Beiträge vom: Februar, 2009

Autor: Kräuterhexe

Der Hype um Spice ist zwar schon wieder versiegt, im Internet kursieren aber weiterhin Gerüchte und Verschwörungstheorien zu der angeblich ganz natürlichen Droge mit dem heimlich zugesetzten Wirkstoffen.

Neueste Entwicklung ist ein angeblich vom Spice-Hersteller „The Psyche Deli“ stammender Brief. Darin wird erklärt, warum das Unternehmen das synthetische Cannabinoid JWH-018 in seine Kräutermixtur getan hat, ohne die Verbraucher darüber zu informieren.

Weed, Cannabis. darkpatator©Flickr

„To ensure a pleasurable consumption of our herbal products and to gain a high customer satisfaction we decided to add JWH-018 to all our products. This cannabinoid has been tested in our labs for several months before introducing it on the market. Our team invested a lot of time and money to ensure the quality and the harmlessness of JWH-018. „ (Quelle: Heise)

Auf Deutsch heißt das, man haben dem Verbraucher nur etwas gutes tun wollen. Die zugesetzte Chemikalie JWH-018 sei ungefährlich, habe man sie doch monatelang getestet. Geschwiegen hat der Konzern angeblich deswegen so lange, um einen Vorsprung vor den Konkurrenten zu haben, denn Spice ist nicht die einzige, mittlerweile verbotene Kräutermischung, die es jahrelang in Headshops zu kaufen gab.

Das ist nur eine laue Erklärung, denn bereits im Januar soll Spice mit einem anderem künstlichen Rauschmittel als „Booster“ gefunden worden sein.

Das schlimme an den synthetischen Mitteln ist, dass über Langzeitwirkungen bisher nur wenig bekannt ist, sie jedoch dennoch von Konsumenten und Dealern positiv aufgenommen werden, da in vielen Ländern die Verbote oder Richtlinien für echtes Cannabis verschärft wurden. So  komme es laut Heise auch immer wieder dazu, dass sogar Drogen auf dem Schwarzmarkt synthetisch gestreckt werden. Dass ein Kiffer ja nur natürliche Drogen zu sich nimmt, zählt als Argument also nicht mehr!



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Autor: Kräuterhexe

Da man die Teufelskralle nicht selbst sammeln kann kann man getrost auf fertige Präparate zurückgreifen, die es in jeder Apotheke gibt.

Um die Arzneien aus der Pflanze zu gewinnen, werden die Speicherwurzeln getrocknet und weiterverarbeitet. Teufelskralle schmeckt sehr bitter und ist darum als Tee eher weniger geeignet. Das bedeutet aber nicht, dass man keinen Tee aus ihr herstellen kann. Es kommt eben nur darauf an, ob man den Geschmack verträgt.

Teufelskralle: Früchte. Susan E Adams©Flickr

Anwendung findet die Steppenpflanze in erster Linie bei Arthrose und Rheuma, da sie mit dem Hauptwirkstoff Harpagosid gegen Schwellungen eingesetzt wird und entzündungshemmend sowie blutverdünnend wirkt. Darüber hinaus wird das Sesamgewächs aber auch bei Schuppenflechten, Herpes Zoster (Gürtelrose), Beschwerden in den Wechseljahren und allen Entzündungen im Bereich der Gelenke empfohlen.

Die Teufelskralle ist außerdem in der Tierheilkunde getestet worden, und zwar bei Hunden, die unter bestimmten Degenerationen im Bewegungsapparat leiden, die vor allem durch Verlust des gesunden Knorpelgewebes zustanden kamen. Darüber hinaus kann die Teufelskralle bei Tieren auch eingesetzt werden, wenn ein erhöhter Harnsäurespiegel besteht, der Erkrankungen in den harnableitenden Organen verursachen kann.



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Autor: Nicole

Es ist heute genau überliefert, seit wann die Myrte als Brautschmuck verwendet wurde, da es sich um eine aristokratische Hochzeit im Jahre 1583 handelte.

Myrte. Rafael Jiménez©FlickrDie Damen damals haben sich aus dem Brautschmuck dann ein kleines Bäumchen für das Zimmer herangezogen. So wurde die Myrte im 16. und 17. Jahrhundert zur absoluten Modepflanze. Mit der Erfindung der Heizung verschwand sie jedoch genauso schnell wieder aus den Häusern, denn das trockene Raumklima bekommt ihr nicht.

