © Flickrverzichten möchte oder die Kräuter extrem verschmutzt sind, sollte man sie erst direkt vor der Verwendung waschen. Ausnahme ist die Petersilie. Sie welkt oft sehr schnell, wenn sie nicht sofort verarbeitet wird. Das kann durch eine kurze kalte Dusche des Krauts verhindert werden. Danach einfach gut trockenschüttlen und in ein Glas Wasser stellen.

Ernte nach dem Mond?
Einige Hobbygärtner glauben an die verbesserte Ernte bestimmter Pflanzenteile zu speziellen Mondphasen. Die Kräuter sollen sich so länger frisch halten und besser schmecken. In Mondkalendern kann man den optimalen Zeitpunkt ablesen. So sollen Wurzeln bei zunehmendem Mond ausgegraben werden. Das gleiche gilt für Kräuter, die zum Einfrieren bestimmt sind. Samen sollen nach einer Vollmondphase ihr bestes Aroma besitzen. Blätter und Blüten, die getrocknet werden sollen, erntet man am besten bei abnehmenden Mond.    [...mehr]


Autor: Nicole

Koriander ist exotisch und in der traditionellen deutschen Küche eher nur als Lebkuchengewürz anzutreffen.

Das Kraut gehört zur Familie der Doldenblütler und ist ein einjährig. Die Pflanze ist winterhart und wird 60 bis 90 cm hoch. Etwa drei bis vier Monate nach der Aussaat treibt Koriander weiße oder rosafarbene Blüten, die denen der Petersilie ähnlich sind. Deswegen und aufgrund der äußerlichen Ähnlichkeit zur glattblättrigen Sorte wird “Coriandrum sativum” auch “Chinesische” oder “Indische Petersilie” genannt. Im Küchengarten wird Koriander am besten von Anis begleitet, da beide Pflanzen sich sehr gut ergänzen und somit eine Begleitkultur zueinander darstellen.

Korianderblüten © Flickr Der “Echte Koriander” wird auf vielvältige Art und Weise verwendet. Seine ätherischen Öle, die aus den süß-würzig duftenden Samen gewonnen werden, finden Anwendung bei der Herstellung von Parfum. Außerdem haben die Inhaltsstoffe der Öle auch eine heilende Wirkung: bei Verdauungsbeschwerden und Krämpfen im Magen- und Darmtrakt wirken sie, ähnlich wie beispielsweise der Dill, lindernd.
Die Samen haben besonders im europäischen Raum Bedeutung als Gewürz. Sie werden vor allem in der Weihnachtsbäckerei verwendet. Aber auch als Zutat im Brotteig oder zur Herstellung von Likör eignen sie sich. Wenn man die Koriandersaat verwendet, sollte sie vorher in der Pfanne ohne Öl angeröstet werden, sonst können die Speisen eher einen bitteren Geschmack bekommen.

Samen des Koriander © Flickr Die Blätter werden gern für die mexikanische und asiatische Küche verarbeitet. Sie haben einen ausgefallenen Geschmack, der für europäische Zungen oft etwas gewönungsbedürftig ist. Das Aroma ist scharf und etwas seifig. Deswegen sollte das Gewürz auch eher sparsam verwendet werden. Zu Tomatensoßen, Füllungen und Chutneys, Gerichten mit Hülsenfrüchten und in Currys (hier auch die Samen) passt Koriander sehr gut. Es lässt sich auch ein Kräuteressig oder -öl daraus herstellen, um beispielsweise Salate zu verfeinern. Die duftenden Samen machen sich außerdem sehr gut in selbstgemachten Potpourris. Koriander kann sehr gut im Eisfach gelagert werden.    [...mehr]


Autor: Nicole

Der Dill ist eine delikate Gewürzpflanze und wird in der Küche oft in Kombination mit Fisch oder Gemüse serviert. Doch der “Anethum graveolens” hat auch eine lange Geschichte als Heilpflanze zu verzeichnen.

