Beiträge vom: April, 2008

Autor: Nicole

Lorbeer ist nicht nur ein fantastisches Gewürz, er hat auch eine sagenumwobene Geschichte, die in der griechischen Mythologie verankert ist.

sfmission,com © FlickrDie Legende besagt, dass sich die Nymphe Daphne, Tochter des Flussgottes Peneios in einen Lorbeerbaum verwandelte, um dem liebeskranken Apollon zu entgehen. Dieser hatte nämlich Eros, den Liebesgott der griechischen Sagen verärgert. Eros´Rache folgte auf dem Fuße: Er schoss Apollon einen goldenen Pfeil in das Herz, woraufhin dieser sich unsterblich in Daphne verliebte. Diese aber wurde von Eros mit einem bleiernen Pfeil getroffen, der genau das Gegenteil von Liebe bewirkte. Zu Ehren seiner Angebeteten soll Apollon daraufhin immer einen Lorbeerkranz getragen haben. Dieser Kranz wurde im römischen Reich zu einem Siegessymbol, in der römischen Kaiserzeit entwickelte sich das Zeichen dann zu einem Herrschersymbol. Zudem bekamen die Sieger der Olympischen Spiele einen Lorbeerkranz als Zeichen ihres sportlichen Triumphes. Noch heute ist ein versilbertes Lorbeerblatt in Deutschland die höchste sportliche Auszeichnung. (Quelle: Wikipedia)

Blühender Lorbeer. Dan4th  © Flickr

Lorbeer ist nicht winterhart und kann bis zu zehn Meter hoch werden. In unseren Breitengraden empfiehlt sich die Topfkultur, da er im warmen überwintern sollte. Die Blätter des Baumes werden geerntet und können dann frisch verwendet werden. Zur Lagerung empfiehlt es sich, das Laub zu trocknen. Lorbeer ist ein typisches Gewürz für Fischmarinaden und Eintöpfe. Er kann aber auch in der mediterranen Küche verwendet werden. Ich benutze die Blätter gern zum Würzen von Kartoffeln, beispielsweise für das Rezept “Rosmarin-Zitronen-Kartoffeln“.

Wer sich einen Lorberrbaum für den eigenen Kräutergarten zulegen möchte, sollte beim Kauf darauf achten, dass es sich um den Echten Lorbeer, Laurus nobilis, handelt. Es gibt auch Sorten aus Asien und Amerika, die dem Lorbeer Äußerlich ähnlich sind, aber nicht über den charakteristischen Geschmack verfügen.



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Autor: Nicole

Der Frühling ist endlich da, es wird höchste Zeit für die Sanierung von Balkon und Garten…

Mein kleiner Balkon muss im Winter immer leiden: Ich gehe nie hinaus und wenn, dann nur um einen kurzen Blick auf die verbliebenen Pflanzen zu werfen. Pflege? Fehlanzeige. Nein, ich bin kein Pflanzensadist, ich habe meine restlichen Kräuter in den Pflanzkästen einfach nur aufgegeben, viel zu vertrocknet sahen sie aus, teilweise verfroren und einfach nur jämmerlich. In Gedanken plante ich schon den kompletten Wiederaufbau.

Umso größer war die Überraschung dann, als ich diese mittlerweile tatsächlich gekauften Pflanzen am Samstag einsetzen wollte: Meine alten Kräuter scheinen wieder zu neuem Leben erwacht zu sein. Das (Winter?)Bohnenkraut steht in voller Pracht und auch der Zitronenthymian beginnt sich wieder zu revitalisieren. Er hatte in der Zwischenzeit sogar heimlich einen kleinen Ableger gebildet, dabei war er schon im Spätsommer nicht viel mehr als ein verkümmertes, vertrocknetes Etwas. Der Silber-Salbei hat sich ebenfalls durchgebissen und steht nun unbeeindruckt von dem langen Winter mit dicken, festen Stängeln an seinem alten Platz. Selbst der Lavendel hat die ersten Sonnenstrahlen genutzt und seine Triebe wieder zum Leben erweckt.

