Leider können wir zu Zeiten von Miss Sophie, Admiral von Schneider, James und den anderen imaginären Geburtstagsgästen nicht in den Genuss des köstlichen Holunderblütensektes kommen. Denn zu Silvester gibt es ja leider keine Holunderblüten und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob man sie einfrieren kann…
Tja, dann muss man eben jetzt zulangen und sich dabei den obligatorischen Hüpfer übers Tigerfell vorstellen Der Holunder-Sekt ist wirklich sehr zu empfehlen. Hier das Rezept.
Während die meisten Berliner und wohl auch alle anderen gestern das WM-Spiel Deutschland gegen England geschaut haben, bin ich durch´s Grün gestrolcht und habe mich an der Wärme und den Pflanzen gefreut. Dennoch war ich ständig auf dem Laufenden und konnte jedes einzelne Tor hören
Ich bin in der Umgebung auf üppig blühenden Lavendel gestoßen, Toskana in Berlin. Und auch auf Holunder mit wohlriechenden Holunderblüten. Die Blüten habe ich weiter wachsen lassen, und mir ist eingefallen, dass ich noch einen Klassiker der Holunderblüten Rezepte unbedingt einstellen muss: Gebackene Holunderblüten, yummie!
Genug bejammert, aber nochmal erwähnt sei die Spinnmilben- und Blattlaus-Plage, die ich seit einigen Wochen auf dem Balkon habe. Oder besser: hatte. Den einen Teil der Schädlinge, die Blattäuse, bin ich losgeworden. Mit den Spinnmilben bin ich mir noch nicht ganz sicher und möchte den Tag nicht vor dem Abend loben.
Es gibt Pflanzen und Kräuter, die vor anderen besonders empfindlich gegen Blattläuse sind, quasi Blattlaus-Magnete. Zum Club gehören Rosen, die Läuse laben sich vor allem an den jungen Knospen und setzen sich in den Blütenblättern fest. Welche Pflanzen und Kräuter gehören noch dazu?
Eine unfaire Sache, wenn Jemand einfach in wochenlanger Arbeit mühevoll Selbstgemachtes annektiert. Oder soll ich eher sagen: Etwas. Noch unfairer, wenn man trotz hartnäckigen Widerstandes die feindliche Übernahme nicht abwenden kann.
Ich meine die Spinnmilben- und Blattlausplage, die ich auf dem Balkon habe und trotz ständiger Behandlung mit als sehr gut empfohlenen Hausmitteln nicht in den Griff bekomme. An Obst-Stauden, bei Gemüse oder Zierpflanzen wie Rosen empfehle ich dann den Einsatz von Neudorffs Neudosan Neu Blattlausfrei. Dieses ist ökologisch verträglich und hat von Ökotest unlängst ein “Sehr gut” bekommen.
Aber bei Kräutern geht dies nicht, denn die Blätter möchte man ja essen
An Freitag-Abenden fällt bei mir immer der ganze Stress der Woche ab. Man hat noch zu tun, aber auch gleichzeitig ist schon Wochenend-Stimmung da. Lecker Essen will man gern, Leute einladen vielleicht auch. Aber großartig Umstände?
Gut ist´s, wenn man Kartoffeln und < Gemüse > zusammen mit < Kräutern > in eine feuerfeste Ofenform (je nach Anzahl der Leute groß, mittelgroß oder klein) schnippeln und zum Abendprogramm übergehen kann, ohne große Koch-Orgien und Abwasch. Bloß nicht die Uhr vergessen, das wäre Alles
Als Kinder erschienen uns die üppigen Wiesen mit hohen Gräsern, wilden Löwenmäulchen, Schafgarben und den dazugehörigen Käfern als das Allernormalste. Und Allerlangweiliste. Erst jetzt, da ich in der Stadt wohne, kann ich den Annehmlichkeiten auf dem Land etwas abgewinnen.
Standardisierte, hochgepäppelte Pflanzen und leblose Blumensträuße im Einheitslook mit Plastikkrause kennt man dort schon auch. Man muß meistens nur länger fahren, um sie zu finden. Und warum sollte man, wo man doch die volle Auswahl an schönsten Wildkräutern vor der Tür und im Garten hat?
