Autor: Nicole
Früher wussten vor allem Winzer den Muskatellersalbei zu schätzen, weil das Kraut misslungenen Wein aufwerten kann. Doch das ist nicht die einzige Verwendungsmöglichkeit der dekorativen Salbeiart.

Grund für die frühere “Weinveredlung” mit der Pflanze waren die sehr starken ätherischen Öle, die sich vor allem in den Blüten konzentrieren. Es ist zwar heute nicht mehr unbedingt nötig, aber man kann die Prozedur selbst ausprobieren. Dafür sind nur einige Blüten nötig, die
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30. August 2008
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Autor: Nicole
Der auch als Glockenwurz oder Helenenkraut bekannte Echte Alant gehört schon seit der Antike zu den Heilpflanzen. Die Griechen Theophrast und Dioskurides, sowie der römische Gelehrte Plinius kannten Alant als “Helenenkraut”.
Unter diesem Namen verwendeten sie Alant gegen Beschwerden der Bronchien wie Husten und Auswurf, sowie bei Blähungen, Krämpfen und Magenbeschwerden. Auch die Ärzte im Mittelalter kannten Alant, der wissenschaftlich Inula helenium heißt, und verwendeten in, vor allem in Form des Alantweins, gegen viele unterschiedliche Beschwerden und somit fast wie ein Allheilmittel. Die Pflanzenheilkunde kennt das Kraut außer gegen die oben beschriebenen Beschwerden auch als Arznei gegen Asthma, Appetitlosigkeit, Würmer, Menstruationsstörungen, Wechseljahrsbeschwerden und als Brechmittel, denn wie so oft gilt auch hier: Eine zu große Dosis der Pflanze, die blühend der Arnika sehr ähnlich sieht, verursacht Übelkeit und Durchfall.

Verwendet wird der Alant, der früher in jedem Garten zu finden war und heute leider fast vergessen ist, meistens als Tee. Dafür sammelt man die Wurzel in der Zeit von März bis April oder im Frühherbst von September bis November.
Weitere Informationen zu der Pflanze und ihrer Pflege wird es demnächst geben.
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28. August 2008
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Autor: Nicole
Der herkömmliche Gartenkerbel hat noch einen Verwandten unter den Wildkräutern, der auch essbar ist und kostenlos an jedem Wegrand wächst.
Wenn man den Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris) sammelt, tut man vielleicht auch dem einen oder anderen Landwirt einen Gefallen, denn der, als Futterpflanze wertlose, Doldenblütler vermehrt sich oft übermäßig auf Nutzflächen. Schuld daran ist oft eine zu starke Düngung, die den Boden zu sehr mit Stickstoff belastet. Diese Zustände liebt der Wiesen-Kerbel. Die Pflanze ist mehrjährig und erreicht Wuchshähen von bis zu 150 Zentimetern. Im April zeigen sich die weißen Doldenblüten und verzieren bis Juni die Landschaft.
Anders als sein “kultivierter” Bruder, der Gartenkerbel, ist der Wildkerbel eher
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27. August 2008
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Autor: Nicole
Eines der anpassungsfähigsten und darum weltweit verbreiteten Gewächse ist die Vogelmiere (Stellaria madia). Unsere Großmütter wussten diesen Umstand noch zu nutzen und verwendeten das Kraut als Wildgemüse und zu Heilzwecken.

Die Einjährige bildet liegende Stängel von bis zu 40 cm aus und ist damit ein wilder Bodendecker. Der Name kommt daher, dass
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26. August 2008
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Autor: Nicole
Die Weinraute ist im volkstümlichen Aberglauben fest als Allheilmittel verankert, dem viele unterschiedliche Wirkungen zugesprochen werden.
So sollte “Ruta graveolens” in früheren Zeiten gegen böse Geister, Schlangen, giftige Kröten, Ratten und vor allem den “Bösen Blick” schützen, der in so vielen Kulturen einen festen Platz im Aberglauben einnimmt. Darüber hinaus hatte die Weinraute in früheren Zeiten auch eine Bedeutung bei Abtreibungen. Mehr zur medizinischen Wirkung wird es demnächst hier zu lesen geben.

Die Weinraute gehört zur Familie der Rautengewächse und wächst vor allem im Mittelmeerraum wild. Viele Gärtner nutzen sie aber auch als Zierpflanze, weswegen sie auch in Nord- und Mitteleuropa weit verbreitet ist. Die Pflanze blüht von
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25. August 2008
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Autor: Nicole
Der Rainfarn fällt vor allem durch seine leuchtend gelben Blütenstände auf, die sich in der zweiten Hälfte des Sommers bis in den Herbst hinein zeigen.