Dill © FlickrDer Dill gehört zur Familie der Doldenblütler und kommt aus Zentralasien. Schon die Ägypter kannten den Dill und seine heilende Wirkung. Die römischen Gladiatoren rieben sich vor den Kämpfen mit Dill-Öl ein, da sie dem Kraut stärkende Kräfte zuschrieben. Auch in ihren Speisen und als Kranz für den Kopf fand das Gewürz deswegen Anwendung. Der volkstümliche Aberglaube hält viele Legenden rund um den Dill bereit. Als Mittel für eine erfolgreiche Geburt, zum Schutz vor Hexen und dem Bösen an sich, bei Hochzeiten und vor Gericht. Der Glaube an die Kräfte der Pflanze war vielfältig. An einem Aspekt wird bis heute in ländlichen Gegenden festgehalten: nachdem eine Kuh gekalbt hat, mischt man ihr neben Kümel auch Dill in das Trinkwasser.

Nach Nordeuropa soll die Dill-Pflanze schon im 1. Jahrhundert n. Chr. gelangt sein. Hildegard von Bingen beschrieb den Dill als Pflanze, die die menschlichen Triebe zügelt. Einer der Gründe, warum das Gewürz auch in jedem Klostergarten zu finden war. Darauf beruht wohl auch der Glaube, dass Dill die Potenz vermindere. Darüber hinaus empfahlen mittelalterliche Arzneikundler die Pflanze aber auch als Mittel gegen Schlafstörungen. Dafür legte man Zweige der Pflanze unter das Kopfkissen des Betroffenen. Diese Symptome werden noch heute mit Dill bekämpft, wenn auch auf andere Art und Weise. In der modernen Zeit bewirkt ein Tee aus den Samen der Heilpflanze eine Beruhigung der Nerven und fördert somit auch den gesunden Schlaf.

Dill ist in der Pflanzenheilkunde bis heute ein bewährtes Mittel. Seine ätherischen Öle wirken sich positiv auf Appetit und Verdauung aus, lindern Krämpfe und beruhigen die Nerven. Besonders in Mitteln für kleine Kinder findet er deswegen oft Anwendung. Denn er wirkt gegen Koliken, Bauchschmerzen, stärkt das Immunsystem und hilft allgemein bei jeder Art von Verdauungstörung.

Ein Tee aus den Samen beruhigt die Nerven. © FlickrAus der Küche ist das Gewürz nicht wegzudenken: Gurken werden damit eingelegt, in vielen Saucen zu Fisch ist der Dill unentbehrlich. Sein Geschmack ist angenehm und hervorstechend. Kräuterbroten, Dressings, Essigen und Ölen gibt er eine ganz besondere Facette. Da die Struktur der Pflanze eher zart ist und ihr Geschmack sich durch falsche Lagerung verfälschen kann, sollte der Dill am besten Eingefroren werden. So hat man immer einen Vorrat der Heilpflanze zu Hause.    [...mehr]


Autor: Nicole

Der Grundstoff eines jeden Brotes, die Ähre. © SarahC./PixelioDieses Brot bekommt man so meines Wissens nirgends zu kaufen. Es ist mein absolutes Lieblingsrezept und immer wieder der Renner auf Grillpartys, als Mitbringsel bei Wohnungseinweihungen und natürlich einfach so, für Familie und Freunde. Das Rezept ist vielfältig und abwechslungsreich, man kann individuelle Zutaten verwenden und dem Brot damit eine kulinarische Richtung geben. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass es zudem auch noch einfach in der Zubereitung ist.

