Beiträge vom: März, 2008

Autor: Nicole

“Teufelszwirn, Sonnenblume, Mariengras,
Goldrute, Zaunrübe und ich weiß nicht was,
Platterbsen, Judasschilling,
Gänsefingerkraut
haben grüßend meinen Zaun geschaut.
Einst lobte jeder sie,
wer hätt´sie nicht gekannt.
Doch heute werden als Unkraut sie
vom Gartenbeet verbannt.”

John Clare

Dieses Gedicht aus dem Band “Das kleine Käuter ABC” beschreibt das Schicksal vieler Pflanzen, die einst geschätzt und dann als Unkraut angesehen wurden. Glücklicherweise besinnt man sich heute wieder mehr auf diese “Unkräuter”, nennt sie stattdessen “Wildkräuter” und setzt sie Gourmets als neue Küchentrends vor.

Gänsefingerkraut Greencolander©Flickr

Nun gehört das Gänsefingerkraut nicht auf den Teller, so wie zum Beispiel Bärlauch und Taubnessel, sondern in die Gartenapotheke. Das Rosengewächs wurde nämlich von der Phytomedizin wiederentdeckt. Es findet in der pflanzlichen Heilkunde nun Anwendung als Mittel bei Durchfall, der von Krämpfen begleitet ist, sowie bei Bauchkrämpfen und Menstruationsbeschwerden, die oft von krampfartigen Unterleibsschmerzen verursacht werden. Aufgrund dieser



[...mehr]


Autor: Nicole

Es gibt viele Kräuter, die fast völlig in Vergessenheit geraten sind. Dies trifft wohl auch für den Andorn zu, der ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, und in Europa in Klostergärten angebaut wurde.

Der lateinische Name des Andorns ist Marrubium vulgare. “Marrubium” kommt vom hebräischen “marrob” und heißt soviel wie “bitterer Saft”. Es handelt sich dabei um ein Getränk, das ursprünglich zum Passahfest zubereitet wurde. Außerdem weist die Bezeichnung auf den Bitterstoff “Marrubin” hin, der im Andorn enthalten ist. Im antiken Ägypten glaubte man, die Pflanze könne Kinder vor Gefahren schützen und die Germanen benutzten sie, um Geister und Feine zu vertreiben. Äußerlich ähnelt das Kraut sehr der Taubnessel.
In der Küche wird Andorn nicht verwendet, dafür hat er jedoch umfassende Heilwirkungen, die schon Plinius bekannt waren, der die Pflanze bei Schlangenbissen einsetzte. Und auch der Botaniker und Benedektiner Walahfried Strabo kannte das Kraut als Heilmittel gegen Gifteinwirkungen:

Ursprünglich war Andorn Bestandteil des Passah-Festes. AlphaTangoBravo / Adam Baker © Flickr

Heute wird Andorn hauptsächlich bei Bronchitis, Magenentzündungen, Gastritis, Anämie, Kreislaufproblemen, schwacher oder ausbleibender Menstruation (siehe auch Taubnessel und Rotklee), Ekzemen, Immunschwächen, Geschwüren und Herz-Kreislauf-Beschwerden eingesetzt, da er



[...mehr]


Autor: Nicole

Das Currykraut ist auch unter den Bezeichnungen “Italienische Strohblume” oder “Italienische Immortelle” bekannt. Und tatsächlich sieht, wenn es seine gelben Blüten entwickelt, auf den ersten Blick eher wie eine Blume aus.