Der Salbei liebt sein sonniges Plätzchen. @ N.J.Beeindruckt von soviel Lebensmut beschloss ich, den “Survivern” eine Chance zu geben, gesellte noch etwas Rosmarin hinzu und tauschte die Erde aus, die in der Zwischenzeit schon sehr von Wurzeln durchzogen war. Et Voilá, fertig ist die Balkonbepflanzung, die sich hoffentlich bei den warmen Temperaturen in den nächsten Wochen noch etwas mehr erholt. Für das nächste Jahr verspreche ich gewissenhaftere Pflege, auch im Winter. ;)

Und hier nun eine kleine Bildergalerie:

Die Minze toleriert Halbschatten, die Katze ebenso. ;)

Minze © N.J.

Ganz links sieht man Zitronenmelisse, noch etwas verkümmert aber hoffentlich bald wieder in voller Pracht. In der
Mitte der Silber-Salbei, ganz rechts wiederbelebter Lavendel.

© N.J.

Bohnenkraut und Rosmarin tummeln sich zusammen in einem Pflanzkasten mit dem angeschlagenen Zitronenthymian.

© N.J.



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Autor: Nicole

Verbena officinalis, Taubenkraut, Devil´s Bane (Teufelsbann), Sagen oder Wunschkraut – schon die vielen unterschiedlichen Bezeichnungen für das Eisenkraut legen eine enge Verbindung zu Mythen und Aberglauben nahe.

Eisenkraut - Kult- und Zauberpflanze jsc. © FlickrSchon in der Antike glaubte man daran, Eisenkraut sei eine heilende Pflanze mit Zauberkraft. Man benutzte sie zur Reinigung ritueller Anlagen, wie Tempel und Altäre, widmete die Verbene bestimmten Göttern und nutzte das Kraut bis in das Mittelalter zu kultischen, aber auch zu medizinischen Zwecken. Diese konzentrierten sich in einigen Kulturkreisen auf die Behandlung von Wunden, die durch Eisenwaffen hervorgerufen wurden. Generell kannte die Volksmedizin früherer Epochen die Pflanze aber auch als anregend für Galle und Harndrang, sowie als Mittel gegen Rheuma. In die Schulmedizin fand Eisenkraut aufgrund fehlender Nachweisbarkeit der Wirkung keinen Eingang, wird aber noch heute in der volkstümlichen Pflanzenheilkunde verwendet.

Das Wildkraut wird jedoch auf einem anderen Sektor verwendet: Die Kosmetikindustrie nutzt es in einigen Produkten. Darüber hinaus findet man Tees mit Eisenkraut und sogar Getränke. So wird in Südrankreich ein Schnaps hergestellt, der den Namen “Verveine de Velay” trägt und nach dem Essen gereicht wird, um die Verdauung anzuregen.

tanakawho ..©Flickr

Im Handel gibt es außerdem so genannte Zitronenverbene. Hier handelt es sich nicht um Verbena officinalis, das europäische Eisenkraut, sondern um eine Art der Verbenen aus Südamerika. Diese Sorte hat, glaubt man einigen Kräuterlexika, nicht die selbe medizinische Wirkung, jedoch eine weitaus besseren Geschmack, der mitunter an Zitronenmelisse erinnert und darum sehr gut zur Herstellung von Tee geeignet ist.



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Autor: Nicole

Oliver Karthaus hat in seinem Blog jüngst über “egglings” berichtet, eine wirklich süße Idee, nicht nur zu Ostern.

Eggling. visualpanic © Flickr“egglings”, das sind der Natur in Größe, Farbe und Textur nachempfundene Eier, die man nicht in die Pfanne tut, sondern auf die Fensterbank. In den Eiern aus Keramik befinden sich Anzuchterde und Kräutersamen. Der besondere Clou: Wie ein echtes Ei müssen die “egglings” zunächst geköpft werden. Man könnte natürlich fragen, wer so etwas braucht. Aber mal ganz ehrlich, manche Dinge braucht man nicht, man will sie einfach. Für die eigene Fensterbank, aber auch als wirklich ausgefallenes Geschenk für Freunde und Familie. Ich könnte mir die “egglings” auch gut als Tischdekoration vorstellen, wenn mal wieder Besuch zum Essen kommt.