Meiner Meinung nach sollte die Myrte aufgrund ihres Duftes wieder öfter den Weg zu uns finden. (In einem Wintergarten kann man sie sogar wieder im Haus halten.) Eine so alte und symbolische Pflanze gilt es zu pflegen, denn schon in der Bibel genoss die Myrte einen hohen Stellenwert neben anderen religiösen Pflanzen:

Die Elenden und Armen suchen Wasser und es ist nichts da, ihre Zunge verdorrt vor Durst. Aber ich, der HERR, will sie erhören; ich, der Gott Israels, will sie nicht verlassen. 18 Ich will Wasserbäche auf den Höhen öffnen und Quellen mitten auf den Feldern und will die Wüste zu Wasserstellen machen und das dürre Land zu Wasserquellen. 19 Ich will in der Wüste wachsen lassen Zedern, Akazien, Myrten und Ölbäume; ich will in der Steppe pflanzen miteinander Zypressen, Buchsbaum und Kiefern,20 damit man zugleich sehe und erkenne und merke und verstehe: Des HERRN Hand hat dies getan, und der Heilige Israels hat es geschaffen. (Jes 41, 17)

Im jüdischen Glauben ist Myrte ein Zeichen für Unsterblichkeit. Sie ist Bestandteil der Gestecke zum Laubhüttenfest.



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Autor: Nicole

Das Ringelblumensaatgut ist schon eingekauft, auf den Frühling wird gewartet. Zeit genug, um mir schon ein paar Gedanken darüber zu machen, wie man die Ringelblume in der Heilkunde einsetzen kann.

Calendula, Ringelblume. kdperico©FlickrIn der farbintensiven Blüte der Calendula sind sehr viele Carotinoide enthalten. Darüber hinaus finden sich auch Bitterstoffe, Saponine, Glykoside und natürlich ätherisches Öl in der heilenden Ringelblume. Die Anwendung kann von Außen und Innen erfolgen und ist vor allem bei Entzündungen der Haut bewährt. Die Inhaltsstoffe wirken gegen Schwellungen, Bakterien, Entzündungen, Pilze und Krämpfe. Innerlich wirkt die Calendula vor allem schweißtreibend.

Somit kann das Kraut bei jeglicher Art von Entzündungen angewendet werden und ist somit absolut vielfältig. Zur innerlichen Anwendung empfiehlt sich ein Tee, den man aus den Blüten macht. Besonders bei Übelkeit soll dieser Tee richtig gut wirken, aber auch Menstruationsbeschwerden und Gallenleiden sollen gelindert werden. Am bekanntesten ist natürlich die Anwendung von Außen anhand von Salben und Tinkturen, aber auch als Öl oder Umschlag. Wie man eine Tinktur herstellt werde ich demnächst hier beschreiben. Und auch zur Salbenherstellung gibt es noch einiges zu sagen. Mehr darüber, schon bald hier im Blog.



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Autor: Kräuterhexe

Ihr Heimat hat sie in den Steppen Afrikas, dennoch ist die Teufelskralle auch hierzulande als Heilpflanze bekannt und geachtet.

Die Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) wird auch Trampelklette genannt. Dieser Name bezieht sich auf die kriechende Wuchsform des Sesamgewächses: Die bodennahen Triebe werden bis zu 1,5 Meter lang und bilden rosa bis pinke Blüten aus, die mit dem Steppenboden einen schönen Kontrast bilden. Durch haken- bzw. krallenförmige Früchte, die wie Kletten an vorbeigehenden Tieren hängen bleiben, verbreitet die Pflanze sich.

Teufelskralle. © Secrétariat CITES�? /Wikipedia

Ihr überaus interessantes Dasein über dem Boden wird nur noch durch die unterirdischen Qualitäten übertroffen: Die Speicherwurzeln der Teufelskralle besitzen Heilkräfte, da sich hier die wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanze sammeln. Da es sich bei den Speicherwurzeln nur um die sekundären Verästelungen handelt, können sie geerntet werden, ohne der Pflanze zu schaden. Das klingt im ersten Moment alles ganz gut, schien aber bisher in der Umsetzung wenig Beachtung zu finden, denn obwohl es genügen würde, die Speicherwurzel zu ernten, wurden die Bestände durch zusätzliche Ernte der Primärwurzel stark dezimiert. Das ist besonders darum sehr bedenklich, weil der Lebensraum der Heilpflanze sehr eingeschränkt ist.