CurrykrautAus diesem Grund kann man den Küchengarten damit optisch sehr aufwerten. Selbst wenn das Currykraut gerade keine Blüten trägt, ist es immer noch dekorativ. Dafür sorgen die silbrigen Blätter der Pflanze, die etwas an Winterbohnenkraut erinnern. Ursprünglich stammt das Currykraut aus dem Mittelmeerraum. Es gehört zur Familie der Korbblütler. Der Name kommt von dem Curry-Geruch, den die Pflanze verbreitet. Am besten gedeiht sie in trockenen Böden, die mager und durchlässig sind. Man kann Currykraut auch im Topf ziehen und dann im Winter in das Haus holen, denn es ist nur bedingt winterhart. Neben dem gemeinen Kraut (“Helichrysum italicum”) gibt es auch noch das Zwerg-Currykraut (Helichrysum angustifolium nanum”). Bei dieser Variante muss man besonders darauf achten, sie im Frühjahr rechtzeitig und reichlich zurückzuschneiden. Das Gemeine Currykraut muss spätestens nach der Blüte gestutzt werden. Die Blätter sind kein Bestandteil der Gewürzmischung “Curry”, obwohl ihr Geruch daran erinnert. Die Mischung besteht aus den Curryblättern (die nichts mit dem Currykraut zu tun haben) und daneben aus Ingwer, Chili, Kardamom, Koriander, Kurkuma und Kümmel. Currygewürz wirkt übrigens als Antioxidant und schützt die Gefäße.

Das Currykraut passt gut zu Suppen, Geflügel und Reis. In der Pflanzenheilkunde wird der Halbstrauch gegen Husten, Erkältungen und Rheuma eingesetzt. Verwendung finden die Blätter und die blühenden Triebe, die zu einem Tee oder einer Tinktur verarbeitet werden können. Im Garten kann es zudem Schnecken vertreiben und Schmetterlinge sowie Bienen anlocken. Blütezeit ist von Juni bis Juli.



[...mehr]


Autor: Nicole

Ich habe ein neues Lieblingskraut: Den Thymian, genauer gesagt eine Variante davon, den Zitronenthymian.

Der Zitronenthymian gehört in die Gattung Thymus und ist, wie sein Verwandter der “Thymus vulgaris” ein Lippenblütler. Sein Aroma ist schon zu erahnen, wenn man etwas an den, meist gelb gefleckten, Blättern des Zitronenthymian reibt. Im Moment bekommt man ihn im Handel als gezüchtetes Pflanze, man kann ihn aber auch selbst ziehen. Alle Thymiansorten lieben volle Sonne. Sie sind zwar winterhart, sollten aber im Moment noch auf der Fensterbank oder in einer gut geschützten Ecke des Gartens stehen. Der Boden kann ruhig etwas trocken sein, wobei man immer darauf achten sollte, dass die kleinen zarten Blätter nicht austrocknen. Damit ist die Pflanze eine Herausforderung für die Sensibilität des Gärtners, denn Staunässe mag der Zitronenthymian eben sowenig.

In der Küche kann man ihn aufgrund seiner Zitronennote wunderbar zu Geflügel und Fisch geben, aber auch ein Gelee oder selbstgemachten Kräuterhonig stelle ich mir mit dem Kraut sehr gut vor. Genauso wie der Gemeine Thymian, hat auch die zitronige Variante alle Heilwirkungen der Gattung. Er ist zum Beispiel antibakteriell, entzündungshemmend und lindert Husten und Asthma.

Zitronenthymian © N.Just

Ich verwende den Zitronenthymian zum Beispiel als Gewürz für Fisch.

Dazu einfach ein Fischfilet, beispielsweise Lachs, mit Salz, Zitrone und Pfeffer würzen. Dann ein Stück Alufolie mit Tomaten, Pastinaken und ein paar Champignons belegen, das Fischfilet darüber geben und mit reichlich Zitronenthymian bestreuen. Das ganze zu einem Paket einschlagen und 20 bis 25 Minuten bei 200 Grad in den Ofen geben.



[...mehr]


Autor: Nicole

Jede deutsche Region hat ihre eigenen Osterbräuche. Im Frankfurter Raum verspeist man am Gründonnerstag oft Gerichte mit der traditionellen “Frankfurter Grünen Soße”.