Das Grundrezept
Auf der Basis des Grundrezeptes für den Teig lassen sich die verschiedenen Abwandlungen herstellen. Für den Teig braucht man:

  • 500 g Weizenmehl (oder Weizenvollkorn, für die Gesundheitsbewussten)
  • 1 Würfel Hefe
  • 300 ml Milch
  • 1 TL Zucker
  • 1 gut gehäufter TL Salz
  • etwas Fett für die Form

Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. In diese Vertiefung kommt die Hefe (etwas zerbröckelt) mit dem Zucker und darauf die warme Milch. Es ist wichtig, dass die Milch wirklich nur warm und nicht kochend heiß ist, da die Hefe sonst nicht richtig arbeiten kann. Diese beginnt nun, sich aufzulösen. Dieser Vorgang wirft Blasen an der Oberfläche. Man kann die Mischung 5 Minuten stehen lassen. Wenn es schnell gehen muss, hilft auch sanftes Rühren der Hefe-Milch-Mischung. Jetzt kommt das Salz dazu.

Alles mit der Hand langsam verkneten, bis der Teig nicht mehr klebt und schön weich und elastisch ist. Das geht natürlich auch mit einer Küchenmaschine. Ich benutze aber lieber die Hände, weil man dann die verschiedenen Stufen Kräuterbrot - selbst gemacht einfach unwiderstehlich! ©BrandtMarke/Pixeliodes Teiges von klebrig bis elastisch sehr gut “miterleben” kann. Außerdem ist das eine sehr meditative Arbeit. Nun würden die Kräuter und eventuell noch andere Gewürze dazu kommen. Nochmal kräftig durchkneten und dann an einem warmen und vor Zugluft geschützten Ort stellen, zudecken und warten, bis er zur doppelten Größe aufgegangen ist. Dann wird der Teig nochmals kurz geknetet, in eine gefettete Kastenform gegeben und nochmal kurz zum Ruhen zurück gestellt. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C backen. Je nach Ofen dauert das etwa 35-40 Minuten, manchmal länger. Den optimalen Gargrad bei jedem Brot erfährt man durch die “Klopfprobe”. Pocht man oben auf das Brot, so als würde man an eine Tür klopfen, muss es sich hohl anhören.

Variante 1: Klassisch

Für ein klassisches Kräuterbrot benötigt man je einen Bund Dill, Schnittlauch und Petersilie. Das Brot passt zu Allem. Besonders der Dill sticht hervor. Der Vorteil: die Kräuter sind auf jedem Wochen- oder im Supermarkt relativ problemlos zu bekommen.

Variante 2: Mediterran

Wer gern italienisch oder sonstwie mediterran angehaucht kocht, kann dieses Brot zum Essen reichen. Die Zutaten kann man auch hier variieren. Eine Möglichkeit:

  • ein paar schwarze und grüne Oliven (nach Geschmack)
  • 3 EL getrocknete und gehackte Tomaten eine Hand voll Oregano
  • etwa 8-10 Blätter Salbei
  • 1 EL Rosmarin
  • 2-3 EL Basilikum
  • wer mag noch etwas Thymian

Abwandlungen sind z.B. möglich, indem man die Oliven mit Kapern ergänzt, oder noch etwas Knoblauch hinzufügt. Wer kein Freund von Salbei und Rosmarin ist, kann auch einfach die Kräuter der klassischen Mischung verwenden und diese mit den anderen Zutaten kombinieren.

Variante 3: Griechisch

Woran denken wir bei griechischem Essen? Richtig, an eine Menge Knoblauch. Also, je nach Geschmack 2 oder mehr Knoblauchzehen würfeln. Kräuter sind auch hier wieder variabel. Möglich ist die mediterrane Mischung, oder man beschränkt sich nur auf ein Kraut. Passend sind hier Rosmarin oder Thymian. Wer ein Freund von getrockneten Mischungen ist oder wenn es einfach schnell gehen muss, kann Kräuter der Provence verwenden. Für den Extra-Pfiff: Fetawürfel dazugeben.    [...mehr]


Autor: Nicole

Eher unscheinbar, manche meinen sogar hässlich, kommt die Aloe vera daher. Was ihr Äußeres nicht vermuten lässt - in der “Wüstenlilie” stecken weitreichende Heilkräfte. Grund genug, ihr einen festen Platz auf der Fensterbank neben den anderen Heilpflanzen wie Salbei, Katzenminze oder Lavendel zu sichern.