Im Kräutergarten sollte der Rainfarm (Tanacetum vulgare) in Schach gehalten werden, denn der Korbblütler sät sich großzügig selbst aus. Wenn die kleinen Triebe aus der Erde gerissen werden, sollte die Kultivierung aber kein Problem sein. Die winterharte mehrjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. Die Triebe sterben im Winter zwar ab, treiben jedoch im Frühjahr immer wieder neu aus. Um das Kraut selbst zu ziehen,
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21. August 2008
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Autor: Nicole
Auch wenn die meisten Kräuter in der Regel nicht so anfällig sind, es kann auch hier zu Krankheiten und Schädlingsbefall kommen.
Die ersten Schädlinge habe ich dieses Jahr ja schon auf meinem Balkon zu Gast gehabt. Durch geduldiges Absammeln und Abspritzen der Blattläuse mit Wasser sind sie weitgehend verschwunden. Betroffen waren vor allem meine Pfefferminzen und der Ananassalbei. Doch auch der Echte Salbei macht Probleme. Hier handelt es sich nicht um Schädlinge, sondern um einen Pilzbefall, der auch als Echter Mehltau bekannt ist. Dabei bilden sich auf der Blattoberseite zunächst weiße Beläge, die man abwaschen oder sogar mit den Fingern abstreifen kann. Die Pflanze stirbt in der Regel nicht ab, sieht aber nach einiger Zeit schwach und krank aus. Im Gegensatz dazu gibt es auch den Falschen Mehltau, der durch einen zusätzlichen Befall an der Blattunterseite zu erkennen ist.
Um den Mehltau zu beseitigen, wenn er einmal da ist, hilft
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19. August 2008
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Autor: Nicole
Stachys officinalis, wie der Ziest wissenschaftlich bezeichnet wird, gehörte in früheren Zeiten zu den Pflanzen, die das Haus vor bösen Geistern schützen sollten.

Heute ist von diesem Glauben wenig übrig geblieben, dennoch ist er ein attraktiver Schmuck im Kräutergarten. Die Pflanze ist auch als Heil-Ziest (im Gegensatz zu anderen Vertretern der Gattung Zieste) bekannt, gehört zur Familie der Lippenblütler und erreicht Wuchshöhen von 60 bis 90 Zentimetern. Wenn man ihn aus Samen zieht, sollte der Ziest etwa sechs bis acht Wochen vor dem letzten Frost im Frühjahr in Töpfe gesät, um dann nach dem letzten Frost ins Freiland gesetzt zu werden. Das Kraut blüht in den Sommermonaten rosa-violett. Um die Mehrjährige gut zu erhalten, empfiehlt sich
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18. August 2008
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Autor: Nicole
Senf regt bei der Einnahme die Verdauung an. Damit ist eines seiner Hauptanwendungsgebiete in der Volksheilkunde klar. Doch die scharfen Körner können auch äußerlich einiges für die Gesundheit tun.
Um die Wirkung der Senfsaat auf die Verdauung auszunutzen, muss man ihn eigentlich nur essen. Seine Verwendungsmöglichkeiten in der Küche habe ich ja vor einigen Tagen schon vorgestellt. Neben der anregenden Funktion wirkt die Einnahme von Schwarzem Senf unter anderem auch harntreibend, ist außerdem gut bei Erkältungen, Nasennebenhöhlen-Entzündungen, Appetitlosigkeit, Halsschmerzen, zu niedrigem Blutdruck und Kreislaufbeschwerden.

Die Anwendung von außen erfolgt durch Bäder, Kompressen, Pflaster und Wickel. In dieser Form wirkt die Senfsaat vor allem bei Rheumaerkrankungen, Gicht, Rückenschmerzen, Blutergüssen, Ischias und Kopfschmerzen benutzt.
Meistens wird zur Herstellung eines Pflasters oder einer Kompresse die Senfsaat zunächst
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14. August 2008
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Autor: Nicole
Zu der großen Zahl der Wildkräuter, die in letzter Zeit wieder neu entdeckt werden gehört auch der Sauerampfer.
Eigentlich heißt dieses Knöterichgewächs “Wiesen-Sauerampfer” und wissenschaftlich Rumex acetosa. Das Wort “Rumex” steht dabei für die Gattung des Krauts, denn es bedeutet zu deutsch “Ampfer”. Dieses Wort wiederum lässt sich bis ins Althochdeutsche zurückverfolgen: “ampharo” bedeutet soviel wie “sauer”, weswegen der Name des “Sauerampfers” eigentlich zwei Wortteile mit der selben Bedeutung besitzt.

Die Geschichte des Wildgemüses reicht zurück bis ins Altertum, wo der Sauerampfer als Verdauungshilfe nach sehr fettigem Essen bekannt war. Über das Mittelalter bis in die heutige Zeit ist er mehr oder weniger bekannt geblieben und hat somit auch im Volksglauben eine feste Stellung eingenommen. So sollte die Pflanze am Handgelenk junger Frauen
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11. August 2008
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