Grüne Soße ostwestwind © FlickrSchon Goethe soll die Soße, die wohl von der französischen Vinaigrette abgeleitet ist, besonders gern gegessen haben. Natürlich bereite der große Dichter und Denker sie nicht selbst zu. Seine Mutter tat das für ihn. Ob sie das selbe Rezept wie das nun folgende hatte, ist unklar. Klar ist, dass es sich lohnt es einmal auszuprobieren, denn die Kombination aus 7 Kräutern ist eine Aromaexplosion im Mund und schmeckt nicht nur zu Ostern…

Für 4 Personen: (Quelle: hausfrauenseite.de)

Petersilie
Schnittlauch
Kerbel
Sauerampfer
Dill
Borretsch
Kresse
Estragon
Liebstöckel
Zitronenmelisse

 

2 Zwiebeln
4 gekochte Eier
1 EL Essig
2 EL Öl
1/4 l Schmand oder saure Sahne
150 g Joghurt
1 Prise Zucker
Salz und Pfeffer

Alle Kräuter und die Zwiebeln werden gehackt und dann mit Schmand, Essig, Öl und Joghurt verrührt. Das ganze muss mindestens eine Stunde ziehen. Dann kommen die gehackten Eier dazu. Manche Leute pürieren diese Mischung, wieder andere nicht. In Hessen existieren mehr Rezepte für Grüne Soße als Einwohner. Wichtig ist eigentlich nur, dass alle Kräuter dabei sind.

Ich wünsche allen ein paar besinnliche Osterfeiertage!

 




[...mehr]


Autor: Nicole

Mehrjährige Kräuter sind toll, denn man muss sich nicht in jedem Frühjahr um Anzucht oder Einkauf neuer Pflanzen kümmern.

Mehrjährig heißt, dass die Pflanze für einige Jahre immer wieder neu austreibt. Dabei hängt es von der Sorte ab, wie oft dieser Vorgang geschieht. Manche Pflanzen müssen, um eine erneute Ernte zu sichern, im Winter ins Haus geholt werden. Andere, winterharte, Kräuter bleiben einfach draußen. Ganz ohne Pflege geht es aber bei keiner Pflanze. Jetzt im Frühjahr ist die Zeit dafür am besten.

Einige Kräuter müssen nämlich, um sie vor Verholzung zu schützen, jetzt zurück geschnitten werden.

Kräuter, schön arrangiert. thomas pix©Flickr

Dazu gehören Thymian, Salbei, Lavendel, Majoran und Oregano. Die Triebe werden dazu einfach bis knapp über dem Boden abgeschnitten. Das bewirkt, dass die entfernten Teile später, wenn die Tage etwas länger und wärmer werden, durch neue frische Triebe ersetzt werden. Die Pflanze wird sozusagen stimuliert und wächst so dichter und buschiger nach. Auch Rosmarin kann etwas gestutzt werden, jedoch nicht so drastisch. Hier genügt es, wenn die Triebe einfach bis zum Holz geschnitten werden.

Quelle: Lübecker Nachrichten Online



[...mehr]


Autor: Nicole

Anis ist ein Gewürz, das besonders Figurbewusste überzeugen dürfte. Denn die natürliche Süße der Samen ermöglicht beim Backen und Kochen die Reduktion von Zucker.

Die winterharte, einjährige Pimpinella anisum kommt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet. Heute wird das Kraut besonders im südlichen Russland angebaut, wächst aber problemlos in der gesamten gemäßigten Klimazone. Die Pflanze kann bis zu 60 Zentimeter hoch und 30 bis 60 Zentimeter breit werden. Anis gehört wie die Schafgarbe zur Familie der Doldenblütler und bildet gelb-weiße Blütentrauben aus, die im Sommer bewundert werden können. Das Aroma der Pflanze ähnelt im Geschmack der Lakritze. Wer Anis selbst ziehen möchte, sollte die Samen im Frühjahr direkt ins Freiland säen. Vorher, wenn noch Fröste zu erwarten sind, kann die Aussaat aber auch im Warmen erfolgen.

Anis  michale©Flickr

Kleinere Blätter kann man immer ernten, für größere Vorräte sollte man dies aber vor der Blütezeit tun. Um eine Folgekultur zu gewährleisten, sammelt man einfach die reifen Samen im frühen Herbst von der Pflanze. Die Ernte wird getrocknet und kann dann im nächsten Frühjahr zum Austreiben gebracht werden. Anis ist im Kräutergarten übrigens eine hervorragende Begleitkultur des Koriander.

