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Autor: Nicole

Der Lavendel ist kürzlich zum Heilkraut des Jahres 2008 gekürt worden. Schon die mittelalterliche Nonne und Kräuterexpertin Hildegard von Bingen empfahl die duftende Pflanze gegen Läuse. Noch heute wird er als natürlicher Blattlausschutz in Rosenbeete gepflanzt. Aber Lavendel kann mehr. Besonders die im Handel erhältlichen ätherischen Öle gehören in jede gute Hausapotheke.

Ein typisches Lavendelfeld. © marcooe/Pixelio

Wenn man Lavendelöl erwirbt sollte man nicht nur auf den Preis, sondern vor allem auf Qualität und Herkunft achten. Die besten und reinsten Öle werden in Südfrankreich (vor allem Nizza, Grasse, Monaco und Carpentras) hergestellt. aber auch Bulgarien und England exportieren Lavendelöle von guter bis sehr guter Qualität. Um auf Nummer Sicher zu gehen, kann man darauf achten, dass das Öl die Aufschrift “A.O.C.” trägt. Die Buchstaben dienen als Gütesiegel, das Anbau und Gewinnung nach höchsten Richtlinien verspricht.

Wenn auf den angebotenen Produkten die Aufschrift “Lavendin” steht, sollte man nicht zuviel von Duft und Wirkung erwarten. Hier handelt es sich nicht um den echten Lavendel, sondern um einen minderwertigen Hybrid aus verschiedenen Sorten, der weniger stark dufet und oft als billiger Lavendelersatz verarbeitet wird.

Lavendel in voller Blüte. © marge simpson/PixelioDas echte Lavendelöl wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Die Stängel und Blüten dafür werden meistens in der Jahresmitte geerntet. Das gewonnene Produkt ist ein Alleskönner. Unverdünnt auf die Haut aufgetragen wirkt es gegen Ekzeme, Akne und oberflächliche Hautverletzungen wie leichte Schnittwunden, Abschürfungen, Sonnenbrand und andere Verbrennungen. Auch bei Insektenstichen kann es den Schmerz und den Juckreiz lindern. Frische Narben verheilen besser und schneller, wenn sie regelmäßig mit dem Lavendelöl gepflegt werden. Innerlich kann das Öl, sparsam dosiert, als Tee angewendet werden. Kurz vor dem Schlafengehen eingenommen wirkt es beruhigend und schlaffördernd. Bei sehr starken Schlafstörungen kann man auch auf eine Aromalampe zurückgreifen, die während des Einschlafens das Zimmer “beduftet”. Tagsüber kann das Lavendelöl aus der Duftlampe die Stimmung aufhellen und, weniger stark dosiert, am Arbeitsplatz sogar die Konzentration fördern.

Aromatisiertes Öl mit Lavendel kann man auch selbst herstellen. Es ist weniger stark konzentriert als das reine ätherische Öl, kann aber auch als Badezusatz und Massageöl verwendet werden. Darüber hinaus eignet sich dieses Öl auch als Zutat zum Kochen, denn Lavendel ist ja bekanntlich auch eine Zutat der Kräutermischung “Kräuter der Provençe” und somit ein Gewürz für die Mediterrane und französische Küche. Für die Herstellung benötigt man nur eine durchsichtige Glasflasche, in die man Lavendel locker geschichtet bis zur Hälfte einfüllt. Dann Olivenöl oder eine anderes Pflanzenöl darübergießen, bis alles gut bedeckt ist. Die Mischung kann man einige Wochen ziehen lassen.



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Autor: Nicole

Basilikum im Topf sieht nicht nur lecker aus, sondern verziert die Fensterbank auf besonders schöne Weise. Meistens hat man jedoch von der Pracht nur wenige Tage etwas. Besonders im Winter ist es schwierig, die Pflanze am Leben zu erhalten. Mir persönlich gelingt es manchmal über einen sehr langen Zeitraum, dann wieder kaufe ich Nachschub und das Kraut geht einfach nach wenigen Tagen ein. Liegt es an mir, an der Pflanze oder am Wetter?

Leider kein seltener Anblick - verwelktes Basilikum. © FlickrAus diesem Grund habe ich mal ein wenig recherchiert. Es muss doch einen verlässlichen Weg geben, auch in der kalten Jahreszeit immer frisches Basilikum ernten zu können. Während meiner Suche bin ich auf die Tipps der Kräuterexpertin Elisabeth Horbach gestoßen. Sie sieht das Grundproblem für die geringe Haltbarkeit schon in der stiefmütterlichen Behandlung des Basilikum im Supermarkt. Meistens stehen die Pflanzen unter einem kalten Sprühnebel. Keine guten Bedingungen für ein Kraut, dass es gern schön warm hat und in Europa vor allem in der Mittelmeerregion kultiviert wird. In meinem Supermarkt stehen die Pflanzen einfach so da. Gut, ohne Nebel haben sie es wahrscheinlich etwas wärmer, aber nach einer längeren Standzeit ohne Pflege verkümmern sie einfach und werden dann entsorgt.