glennji @ FlickrEs gibt jedoch einen Wermutstropfen und den sehe ich im Preis. 38 US-Dollar für vier der kleinen “Eier”, befüllt mit unterschiedlichen Kräutern, das ist nicht gerade günstig. Als Geschenkgag kann man einmal über den Preis hinwegsehen, wer aber auf den Geschmack gekommen ist oder erst gar nicht soviel Geld ausgeben möchte, kann diese Idee auch nachbasteln. Dafür braucht es nicht viel: Etwas Erde, einige Eier und ein paar Kräutersamen. Am besten eignet sich Kresse, da sie schnell wächst und nicht umgetopft werden muss. Hat man sie verbraucht, kann einfach schnell von neuem gezüchtet werden. Die Eier einfach leeren, die Schale kurz ausspülen und mit der Erde und den Samen befüllen. Schon nach wenigen Tagen wächst die Kresse aus dem Ei und dient beispielsweise als Tischschmuck, den man sogar essen kann.



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Autor: Nicole

Blüten sind bunt, duften gut und sehen oft wunderschön aus. Einige Blüten kann man, das wissen nicht nur Sterneköche, auch essen.

Dass man nicht nur die Blüten von vielen Blumen essen kann, darüber informiert unlängst ein Artikel von ddp. Kräuterblüten und auch die Blütenstände von vielen Obst- und Gemüsesorten eignen sich genauso zur Dekoration und können natürlich auch verzehrt werden. So wusste man schon im Mittelalter, dass beispielsweise die duftenden Orangenblüten kandiert genossen werden können.

Der Kräutergarten hält meistens im Sommer und Spätsommer eine duftende Auswahl von bunten Köstlichkeiten bereit. Thymian blüht von Juni bis Oktober, Salbei erfreut uns von Mai bis Juli mit meist violetten Blüten und danach folgt Oregano, von Juli bis September. Darüber hinaus gibt es auch Kräuter, die nur wegen ihrer Blüten gezogen werden. Die Kapuzinerkresse gehört z.B. dazu.

Rosmarinblüten geishaboy500  @ Flickr

Die Blüten kann man frisch ernten und über Gerichte wie Salate und Süßspeisen streuen, man kann sie aber auch wunderbar für selbstgemachten Kräuterhonig und Gelee verwenden. Wer keinen eigenen Kräutergarten hat, muss übrigens nicht auf diesen Küchentrend verzichten: Die Blüten vieler Wildkräuter eignen sich ebenso zum Verzehr. Das erste Kraut, dass uns seine Blüten präsentiert, ist das Wiesenschaumkraut. Es blüht im Februar, gefolgt von einigen anderen Frühblühern wie beispielsweise dem Huflattich. Später im Laufe des Jahres laden Gänseblümchen, Butterblumen, Klee und Schafgarbe zum Pflücken ein.



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Autor: Nicole

Hustensäfte sind oft teuer und fragwürdigen Inhalts. Im Internet habe ich ein Rezept gefunden, mit dem ein solcher Saft selbst hergestellt werden kann.

Die Grundzutaten bestehen aus Spitzwegerich und Huflattich (Wildkräuter), Thymian, Anis und Sonnentau. Außerdem kommen noch 250 ml Wasser und Honig in den Hustensaft. In dem Rezept steht leider nicht, in welcher Form die Kräuter verwendet werden sollen, also ob frisch oder getrocknet. Ich behaupte einfach mal, dass es sich wohl eher um die getrocknete Variante handelt, denn es wird zunächst eine Mischung aus den verschiedenen Kräutern angesetzt, von der zwei Esslöffel mit dem heißen Wasser übergossen werden. Das Mischungsverhältnis wird mit fünf Teilen Thymian, jeweils einem Teil Anis, Spitzwegerich und Huflattich und zwei Teilen Sonnentau angegeben. Nachdem der Aufguss zehn Minuten zugedeckt ziehen konnte, wird er durch ein Sieb gegossen und mit Honig vermischt. Dreimal am Tag soll man diese Mischung nun zu sich nehmen. (Quelle: Praxislexikon.de)

