Autor: Nicole
Vor kurzer Zeit berichtete ich ja über die Trauermücken, die es sich in all meinen Pflanzen gemütlich gemacht hatten.

Besonders meine Sämlinge aus Zitronenkernen und meine junge, mit viel Mühe gezüchtete, Avocadopflanze drohten einzugehen. Die eingesetzten Gelbsticker waren regelmäßig schwarz vor lauter Trauermücken, woraufhin gerade die Avocado mit Blattabwurf reagierte. Eine mögliche Lösung habe ich im ersten Beitrag zum Thema vorgestellt: Die Schädlingsbekämpfung durch SF-Nematoden. Das sind kleine [...mehr]
28. Oktober 2008

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Autor: Nicole
Bald ist der Winter da und die meisten Kräuter im Garten und auf dem Balkon sind nicht mehr oder nur eingeschränkt nutzbar. Für mich beginnt da wieder die Saison der Gartenkresse, ein winterlicher Vitamin-C-Spender, der ganz einfach auf dem Fensterbrett wächst. Weil ich den Geschmack der Kresse so mag, habe ich etwas recherchiert und bin auf die Brunnenkresse gestoßen.
Diese gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und ist vor allem, der Name verrät es, dort anzutreffen , wo es fließendes Wasser gibt. Das heißt für die freie Natur, dass “Nasturtium officinale” überall wächst, wo es kühlere Flussläufe gibt. Als Besitzer eines Kräutergartens kann man die Brunnenkresse sehr gut an Teichläufen anpflanzen, noch besser ist es, wenn man eine Kräuterspirale hat, denn hier eignet sich die “Wasserzone” perfekt!

Wasserkresse, wie die Pflanze auch genannt wird, ist auch im Winter grün und kräftig. Ihre Blütezeit beginnt im Mai, dann entwickeln sich weiße Kronblätter und gelbe Stempel. Wenn man Brunnenkresse in der freien Natur sammeln möchte, sollte man vor allem auf diesen gelben Staubbeutel achten, da eine Verwechselungsgefahr mit [...mehr]
27. Oktober 2008

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Autor: Nicole
Das Mädesüss hat viele volkstümliche Namen: Geißbart oder Wiesenkönigin, um nur zwei zu nennen. Ich persönlich habe noch nie davon gehört, das scheint aber eine große Wissenslücke zu sein, denn offenbar ist “Spiraea ulmaria” das Aspirin der Wiese!

Mädesüss ist schon seit dem 16.Jahrhundert bekannt. Man schätzt in der Naturheilkunde vor allem seine Eigenschaften als Entzündungshemmer, Blutreiniger und Schmerzstiller. Mit diesen Kräften kann das Kraut aus der Familie der Rosengewächse z.B. gegen Migräne, Rheuma, Gicht, Grippe, Fieber und ganz allgemein gegen Schmerzen eingesetzt werden.
Der Name “Mädesüss” scheint mit “süßen Mädchen” oder Ähnlichem assoziierbar zu sein, das ist aber ein Irrtum: Der englische Name “meadow-sweet” (”Wiesen-Süß”) verrät den Bezug schon eher, denn hier erkennt man mit etwas Phantasie den Wortstamm [...mehr]
26. Oktober 2008

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Autor: Nicole
Alant ist eine fast vergessene Pflanze mit zahlreichen und vor allem schon sehr alten Anwendungsmöglichkeiten in der Pflanzenheilkunde. Darüber hinaus ist der Echte Alant (Inula helenium) aber auch eine sehr schöne Zierpflanze im Kräutergarten.
Der gelbe Korbblütler zeigt seine Pracht von Juli bis September und wird als Mehrjährige bis zu zwei Meter hoch. Schon Theophrast und Dioskurides sollen den Alant genutzt haben, daher hat er aber nicht seinen Zusatz “helenium”. Dieser soll aus der griechischen Mythologie stammen. Helena soll, bevor Paris sie entführte, ihre Hände mit den Blüten der schönen Pflanze gefüllt haben. Eine Variante des Mythos besagt, dass an der Stelle, an der die Tränen Helenas den Boden berührten, später Alant gewachsen sein soll.
Die Sagen bringen uns zwar auf den ersten Blick nicht weiter, können aber für eine Eselsbrücke dienen. Die Pflanze braucht nämlich einen nährstoffreichen, leicht feuchten Boden (sinnbildlich dafür die Tränen der Helena) und sollte am besten vollsonnig bis halbschattig stehen (Griechenland liegt im Mittelmeerraum, Sinnbild für warmes, sonniges Klima). Staunässe sollte am besten vermieden werden, das gilt aber für die meisten mediterranen Kräuter. Wird der Alant zu hoch kann man ihn abstützen. Die Staude wächst besonders gut, wenn sie viel Platz zum entfalten hat. Alant ist winterhart.
Eine Verbreitungskarte in Deutschland findet man hier. [...mehr]
21. Oktober 2008

