Beiträge vom: August, 2008

Autor: Nicole

Früher wussten vor allem Winzer den Muskatellersalbei zu schätzen, weil das Kraut misslungenen Wein aufwerten kann. Doch das ist nicht die einzige Verwendungsmöglichkeit der dekorativen Salbeiart.

Früher wurde schlechter Wein mit Muskatellersalbei verbessert. visualpanic © Flickr

Grund für die frühere “Weinveredlung” mit der Pflanze waren die sehr starken ätherischen Öle, die sich vor allem in den Blüten konzentrieren. Es ist zwar heute nicht mehr unbedingt nötig, aber man kann die Prozedur selbst ausprobieren. Dafür sind nur einige Blüten nötig, die



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Autor: Nicole

Der auch als Glockenwurz oder Helenenkraut bekannte Echte Alant gehört schon seit der Antike zu den Heilpflanzen. Die Griechen Theophrast und Dioskurides, sowie der römische Gelehrte Plinius kannten Alant als “Helenenkraut”.

Schon die alten Griechen kannten Alant. Rob Shenk © FlickrUnter diesem Namen verwendeten sie Alant gegen Beschwerden der Bronchien wie Husten und Auswurf, sowie bei Blähungen, Krämpfen und Magenbeschwerden. Auch die Ärzte im Mittelalter kannten Alant, der wissenschaftlich Inula helenium heißt, und verwendeten in, vor allem in Form des Alantweins, gegen viele unterschiedliche Beschwerden und somit fast wie ein Allheilmittel. Die Pflanzenheilkunde kennt das Kraut außer gegen die oben beschriebenen Beschwerden auch als Arznei gegen Asthma, Appetitlosigkeit, Würmer, Menstruationsstörungen, Wechseljahrsbeschwerden und als Brechmittel, denn wie so oft gilt auch hier: Eine zu große Dosis der Pflanze, die blühend der Arnika sehr ähnlich sieht, verursacht Übelkeit und Durchfall.

Alant sieht Arnika sehr ähnlich. Strange Ones©Flickr

Verwendet wird der Alant, der früher in jedem Garten zu finden war und heute leider fast vergessen ist, meistens als Tee. Dafür sammelt man die Wurzel in der Zeit von März bis April oder im Frühherbst von September bis November.

Weitere Informationen zu der Pflanze und ihrer Pflege wird es demnächst geben.



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Autor: Nicole

Der herkömmliche Gartenkerbel hat noch einen Verwandten unter den Wildkräutern, der auch essbar ist und kostenlos an jedem Wegrand wächst.

Der Wiesenkerbel ist herber als der Gartenkerbel. ejhogbin©FlickrWenn man den Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris) sammelt, tut man vielleicht auch dem einen oder anderen Landwirt einen Gefallen, denn der, als Futterpflanze wertlose, Doldenblütler vermehrt sich oft übermäßig auf Nutzflächen. Schuld daran ist oft eine zu starke Düngung, die den Boden zu sehr mit Stickstoff belastet. Diese Zustände liebt der Wiesen-Kerbel. Die Pflanze ist mehrjährig und erreicht Wuchshähen von bis zu 150 Zentimetern. Im April zeigen sich die weißen Doldenblüten und verzieren bis Juni die Landschaft.

Anders als sein “kultivierter” Bruder, der Gartenkerbel, ist der Wildkerbel eher



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Autor: Nicole

Eines der anpassungsfähigsten und darum weltweit verbreiteten Gewächse ist die Vogelmiere (Stellaria madia). Unsere Großmütter wussten diesen Umstand noch zu nutzen und verwendeten das Kraut als Wildgemüse und zu Heilzwecken.

Blüte der Vogelmiere. mwri©Flickr

Die Einjährige bildet liegende Stängel von bis zu 40 cm aus und ist damit ein wilder Bodendecker. Der Name kommt daher, dass



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Autor: Nicole

Die Weinraute ist im volkstümlichen Aberglauben fest als Allheilmittel verankert, dem viele unterschiedliche Wirkungen zugesprochen werden.

So sollte “Ruta graveolens” in früheren Zeiten gegen böse Geister, Schlangen, giftige Kröten, Ratten und vor allem den “Bösen Blick” schützen, der in so vielen Kulturen einen festen Platz im Aberglauben einnimmt. Darüber hinaus hatte die Weinraute in früheren Zeiten auch eine Bedeutung bei Abtreibungen. Mehr zur medizinischen Wirkung wird es demnächst hier zu lesen geben.

Weinraute by emdot © Flickr

Die Weinraute gehört zur Familie der Rautengewächse und wächst vor allem im Mittelmeerraum wild. Viele Gärtner nutzen sie aber auch als Zierpflanze, weswegen sie auch in Nord- und Mitteleuropa weit verbreitet ist. Die Pflanze blüht von



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Autor: Nicole

Der Rainfarn fällt vor allem durch seine leuchtend gelben Blütenstände auf, die sich in der zweiten Hälfte des Sommers bis in den Herbst hinein zeigen.

