Kräutergarten/ Kräutersorten

Bienenpflanzen: das Immenblatt

Nektarreiche Heilpflanze für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge

Wobei noch nicht klar ist, inwiefern die heilsamen Kräfte des ansehnlichen Lippenblütlers auch auf die Insekten wirken. 🙂

Aber Majas, Willis und ihre Gefährten werden von ihrem Nektar magisch angezogen. Melittis melissophyllum, das Immenblatt, zählt zu den schönsten Bienenpflanzen und Hummelpflanzen. Ihre blass-rosa Löwenmäulchen-Blüten sind eine Augenweide. Auch ich habe sie mir bei Ruehlemanns vorbestellt und möchte ihnen von ihren Vorzügen berichten.

Das Immenblatt, heimische Waldschönheit

Einmal eine Heilpflanze, die auch in unseren Edellaubwäldern, neben dem ozeanischen Europa, vorkommt. Sie mag kalkhaltige, lockere und humose Ton- und Lehmböden.

Der Name leitet sich vom griechischen ´mélitta´ und ´phyllum´ ab, was ´Biene´und ´Blatt´ bedeutet. Wobei sich ´mel´ wiederum aus dem Lateinischen für ´Honig´ erklärt. Alles in allem eine treffende Benennung für den Honiggeruch der zerrieben Laubblätter, den ja unsere zartgeflügelten Freunde bei dieser Bienenpflanzen eben auch so mögen.

Wie viele Lippenblütler, so sind auch die Blütenkelche des Immenblattes so nektarreich, dass der untere Teil der Blüte ganz damit befüllt ist. Eine Schlaraffenland für Insekten also 🙂

Das Immenblatt in der Naturheilkunde

In der Volksmedizin wurde das Immenblatt ähnlich wie Melisse oder Majoran gebraucht. Es fand hauptsächlich Anwendung bei Gicht und Blasengries. Der Hauptwirkstoff ist jedoch Cumarin, man kennt den würzigen Stoff vielleicht vom Waldmeister oder aus der Maibowle. Andere Wirkungen:

  • antiseptisch
  • harntreibend
  • beruhigend
  • krampflösend
  • menstruationsregulierend

Hinweis zu Cumarin

„In größeren Mengen oral aufgenommen verursacht Cumarin heftige Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindel  und Schlafsucht. Noch höhere Dosen können zu zentraler Lähmung, Atemstillstand und Koma führen. Daneben werden Leber- und Nierenschädigungen beobachtet. Die letale Dosis (LD50) liegt peroral bei der Ratte bei 293 und beim Meerschweinchen bei 202 mg/kg Körpergewicht.

Als TDI (tolerable daily intake ‚tolerierbare tägliche Konsummasse‘) geht aus Studien des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von Anfang 2006 eine Menge von 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag hervor.

Aufgrund der zuvor genannten Gefahren darf Cumarin in Deutschland nicht als Aromastoff zugesetzt werden. Aus Tierversuchen leitet sich der Verdacht ab, dass Cumarin in sehr hohen Mengen krebserregend ist. Mehrere Studien an menschlichen Zelllinien deuten hingegen auf keine Nebenwirkungen im menschlichen Organismus hin.“

Bei mir wird das Immenblatt also auch eher eine Bienenweide werden…

Quelle:

wikipedia Cumarin

Ruehlemanns

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