Salat Kanko*  © FlickrIn der Küche kann Anis in Salatdressing (Blätter und Samen), zu Geflügel, Gemüse und Fisch (Blätter) sowie zum Backen (Samen) von Brot und Kuchen benutzt werden. Auch ein Kräuterhonig kann das Gewürz enthalten. Sein Geschmack spaltet jedoch die Gemüter, so dass die Pflanze in der europäischen Küche nicht übermäßig genutzt wird.

Viel größere Bedeutung hat Anis in der Medizin. In Kombination mit Fenchel kann er einen guten Verdauungstee ergeben, der auch bei Bauchschmerzen wirkt. Außerdem helfen die Inhaltsstoffe der Anisfrüchte gegen Husten. Sie werden zu Anisöl verarbeitet, das schleimlösend und antibakteriell wirkt. In Hustentees verwendet man die Samen des Krauts.
In einigen deutschen Regionen glaubte man früher übrigens, dass Anis ein Aphrodisiakum ist und bereitet ein Getränk daraus zu, dass seine Zauberkraft ganz besonders am 30. November entfalten soll. Dieser Tag ist dem Apostel Andreas gewidmnet, der unter anderem als Schutzheiliger der Liebenden und der Ehe bekannt ist.



[...mehr]


Autor: Nicole

Der Zitronenstrauch dient nicht nur der Kräuterküche sondern ist ein natürlicher Duftspender. Diesen Vorteil hat auch die Kosmetikindustrie erkannt, die die Pflanze in Seifen und Badezusätzen verwendet.

Der mehrjährige Aloysia triphylla kommt ursprünglich aus Südamerika. Von dort gelangte die Pflanze im 18. Jahrhundert in die Welt. Besonders für Anfänger eignet sich das pflegeleichte Nutzkraut, denn ein wenig Wasser und ein sonniger bis halbschattiger Platz reichen ihm völlig. Weil der Zitronenstrauch ein Grenzfall ist, was die Winterhärte betrifft, sollte er im Topf gezogen und im Haus überwintert werden. Die Ernte der Blätter kann erfolgen, sobald die Pflanze etwa 20 Zentimeter hoch ist. Zur Aufbewahrung eignet sich die Trocknung, aber auch das Einfrieren.

ComputerHotline © FlickrVerwendung
In der Küche ist der Zitronenstrauch vielseitig verwendbar. Als Zugabe zu kalten Getränken macht er sich ebenso gut, wie in Soßen, Dressings, Gelee und Tee. Wer das zitronige Aroma mag, kann seinen Tee zum Beispiel aus Zitronenmelisse oder Goldmelisse und den Blättern des Zitronenstrauchs kochen. In Frankreich kennt man den Tee aus der Zitronenverbene, wie die Pflanze auch genannt wird, als beruhigendes Getränk vor der Nachtruhe. Auch Öle lassen sich wunderbar herstellen. Man sollte nur darauf achten, ein leichtes Öl (z.B. Distel) zu verwenden. Wie Lavendel kann man das Kraut auch als natürliches Duftmittel verwenden. Dafür einfach kleine Säckchen mit den Blättern füllen und in Schrank und Truhen unter die Wäsche legen. Für die Raumbeduftung lässt sich ein Potpourri daraus herstellen.

Medizinische Wirkung
Zitronenverbene wirkt leicht beruhigend, hat aber auch einen Effekt auf das Verdauungssystem. Wie Fenchel kann ein Tee aus dem Strauch gegen Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit und Verstopfung eingesetzt werden. Prostatabeschwerden gehören ebenso in den Wirkungskreis und auch bei grippalen Effekten hat sich die Pflanze bewährt.



[...mehr]


Autor: Nicole

Ein Kräuterlikör nach dem Essen ist für viele Menschen ein Ritual. Man erhofft sich vom “Schnäpschen” eine anregende Wirkung auf die Verdauung.