Anis, hier in Form von Sternanis. wonderferret © Flickr

Auf ein weiteres Rezept stieß ich in einem Forum. Hier werden auch frische Kräuter verwendet, nämlich jeweils zwei Teelöffel Salbei und Thymian. Außerdem kommen in den selbst gemachten Hustenlöser noch zwei gehackte Zwiebeln, 250 ml Wasser und 200 Gramm Kandis, wobei ich annehme, dass dieser auch durch Honig ersetzt werden kann. Alles zusammen wird auf dem Herd zu einem Sirup gekocht und abgefüllt. Die Haltbarkeit wird im Rezept mit einer Woche (kühl lagern) angegeben. Kinder bekommen davon viermal am Tag bis zu zwei Teelöffel, Erwachsene nehmen den Saft ebenfalls viermal über den Tag verteilt zu sich, erhöhen jedoch die Dosis auf ein bis zwei Esslöffel.
(Quelle: Chefkoch.de)



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Autor: Nicole

Der Huflattich trägt den lateinischen Namen Tussilago farfara. Der Korbblütler gehört zu den Wildkräutern und war 1994 die Heilpflanze des Jahres.

Die lateinische Bezeichnung des Huflattich weist auf seine Verwendung in der Heilkunde hin: Das lateinische Wort “tússis” ist darin zu finden. Es bedeutet übersetzt “Husten”. Die Endung -ago weist auf das Wort “ágere”, was soviel wie “vertreiben” bedeutet. Ergo: Huflattich hilft gegen Husten und Asthma, da er als Schleimlöser und zur Bronchienerweiterung eingesetzt werden kann. Er enthält neben Bitterstoffen auch Schleimstoffe und Polysaccharide.

Huflattich: natürlicher Hustenstiller mwri © Flickr

Als Zutat für einen selbst gemachten Hustensaft ist er deshalb unersetzlich, sollte jedoch nicht über einen Zeitraum von mehr als sechs Wochen eingenommen werden, da bestimmte Inhaltstoffe in Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Die bedenklichen Stoffe heißen Pyrrolizidin-Alkaloide und sind in einem Anteil von bis zu 0,02 Prozent in dem Kraut enthalten. Neben der schleimlösenden Wirkung hat Huflattich eine antibakterielle, entzündungshemmende und blutstillende Wirkung, aufgrund dessen wird er auch bei Erkrankungen der Haut eingesetzt. Die Bitterstoffe im Kraut wirken anregend auf den Appetit und können bei Verdauungsstörungen hilfreich sein. Die Blätter können zu Tee, Saft und diversen anderen Mischungen verarbeitet werden. Mehr über die Verwendung als Heilpflanze und nützliche Rezepte finden Interessierte hier.

Wer den Huflattich selbst sammeln möchte, findet die einjährige Pflanze auf eher trockenen, sogar recht kargen und steinigen Böden und an Wegesrändern und Waldlichtungen. Es gibt sogar Berichte darüber, dass das genügsame Heilkraut auf reiner Braunkohle gedeihen soll. Verwendung finden die Blätter, die sich erst nach der Blüte von März bis April ausbilden. Während der Blüte sollte die Pflanze auch deswegen nicht gesammelt werden, weil sie als Frühblüher die erste Nahrung für Bienen und andere Insekten bietet.



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Autor: Nicole

Beifuß ist ein häufiger Allergieauslöser. Nichtsdestotrotz wird er gern in der Küche verwendet und nimmt darüber hinaus eine Stellung in der alternativen Heilkunde ein.

Beifuß Eponabri © Flickr

Seinen Namen hat der Korbblütler vielleicht aufgrund eines Aberglaubens: Wer sich Beifuß um den Fuß bindet, soll die Müdigkeit verscheuchen. Der Volksglaube kennt das Kraut zudem als Mittel gegen Seuchen, als Zutat zu Liebeszaubern und als Schutz vor Blitzschlägen am Haus. Andere Auslegungen gehen davon aus, dass die Etymologie im lateinischen Namen der Pflanze, Artemisia vulgaris, zu suchen ist. Zum einen könnte “Artemesia” von der griechischen Göttin Artemis Ilithya stammen, die als Symbol für die Geburtshilfe steht. Andere vermuten wiederum, dass es sich um eine gewisse Artemesia handelt, die in



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Autor: Nicole

Wer schon den Schmerz spürte, den Brennnesseln verursachen, kann sich kaum vorstellen, dass diese Pflanzen tatsächlich essbar sind.