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Autor: Nicole
Die Vogelmiere ist eines der Vitamin-C-reichsten Wildkräuter und kann in der Pflanzenheilkunde vor allem bei Beschwerden mit der Haut verwendet werden.
Neben den Vitaminen enthält der Bodendecker wertvolles Zink, ätherische Öle und Cumarine, die ja auch in Schafgarbe und Lavendel enthalten sind. Aufgrund ihrer anregenden Wirkung auf den Stoffwechsel kann die Vogelmiere als Bestandteil einer Kräuter-Frühjahrs- bzw. Herbstkur genutzt werden. Zudem wirkt die innere Anwendung in Form von Tee auch bei Rheuma, Gicht und Bronchitis. Äußerlich aufgetragen kann ein Aufguss bei Ekzemen und anderen Problemen mit der Haut verwendet werden. Bei großflächigen Beschwerden hilft ein Bad mit dem Kraut.

Aufgrund der harntreibenden Wirkung kann die Pflanze, ähnlich wie Brennnessel, zur kurzfristigen Entwässerung genutzt werden. Viel wichtiger ist in diesem Zusammenhang aber [...mehr]
19. Oktober 2008

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Autor: Nicole
Spüliwasser hilft wirklich gegen Blattläuse, denke ich jedenfalls. Wer es richtig machen möchte, macht es so wie ich 
Mein Ananassalbei ist die schönste Pflanze auf meinem Balkon. Zumindest war er es, bis ich beschloss, mal etwas gegen die Blattläuse zu tun, die mich ja schon den ganzen Sommer immer mal wieder plagen. Da ich zu geizig war, Neemsaat oder andere “Kampfstoffe” aufzutreiben, wollte ich es erst einmal mit Spülmittel versuchen. Leider hatte ich kein Rezept zur Hand, ist ja auch nicht wirklich notwendig, denn schließlich muss ja nur Spüli ins Wasser, das kapieren sogar Blondinen wie ich
Nur, wenn man einen Tag erwischt, an dem man es zu “gut” meint, mit dem Spüli, werden die Blattläuse gleich so erfolgreich bekämpft, wie es wohl mit keinem anderen Mittel möglich wäre. Denn wo keine Blätter sind, da können keine Blattläuse leben. Traurig aber wahr: Ich habe meinen monatelang gepflegten Salbeibusch innerhalb von 30 Minuten gekillt. 30 Minuten! Solange hat es nämlich gedauert, bis die Blätter, die ich sorgsam eingesprüht hatte, anfingen sich schwarz zu verfärben, um sich schließlich und endlich in den verfrühten Herbstfall zu begeben. Einen Seitentrieb habe ich bei meiner Aktion wohl vergessen zu besprühen. Glücklicherweise, denn vielleicht entwickeln sich an ihm nun noch die heiß ersehnten roten Blüten. [...mehr]
17. Oktober 2008

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Autor: Nicole
Viele Kräuter muss man jetzt konservieren, da sie nicht winterhart sind. Neben den herkömmlichen Arten wie Trocknen und Einfrieren gibt es auch leckere Varianten wie die Herstellung eines Kräuterweins.
Die Vorgehensweise ist denkbar einfach, denn der Wein steht ja schon fertig in jedem Supermarktregal.

Es eignen sich sowohl Weiß- als auch Rotweine. Um einen Liter Kräuterwein herzustellen, braucht man [...mehr]
14. Oktober 2008