Aloe vera - als Heilpflanze wieder populär © FlickrDie “Echte Aloe”, wie die Aloe vera auch genannt wird, gehört zur Familie der “Affodillgewächse” und zur Gattung der Aloen. Die Wunderpflanze war ursprünglich auf den Kanarischen Inseln beheimatet. Mittlerweile findet man sie aber in vielen Trockengebieten der Erde, denn die Aloe mag es gern warm. Im Winter sollte sie deswegen ins Haus geholt werden. Auch zuviel Wasser bekommt ihr nicht, das sollte man bei der Pflege beherzigen. Da die Heilpflanze ihren Ursprung in der Wüste hat, ist sie komplett auf die Gegebenheiten in der Hitze eingestellt. Die dickfleischigen Blätter speichern unglaubliche Mengen Wasser. In ihnen ist auch das Gel bzw. der Saft enthalten. Beides findet Anwendung in Medizin und Kosmetikindustrie.

Geschichte
Schon in der Bibel werden “Aloebäume, die der HERR pflanzt” (4.Mose 24,6) erwähnt. Daneben sind große Namen mit der Pflanze verbunden. So benutzten Kleopatra und Nofretete die Aloe zur Schönheitspflege, Alexander der Große ließ seine Soldaten damit bei Verletzungen behandeln. Die heilenden Wirkstoffe beschleunigen nicht nur die Wundheilung, sie wirken auch wie ein natürliches Schmerzmittel. In größeren Mengen verzehrt hat die Wüstenlilie eine abführende Wirkung. Alte Naturvölker sollen sie als Abtreibungsmittel gekannt haben. Für die Ausbreitung der Pflanze sind in erster Linie die spanischen Flotten in der Neuzeit verantwortlich. Auch Columbus kannte die Aloe und führte sie auf seinen Schiffen mit, um Verletzungen damit zu heilen. Einträge in seinem Logbuch sollen sie als “Arzt im Blumentopf” beschreiben. In den Anfängen des 20. Jahrhunderts war die Pflanze in der Bevölkerung sehr beliebt, da man noch mit Holzöfen heizte und kochte, die sehr leicht Verbrennungen verursachten. Bis in das 21. Jahrhundert ging die Bedeutung aber etwas unter. Warum die Aloe vera heute wieder so beliebt ist, lässt sich nur mutmaßen.

VerwendungBlüte der Aloe - sie zeigt sich nur, wenn die Pflanze im Freien steht.  © Flickr
Man kann unzählige Produkte erwerben, in denen Aloe vera enthalten ist. Es geht aber auch viel preiswerter und unkomplizierter. Die Zimmerpflanze ist so pflegeleicht, dass selbst “Pflanzenmuffel” und Menschen ohne den sprichwörtlichen “Grünen Daumen” eine Aloe halten können.
Wenn man sich verbrannt oder anderweitig verletzt hat, schneidet man einfach ein Stück eines Blattes ab. Die Haut wird entfernt und das darin enthaltene Gel dann auf die betroffenen Hautpartien gestrichen. Dieser Vorgang kann mehrmals täglich wiederholt werden. Besonders bei Verbrennungen empfiehlt es sich, das abgetrennte Blatt nach der Erstbehandlung im Kühlschrank aufzubewahren. Darüber hinaus kann das Gel auch für Schönheitszwecke eingesetzt werden.

Zur inneren Anwendung gehört eine Vorbereitung des Blattes: Um das Aloin (sitzt zwischen Rinde und Gel) zu neutralisieren, wird die abgetrennte Spitze mit dem Schnitt nach unten für eine Stunde ins Wasser gestellt. Danach kann man die Aloe zu sich nehmen.

Übrigens: Die “Wunde”, die durch das Abschneiden an der Pflanze entsteht, schließt sich von allein und schadet ihr nicht.    [...mehr]


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