Mehr zur Heilkraft der Pflanze und wie man sie anwenden kann, verrate ich in einem weiteren Beitrag.



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Autor: Nicole

Heute eher unpopulär, blickt die Myrte auf eine lange Geschichte zurück, aus der sich unterschiedlichste Bräuche und Mythen entwickelt haben.

Die alten Römer kannten Myrtus communis, die Gemeine Myrte, bereits und schmückten sich und ihre heiligen Stätten damit nach gewonnenen Schlachten. Vor ihnen wussten auch die Griechen schon um die mystische Kraft dieser Pflanze. In der antiken griechischen Mythologie wurde das Kraut Aphrodite zugesprochen, die ja bekanntlich als Göttin für Liebe, Fruchtbarkeit und Schönheit zuständig war. Auf diesen wichtigen Aufgabengebieten ließen sich auch die Römer nicht lumpen: In der römischen Antike soll die Göttin Venus mit der Myrte in Verbindung stehen, obwohl sich über die Richtigkeit dieser Annahme die Gemüter spalten, denn es könnte sich auch schlicht um eine Fehlinterpretation handelt: In Rom hieß Venus auch “Murcia”, was im Laufe der Zeit (Sprachwandel!) möglicherweise der “Myrtea”, also der Myrte zugeordnet wurde. So wurde Venus irgendwann zur “Myrtenfreundin” und soll der Legende nach mit einem Myrtenzweig aus dem Meer gestiegen sein.

Myrtus communis. naturalezafrague©Flickr

Ob sie das auch ohne Sprachwandel und Fehlinterpretation getan hätte, ist nicht überliefert. Das Ergebnis solcher Zusprüche, ob falsch oder nicht, schlägt sich in der Kultur des Abendlandes bis heute nieder, denn



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Autor: Kräuterhexe

Beim Surfen im Netz habe ich eine sehr gute Quelle für Kräutertee-Rezepte entdeckt, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Darauf gestoßen bin ich, weil ich einen Kräutertee zur Unterstützung bei Asthma gesucht und auch gefunden habe. In den Tee gehören Spitzwegerich, Huflattich, Holunder, Veilchen, Kümmel und Fenchel. Falls Holunder schwer zu bekommen ist, kann man auch Edelkastanienblätter nutzen. In der Regel sind man aber alle Zutaten in der Apotheke verfügbar. Dort kann man sich Tee auch nach eigenen Rezepten zusammenstellen lassen. Die genauen Gewichtsangaben für den Asthma-Tee wären dann folgendermaßen:

Man benötigt 3 Teelöffel der Kräutermischung auf 3 Tassen Wasser. Die Mischungsbestandteile werden zu gleichen Teilen eingesetzt. Die Zubereitung ist im Gegensatz zu „normalen“ Teesorten leicht verändert, denn die Kräuter werden nicht nur mit kochendem Wasser übergossen, sondern einige Minuten gekocht. Man sollte drei Tassen pro Tag trinken.

Holunder tillwe©Flickr

Magen-Trost-Tee

Dafür benötigt man Fenchel- und Anissamen, sowie Pfefferminztee zu jeweils gleichen Teilen. In die Mischung wird eine kleine Prise Salz sowie etwas Traubenzucker und ein Spritzer Zitrone gegeben.

Und auch diese Rezept möchte ich euch nicht vorenthalten:

Orangen-Kräuter-Tee

Die Fruchtnote der Orange wird perfekt mit Ingwer ergänzt. Als Grundlage dient ein loser Kräutertee, der nicht zu geschmacksintensiv sein sollte.

  •      1 Orange
  •      1/2 Stange Vanille
  •      1 Stück Ingwerknolle
  •      2 TL loser Kräutertee
  •      1 l kochendes Wasser

Die Hälfte der Orange kommt direkt in den Tee, die andere Hälfte dient zur Dekoration der Gläser, indem Scheiben in diese hineingelegt werden. Gerade für kalte Abende ist dieser Tee perfekt, denn der Ingwer wärmt schön von innen.