Rainfarn Per Ola Wiberg (former ponanwi and Powi) © Flickr

Im Kräutergarten sollte der Rainfarm (Tanacetum vulgare) in Schach gehalten werden, denn der Korbblütler sät sich großzügig selbst aus. Wenn die kleinen Triebe aus der Erde gerissen werden, sollte die Kultivierung aber kein Problem sein. Die winterharte mehrjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. Die Triebe sterben im Winter zwar ab, treiben jedoch im Frühjahr immer wieder neu aus. Um das Kraut selbst zu ziehen,



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Autor: Nicole

Auch wenn die meisten Kräuter in der Regel nicht so anfällig sind, es kann auch hier zu Krankheiten und Schädlingsbefall kommen.

Randy Son Of Robert © FlickrDie ersten Schädlinge habe ich dieses Jahr ja schon auf meinem Balkon zu Gast gehabt. Durch geduldiges Absammeln und Abspritzen der Blattläuse mit Wasser sind sie weitgehend verschwunden. Betroffen waren vor allem meine Pfefferminzen und der Ananassalbei. Doch auch der Echte Salbei macht Probleme. Hier handelt es sich nicht um Schädlinge, sondern um einen Pilzbefall, der auch als Echter Mehltau bekannt ist. Dabei bilden sich auf der Blattoberseite zunächst weiße Beläge, die man abwaschen oder sogar mit den Fingern abstreifen kann. Die Pflanze stirbt in der Regel nicht ab, sieht aber nach einiger Zeit schwach und krank aus. Im Gegensatz dazu gibt es auch den Falschen Mehltau, der durch einen zusätzlichen Befall an der Blattunterseite zu erkennen ist.

Um den Mehltau zu beseitigen, wenn er einmal da ist, hilft



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Autor: Nicole

Stachys officinalis, wie der Ziest wissenschaftlich bezeichnet wird, gehörte in früheren Zeiten zu den Pflanzen, die das Haus vor bösen Geistern schützen sollten.

Ziestblüte. pastilletes © Flickr

Heute ist von diesem Glauben wenig übrig geblieben, dennoch ist er ein attraktiver Schmuck im Kräutergarten. Die Pflanze ist auch als Heil-Ziest (im Gegensatz zu anderen Vertretern der Gattung Zieste) bekannt, gehört zur Familie der Lippenblütler und erreicht Wuchshöhen von 60 bis 90 Zentimetern. Wenn man ihn aus Samen zieht, sollte der Ziest etwa sechs bis acht Wochen vor dem letzten Frost im Frühjahr in Töpfe gesät, um dann nach dem letzten Frost ins Freiland gesetzt zu werden. Das Kraut blüht in den Sommermonaten rosa-violett. Um die Mehrjährige gut zu erhalten, empfiehlt sich



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Autor: Nicole

Senf regt bei der Einnahme die Verdauung an. Damit ist eines seiner Hauptanwendungsgebiete in der Volksheilkunde klar. Doch die scharfen Körner können auch äußerlich einiges für die Gesundheit tun.

Um die Wirkung der Senfsaat auf die Verdauung auszunutzen, muss man ihn eigentlich nur essen. Seine Verwendungsmöglichkeiten in der Küche habe ich ja vor einigen Tagen schon vorgestellt. Neben der anregenden Funktion wirkt die Einnahme von Schwarzem Senf unter anderem auch harntreibend, ist außerdem gut bei Erkältungen, Nasennebenhöhlen-Entzündungen, Appetitlosigkeit, Halsschmerzen, zu niedrigem Blutdruck und Kreislaufbeschwerden.

Brassica nigra by Tom Hilton © Flickr

Die Anwendung von außen erfolgt durch Bäder, Kompressen, Pflaster und Wickel. In dieser Form wirkt die Senfsaat vor allem bei Rheumaerkrankungen, Gicht, Rückenschmerzen, Blutergüssen, Ischias und Kopfschmerzen benutzt.

Meistens wird zur Herstellung eines Pflasters oder einer Kompresse die Senfsaat zunächst



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Autor: Nicole

Zu der großen Zahl der Wildkräuter, die in letzter Zeit wieder neu entdeckt werden gehört auch der Sauerampfer.

Eigentlich heißt dieses Knöterichgewächs “Wiesen-Sauerampfer” und wissenschaftlich Rumex acetosa. Das Wort “Rumex” steht dabei für die Gattung des Krauts, denn es bedeutet zu deutsch “Ampfer”. Dieses Wort wiederum lässt sich bis ins Althochdeutsche zurückverfolgen: “ampharo” bedeutet soviel wie “sauer”, weswegen der Name des “Sauerampfers” eigentlich zwei Wortteile mit der selben Bedeutung besitzt.

Die Blüten des Sauerampfers by Wontolla65 © Flickr

Die Geschichte des Wildgemüses reicht zurück bis ins Altertum, wo der Sauerampfer als Verdauungshilfe nach sehr fettigem Essen bekannt war. Über das Mittelalter bis in die heutige Zeit ist er mehr oder weniger bekannt geblieben und hat somit auch im Volksglauben eine feste Stellung eingenommen. So sollte die Pflanze am Handgelenk junger Frauen



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