Wenn die Ohren schmerzen, wird selbst das Nichtstun zur Tortur. Besonders in den warmen Sommermonaten sind passionierte Badenixen und Wasserratten von schmerzhaften Ohrenentzündungen betroffen. Diese Kräuter verschaffen Ihnen Linderung.
Im chlorhaltigen Wasser von Frei- und Hallenbädern wimmelt es nur so von Keimen. Bleiben sie nach dem Schwimmen im Ohr zurück oder treffen darin auf kleine Verletzungen, entzündet sich das Ohr. Genau dann haben Petersilie, Salbei und Co. ihren helfenden Einsatz.
Der Name Flohsamenschalen klingt erstmal nicht besonders ansprechend. Doch die kleinen Partikel zeigen im Darm ihre wahre Größe und bringen die Verdauung wieder in Schwung. Das alles ohne Hilfe chemischer Mittel.
Es drückt und zwickt, doch raus will es einfach nicht, wer unter Verstopfung leidet, kennt dieses unangenehme Gefühl nur zu gut. Die Samen der Plantago ovata und anderer Sorten ihrer Gattung enthalten Schleimstoffe, die Beschwerden ganz natürlich verfliegen lassen.
Beim Stichwort Smoothie denken viele zuerst an cremiges Fruchtpüree aus Apfel, Birne oder Kiwi im Plastikbecher. Doch für Rohköstler wie Ralf Brosius wandern stattdessen selbst gesammelte Wildkräuter in den Mixer. Ihre Macht ist umstritten, gesund sind sie definitiv.
Schweinshaxn, Pizza und Latte Macchiato gehörten für Ralf Brosius zur alltäglichen Schlemmerei. Dann erhielt der heute 60-jährige Buchautor und Gesundheitscoach die Diagnose Lungenkrebs – mit 30-prozentiger Überlebenschance. Doch er besiegte die wuchernden Metastasen in seinem Körper und überstand die Entfernung eines sechs Zentimeter großen Tumors. Der „Macht der Wildkräuter“ verdanke er sein Leben, davon ist er überzeugt.
Der typische Rohkostsalat aus Möhren begeistert nicht nur Fans der gesunden Ernährung. Das beliebteste Wurzelgemüse auf deutschen Märkten enthält viel Provitamin A, das unter anderem eine Wohltat für unsere Augen ist. Heute treffen die roten Rüben auf eine weitere Vitaminspritze: Das Scharbockskraut.
Meine Möhren haben nach den Ostertagen schwarze Flecken und sehen nicht mehr ganz so zum Anbeißen aus. Höchste Zeit für eine Möhrenrohkost. Doch heute peppt das Scharbockskraut den altbekannten Salat ordentlich auf.
Scharbockskraut gehört zu den Frühaufstehern, wenn es heißt, den Frühling zu begrüßen. Stellenweise überziehen ganze Teppiche der wild wachsenden Pflanze den Waldboden. Ihre Blätter bieten ein raffiniertes Geheimrezept gegen Frühjahrsmüdigkeit.
Im Schatten von Bäumen und Parkanlagen fällt die Pflanze nur durch ihre gelbe Sternenblüte auf. Mit ihren unscheinbaren Blättern und den knorpeligen Wurzeln wird erst nicht klar, warum dieses Wildkraut so besonders sein soll. Doch die jungen Blätter von Ranunculus ficaria wirken beim Verzehr wie eine Vitaminspritze, denn sie enthalten viel Vitamin C, das vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann.
Gelb blühende Adonisröschen zeigen auf deutschen Hängen, dass der Frühling trotz eisiger Temperaturen kommen wird. Doch die Pflanze beeindruckt nicht nur mit ihrem Aussehen, sondern kann auch in der Medizin angewendet werden. Ihr zu Ehren wird sogar jedes Jahr ein Fest gefeiert.
Aus der Liebe der Aphrodite zum wunderschönen Jüngling Adonis erwächst das Röschen laut einer Geschichte in der griechischen Mythologie. Sie erzählt, dass aus jeder einzelnen Träne der Göttin, die den Tod ihres Geliebten beweint, eine Blüte entstand. Mit dem Sterben und der Auferstehung des Toten assoziieren die Griechen das Kommen und Gehen der Jahreszeiten. So künden die gelben Blüten bei uns bis heute vom baldigen Frühling.