Doch welche Wildkräuter eignen sich besser als andere, um zu einem entzückenden Tisch-Schmuck zu werden? Welche Zutaten und Gerätschaften werden benötigt?
Keine Angst, es sind gar nicht Viele. Ein wenig Zeit, Freude am Selbermachen und schon entstehen Blütenkunstwerke, die kein anderer hat
Zwar sind gerade die Temperaturen wieder abgestürzt. Keine sommerlichen 30 Grad mehr, bei denen sich die Kinder nach einem Swimmingpool sehnen und die Pflanzen nach einer Voll-Dusche.
Da sich aber auch Schädlinge wie Spinnmilben und Blattläuse bei sommerlichen Temperaturen rasant vermehren, hat man also gerade ein Päuschen, um sich die jüngst angefangene Schädlings-Bekämpfungs-Strategie nocheinmal zu überlegen und zu optimieren. Was gibt es sonst noch im Juli-Monat zu tun?
Sommer vor´m Balkon. Eine tolle Sache, wenn einem der Duft von selbstbezogenen Kräutern und Bienenpflanzen abends um die Nase zieht. Und nicht nur auf dem Balkon, auch im Garten und auf der Terrasse ist der Gärtner-Mühe Lohn selbstverständlich ein wahrer Sinnesgenuß!
Wer ist geschafft hat, sich erfolgreich gegen Spinnmilben, Blattläuse und Co. durchzusetzen (eine wahre Plage war bei mir nach der langen Kälteperiode in den ersten warmen Tagen ausgebrochen), hat nun eine üppige Kräuterpracht, vielleicht wie ich eine Mischung aus mediterranem Kräuter-Beet und Klostergarten? Wie dem auch sei, jetzt ist die erste Kräuter-Ernte angesagt. Wer sich nur schweren Herzens von seinen zarten Salbei-Blättern, duftendem Rosmarin- und Thymian- Grün trennt:
Ein Nach-Säen im Sommer ist kein Problem und ein Kräuter-Kahlschlag deswegen nicht zu erwarten
Den ersten Übergriff der Spinnmilben, obwohl massiv, hatten meine Kräuter und Heilpflanzen ziemlich gut überstanden. Nach dem Abbrausen und dem regelmäßigen Gießen mit Wermut-Sud und Zwiebel-Mazerat hatten sie zwar Blätter gelassen.
Aber nach circa einer Woche, wie mein “Erfahrungsbericht Spinnmilben bekämpfen” beschreibt, hatten sich die Pflanzen wieder gut erholt und trieben neue Blätter. Sicher, ziemlich viel Arbeit. Vor allen Dingen, wenn man wie ich die Kräutertöpfe (30 an der Zahl) in die Badewanne tragen muss. Egal, gibt Muckis, so sagte ich mir, und außerdem heile Pflanzen. Jetzt, mit den warmen Temperaturen, kommen Blattläuse.
Vorbeugung ist am besten gegen winzige Plagegeister
Ich habe ja schon ausreichend über die Spinnmilben-Plage gejammert: durch eine regelrechte Invasion haben sich vor rund zwei Wochen diese nervigen Schädlinge über meine mit Liebe gezogenen Kräuter her gemacht. Da man Spinnmilben oft erst bemerkt, wenn es schon zu spät ist (sie sind einfach winzig), sahen meine Heilpflanzen von einem Tag auf den anderen schwer krank aus.
Flecken, Punktmuster, silbrig-löchriges Muster und schlappe, gelbe Blätter: ein Bild des Jammers von der einstigen Pracht. Vor Allem der Estragon war beliebt, auch die Nane-Minze, die Pfefferminze, die Rosen, Kapuzinerkresse bis hin zum Hopfen. Einzig der Zwerg-Flieder blieb verschont. Aber: die hatten die Rechnung ohne meinen Kampfgeist gemacht. Gut, sinnvoll und vorausschauend ist die Kräftigung der Pflanzen von Beginn der Saison an.