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Autor: Nicole
Vor einiger Zeit hatte ich mit Blattläusen zu tun, die meinen Kräutern auf dem Balkon das Leben und wachsen schwer machten. Seit einige meiner Pflanzen nun in der Wohnung stehen, ist mir ein anderes Problem aufgefallen: Eine Trauermücken-Großfamilie.
Bis mir klar wurde, dass es sich bei den schwarzen Fliegen nicht um die häufig vorkommenden Obstfliegen handelt, hatte es sich meine Trauermücken-Kolonnie schon in den meisten meiner Zimmerpflanzen und Kräuter gemütlich gemacht. Die “Sciaridae”, so der wissenschaftliche Name, legen ihre Eier in die Erde. Aus den Eiern schlüpfen nach ungefähr einer Woche Larven. Sie ernähren sich von toten Pflanzenresten, Pilzen und wenn nichts anderes da ist, von den Wurzeln der Pflanze. Und da liegt, mal abgesehen vom Ekelfaktor (denn die Trauermücken fliegen natürlich auch in der Wohnung herum), das Problem: Gerade Sämlinge und sehr junge Pflanzen können gehörigen Schaden nehmen. Da ich hier gerade diverse Sämlinge von Zitronenpflanzen und eine mühsam gezüchtete Avocadopflanze beherberge, ist guter Rat nun teuer.

Was kann man also tun?
[...mehr]
12. Oktober 2008

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Autor: Nicole
Gestern habe ich ja hier auf Kräuterallerlei schon damit begonnen, mal genauer in die “Spice-Tüte” zu schauen. Natürlich nur virtuell, denn auch, wenn die Droge in Deutschland nicht verboten ist, kann sie doch ebenso schnell psychisch abhängig machen, wie andere so genannte “weiche Drogen”. Mittlerweile sollen sich sogar schon Menschen wegen “Spice” in Therapie begeben haben.

Es stellt sich mir so dar, als hätte ein findiger Geschäftsmann alle Kräuter dieser Welt zusammengesammelt, die in ihrer Wirkung in irgendeiner Weise mit Cannabis Ähnlichkeit haben. Denn auch die vierte Pflanze der dDer Sibirische Löwenschwanz (Marihuanilla bzw. wiss. Leonorus sibiricus) kann halluzinogen wirken. Der Lippenblütler ist in der Traditionellen chinesischen Medizin als “Yu Mi Cao”, oder “Sibirisches Mutterkraut” bekannt. Verwendung findet die Pflanze hier vor allem gegen Pilzinfektionen, zur Entgiftung und als Kreislauf anregendes Medikament. Außerdem wirkt das Kraut harntreibend, es regt den Uterus an und hat einen narkotisierenden Effekt.
Ebenfalls berauschend wirkt “Afrikanisches Löwenohr“. Bei “Leonotis leonurus” handelt es sich um ein Kraut, dass auch außerhalb der Spice-Mischung schon als Cannabis-Ersatz bekannt ist. So kennt man die Droge z.B. bei den Khoi Khoi (südafrikanischer Stamm) und darüber hinaus auch in Nordamerika. Unter Insidern ist das Kraut als [...mehr]
10. Oktober 2008

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Autor: Nicole
In letzter Zeit verstärken sich die Berichte über eine neue “Biodroge” namens “Spice”, zu deutsch “Gewürz”, die es einigen Staaten der Europäischen Union legal zu kaufen gibt.
Die Mischung, eigentlich als Räucherwerk (also Raumluftverbesserer) angepriesen, besteht aus mehreren Kräutern. Die Anwender dieser legalen Droge rauchen die Mischung scheinbar wie Cannabis. Kräuterallerlei stellt sich die Frage: Aus welchen Kräutern besteht die Mischung und was bewirkt ihre Einnahme im menschlichen Körper?

Zunächst einmal muss man sagen, dass es sich bei allen aufgeführten Pflanzen um die Angaben des Herstellers handelt. Zur Problematik, ob wirklich drin ist, was drauf steht, empfehle ich zum Beispiel das Video zum Thema von Polylog und den morgigen Beitrag hier im Blog.
In der Mischung sind scheinbar vor allem Pflanzen aus dem südamerikanischen Raum vertreten. So hat die Meeresbohne (Canavalia maritima) offenbar ähnliche Effekte wie die Einnahme von Cannabis. Samen dieser Pflanze sollen schon in Gräbern an der Golfküste Mexikos, in Peru und Yucatan gefunden worden sein, die ungefähr aus dem ersten Jahrtausend n.Ch. stammen. Diese Funde sind zwar kein Beweis für den Gebrauch der Pflanze als Droge, sie schien aber in jedem Fall eine Bedeutung im kulturellen Umfeld gehabt zu haben. In Mexiko wird die Meeresbohne (Samen und Pflanzenteile) heute noch als Droge geraucht. Die Pflanze verdankt ihren Namen dem bevorzugten Standort: In warmen und tropischen Klimazonen wächst der Hülsenfrüchtler direkt [...mehr]
9. Oktober 2008

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