Nunja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt…

 

visualdensity©FlickrFakt ist, dass der Alkohol im Likör die Wirkung der Kräuter aufhebt. Hochprozentiges abzubauen ist eine Hochleistungsarbeit für unseren Körper. Vom Magen schießt das “kleine Likörchen”, oder besser gesagt der enthaltene Alkohol, ohne Umwege über das Blut ins Gehirn. Hier verhindert seine nervenblockierende Eigenschaft die optimale Verdauung der Speisen. Besonders die Fettpölsterchen “profitieren” davon. Wer also wirklich etwas für die Verdauung tun möchte, greift trotzdem zu Kräutern, aber nicht als Schnaps, sondern als Tee.

Mein persönlicher Favorit ist eine Mischung aus Fenchel, Anis und Kümmel. Aber auch Lorbeer und Bohnenkraut eignen sich als natürliche Verdauungshilfen. Diese Gewürze gehören aber bitte nicht in heißes Teewasser, sondern in das Essen. Wer auf die Linie achtet kann außerdem die Bitterstoffe in Kräutern nutzen. Auch hier kann man auf Tees zurückgreifen: Ein Ingwertee fördert den Stoffwechsel. Schafgarbe und Wermut helfen beispielsweise gegen Blähungen und Völlegefühl.

Na dann: “Wohl bekomm´s!”



[...mehr]


Autor: Nicole

Die Kamille ist eines der bekanntesten Kräuter. Ihre Berühmtheit verdankt sie jedoch nicht ihrem Geschmack, sondern ihrer außerordentlichen Bedeutung für die Naturheilkunde.

Echte Kamille. basil.gloo © Flickr

Die Echte Kamille (Matricaria recutita) ist ein Wildkraut und gehört zur Familie der Korbblütler. Die Einjährige stammt ursprünglich aus dem Gebiet rund um das Mittelmeer und kann bis zu 50 Zentimeter hoch werden. Wer sie im Kräutergarten ziehen möchte, sollte auf einen nährstoffreichen Boden achten. Für optimalen Wuchs empfiehlt sich ein sonniger Standort. Neben der Echten Kamille gedeiht in unseren Breiten auch die Ackerkamille. Die Echte Kamille kann man an ihrem charakteristischen Geruch und aufgrund der Beschaffenheit des Stempels identifizieren: Öffnet man den gelben Blütenkopf ist dieser zum Teil hohl.

Stevie-B © FlickrIn der Naturheilkunde benutzt man die Blüten der Pflanze. Sie enthalten ätherische Öle, die auch die Kosmetikindustrie schätzt. Daneben finden sich hier Bitterstoffe und Magnesium. In ihrer Eigenschaft als Entzündungshemmer mit antibakterieller, und schmerzlindernder Wirkung kann die Echte Kamille als Tee gegen Magenschmerzen eingesetzt werden. Wie für alle Arzneitees gilt auch hier: Zucker und Milch als Zugabe können die Wirkung abschwächen oder verhindern. Zur äußeren Anwendung werden Tinkturen oder Aufgüsse gegen Entzündungen der Haut und der Schleimhäute empfohlen. Versetzt mit Alkohol kann man Produkte aus Kamille auch in der Apotheke kaufen. Diese Lösungen eignen sich besonders für Verletzungen und Entzündungen im Mund.

Die Volksmedizin kennt die Kamille zudem als Kraut gegen “Frauenleiden” und als Mittel gegen Reizbarkeit und Schlafstörungen. Allerdings sollte der Tee nicht über einen zu langen Zeitraum verwendet werden, da Schwindel als Nebenwirkung auftreten kann. Ebenso wenig empfiehlt sich die Anwendung des Tees bei Bindehautentzündung. Die feinen Schwebstoffe werden nicht durch einen Beutel oder ein Sieb ausgefiltert. Gelangen sie ins Auge, kann sich dessen Zustand noch verschlechtern. Auch Allergiker sollten Vorsicht walten lassen: Qualitativ minderwertige Produkte enthalten oft auch Beimischungen anderer Kamillearten und können Auslöser für allergische Reaktionen sein. Um sicher zu gehen sollte man nur Apothekenprodukte und selbstgezogene Exemplare aus dem eigenen Garten verwenden.



[...mehr]


Seite 1 von 212