Gesund sollen Brennnesseln obendrein sein. Als Wildkraut haben sie neben Bärlauch längst ihren Weg aus der Verbannung angetreten. Was früher als Unkraut denunziert wurde, kommt heute auf den Tisch. Die jungen Triebe der krautigen Pflanzen sind voller Vitamine. Sie können gepflückt und zu Salat oder Gemüsebeilagen verarbeitet werden. Die Brennhaare verlieren durch eine Dusche mit reichlich Wasser oder auch durch Blanchieren ihren Schrecken.
Früher war die Brennnessel ein Essen für arme Leute. Ihre weitreichende Verbreitung machte sie zu einer fast überall verfügbaren Nährstoffquelle. Skeptiker können übrigens für den Anfang auf die Taubnessel zurückgreifen, die keine Brennhaare besitzt und deswegen auch keine Schmerzen verursachen kann.

lexdenn©Flickr

Die Medizin hat das Kraut schon seit längerem wiederentdeckt. Neben ätherischen Ölen, Vitaminen und Mineralstoffen enthalten Brennnesseln so genannte Caffeoyl-Chinasäuren, die bei Entzündungen und Schmerzen wirken. So kann die Pflanze bei Arthrose und Rheuma eingesetzt werden und sogar bei Magen-Darm-Beschwerden und Atemwegserkrankungen helfen. Da Brennnessel darüber hinaus auch eine harntreibende und entwässernde Wirkung hat, wird sie bei Wassereinlagerungen und Prostataerkrankungen eingesetzt. Die Pflanzenheilkunde nutzt zudem die Wirkung des Krautes bei Durchfall, Haarausfall, Allergien, Ekzemen und Ausschlägen. Wer die Brennnessel selbst sammelt kann sie trocknen und zu Tee verarbeiten oder als Umschlag verwenden. In der Apotheke findet man außerdem neben Medizinaltees auch Kapseln und Säfte.

Aus Omas Wissenschatz stammt auch die Verwendung im Garten. Brennessel über ein bis zwei Tage in Wasser eingelegt, ergibt ein hervorragendes Mittel gegen Schädlinge. Durch die in der Pflanze enthaltene Kieselsäure werden Blätter und Triebe gefestigt und können sich so besser gegen Blattläuse, Raupen und anderes Getier zur Wehr setzten.



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Autor: Nicole

2004 war sie Arzneipflanze des Jahres. Die Pfefferminze schmeckt nämlich nicht nur gut, sie kann in Bezug auf die Heilkunde so einiges…

Die heutige Pfefferminze ist aus einer Kreuzung zwischen Bach- und Waldminze entstanden und wächst in der Regel nicht wild. Sie gehört zur Familie der Lippenblütler und kann Höhen von bis zu einem Meter erreichen.

klynslis©Flickr

Die Pfefferminze bildet, besonders unter Sonneneinstrahlung ein ätherisches Öl, das für Geruch, Geschmack und Heilwirkung verantwortlich ist. Es handelt sich um Menthol, das kühlend wirkt und in vielen modernen Industrieprodukten Anwendung findet. In der Küche wird frische Pfefferminze vor allem für Tee verwendet, der heiß oder auch kalt getrunken werden kann. Das Kraut kann außerdem in Eiswürfel gefroren werden, die dann im Sommer jedem Getränk zusätzlich Frische verleihen. In der Heilkunde kennt man die Pfefferminze als Mittel gegen Magen- und Darmbeschmwerden. Sie kann aber nicht nur innerlich, als Tee, sondern auch äußerlich, als Umschlag, Wickel oder Auflage benutzt werden. Ätherisches Pfefferminzöl kann zudem auch auf die Schläfen getupft werden, wo es gegen Kopfschmerzen helfen soll. Auch Gallenbeschwerden und Erkältungskrankheiten können mit der Heilkraft der Pfefferminze gelindert werden.

Schon die alten Ägypter kannten das Kraut als Heilpflanze und schützende Grabbeigabe. Seine Popularität ist bis in die Moderne ungebrochen. In Eichenau bei München gibt es sogar ein eigenen Pfefferminzmuseum. In arabischen Ländern schätzt man einen mit viel Zucker zubereiteten Tee als Getränk zu allen Anlässen.



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