(Quelle)



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Autor: Nicole

Viele Kräuter sind für ihre Wirkung auf den weiblichen Zyklus oder auch die Gebärmutter bekannt, was nicht nur in der Menopause, sondern auch während einer Schwangerschaft interessant ist.

Schwangere müssen sich nicht nur mit den Hauptbestandteilen der Ernährung auseinandersetzen, sondern eben auch mit Gewürzen und Kräutern. Das Portal “Hallo Eltern” hat dazu einen sehr lesenswerten Artikel im Programm, der nicht nur die gefährlichen Kräuter während der Schwangerschaft auflistet, sondern auch auf die “guten” Heilpflanzen eingeht.

Salbei. yashima©Flickr

So sollten Schwangere unbedingt wehen- und menstruationsfördernde Kräuter und Gewürze wie



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Autor: Kräuterhexe

Kräuter und Nüsse lieben sich, das zeigen Rezepte wie Pesto verde sehr deutlich. Vor kurzem entdeckte ich ein Rezept für Kräuter-Cashewcreme. Lecker!

Der Kölner Stadtanzeiger weiß offenbar auch was schmeckt und hat seiner Leserschaft diesen Leckerbissen offenbart. Für die Creme benötigt man je einen Bund Schnittlauch und Petersilie. Außerdem dürfen natürlich die Cashewnüsse (200 g), 400 ml Wasser, 1 Teelöffel Salz und der Saft einer halben Zitrone nicht fehlen.

Cashew Frucht mit Nuss. fortes©Flickr

Das Wasser benötigt man, um die Nüsse zu pürieren. Zunächst benutzt man nur die Hälfte um dann nach und nach die verbliebene Menge hinzu zugeben. Die Kräuter werden vorher schon mal grob gehackt, ehe sie dann mit dem Salz und dem Zitronensaft zu den Nüssen dürfen. Alles nochmal kurz pürieren und voilà, fertig!

Vorstellen könnte ich mir diese gesunde Sünde sehr gut zu Hühnchen, aber auch als Dip für mediterranes Gemüse. Da ich ja sehr gern scharf esse würde ich das wahrscheinlich bei der Zubereitung berücksichtigen. Ein wenig Chili, wenn es nicht zu viel ist, schadet in der Regel nie. Angelehnt an die asiatische Erdnusssauce könnte man die Masse auch in Pfannengerichte geben. Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren.



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Autor: Kräuterhexe

In der modernen Phytotherapie setzt man die Pflanze weniger ein, obwohl sie schon seit der Antike als heilige Pflanze verehrt wird.

Myrte. nautical2k©FlickrZu den Anwendungsmöglichkeiten  der Pflanze (z.B. als Raumspray) gibt es hier im Blog ja schon einen Eintrag. Heute habe ich mich mit der Wirkung der Myrte beschäftigt. Am ehesten im Handel erhältlich ist heute das ätherische Öl des Busches, das auch in der Parfümindustrie benutzt wird. Früher, im Mittelalter, war das ganz anders. Da konnte man sich Myrte ganz frisch und gebündelt auf dem Markt kaufen. Ihre Wirkweise hat sich nicht verändert, sie ist nur etwas aus der Mode gekommen. Aber mit der Renaissance alter Heilpflanzen bekommt die duftende Myrte möglicherweise wieder etwas Aufwind.

Die Myrte ist für ihre schleim- und krampflösenden, sowie entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt und früher auch mehr geschätzt gewesen als heutzutage. So hilft sie beim Abtransport von Schleim (Husten, Schnupfen) und kann viele Beschwerden therapieren, die aus Entzündungen hervorgehen: Etwa Blasen-, Darm- oder Harnwegsentzündungen.  Auch bei Rheuma schwören einige auf ätherisches Myrtenöl. Hauptgrund für diese Eigenschaften ist das enthaltene Myrtol.

In der Homöopathie nutzt man “Myrtus communis” gegen Krankheiten der unteren Atemwege und Entzündungen im Bereich Blase-Nieren-Harnwege.

Bei Atemwegsbeschwerden eignet sich als Darreichungsform die Inhalation. Außerdem gibt es Salben und Kapseln mit dem Wirkstoff Myrtol.



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