So soll es aussehen! © FlickrWenn man eine Basilikumpflanze kauft, sollte man sie laut Frau Horbach nicht sofort ganz aus ihrer Verpackung nehmen. Ein Fehler, der mir bis jetzt jedes Mal unterlaufen ist. Manchmal hatte ich Glück, die Pflanze war noch nicht so groß, dass sie ohne die stützende Plastik-Umhüllung umgeknickt ist. Besser sei es, so die Kräuterexpertin, das Basilikum zunächst in einen größeren Topf mit Blumenerde zu setzen. Dabei bleibt die Hälfte der Plastikverpackung zunächst als Schutz an der Pflanze. Vorsichtig mit lauwarmen Wasser gegossen kann das Kraut sich auf der warmen und hellen Fensterbank so erstmal einige Tage von den zurückliegenden “Strapazen” erholen. Nach dieser Zeit wird die restliche Folie entfernt. Die Stängel haben nun genug Kraft, um allein zu stehen.

Die Ernte – wird sie richtig durchgeführt – kann die Lebensdauer des würzigen Krauts auch verlängern. Elisabeth Horbach empfiehlt, zunächst die großen Blätter abzuschneiden und dann die oberen Triebe bis dicht an die nächste Blattachsel. Hier können nun neue Triebe entstehen. Die Tipps sind plausibel, hätte man auch selbst drauf kommen können. Besonders die “Erholungszeit” mit dem Plastik-Korsett ist genial und doch so einfach. Ich werde in Zukunft eine Menge Geld sparen… :)



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Autor: Nicole

Kräuter kauft man meistens in einem Geschäft. Früher war das anders: da fand man viele Heil- und Gewürzpflanzen direkt in der Natur. Ein längst vergessene Tradition, die seit einiger Zeit besonders in Feinschmecker-Kreisen wieder Beachtung findet. In meiner Heimat Vorpommern gibt es sogar zwei findige Kräuterxperten, die täglich frische Wildkräuter und längst vergessene Sorten an die Küchen des Landes liefern. Die innovative Gärtnerei nennt sich “Essbare Landschaften”. Doch welche Teile der Landschaft kann man denn nun essen?

Brennnessel dürfte ja noch einer breiteren Masse als genießbar bekannt sein. Sie hat sich ihren Weg in die industrielle Verarbeitung gebannt. In Tees zur Entwässerung und als würzige Zutat zum Beispiel in Käse kann man sie im Supermarkt erstehen. Sie schmeckt aber auch frisch. Besonders die hautfreundliche und nicht brennende Taubnessel lässt sich gut für Salate verwenden. Sie treibt rosa-getönte oder weiße Blüten und ist so auch noch überaus dekorativ.

Bärlauch © FlickrAuch der würzige Bärlauch wächst in der Natur. Er steht jedoch oft dicht an Maiglöckchen-Beständen und zu allem Überfluss sehen sich die Blätter der Pflanzen zum Verwechseln ähnlich. Bei der Ernte in der Natur ist deshalb darauf zu achten, dass man nicht die falsche Pflanze erwischt. Die Geruchsprobe bringt Klarheit: Bärlauch hat ein unverwechselbares Aroma, das an Knoblauch erinnert. Hier wird gleichzeitig deutlich, dass man beim Sammeln der Kräuter in der Natur einiges beachten sollte: Neben den Grundkenntnissen über die Pflanzen gehören auch die richtigen “Sammelplätze” dazu. An Straßen, in Industriegebieten, auf Hundewiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen sollte man nicht ernten. Auch Naturschutzgebiete gehören zu den ungeeigneten Orten für die Wildkräuter-Ernte. Darüberhinaus darf man auf keinen Fall Pflanzen ernten, die unter Schutz stehen. Man schneidet nur soviel ab, wie man wirklich benötigt, um die Vegetation nicht zu zerstören.

Wenn man diese Grundregeln beachtet, kann man zum Beispiel mit Schafgarbe, Huflattich, Rot- und Sauerklee, Giersch, Gänseblümchen, Löwenzahn, Nelkenwurz und Beifuß den Speiseplan vervollständigen.



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Autor: Nicole

Kräuter geben jedem Gericht eine besondere Note. Leider bleiben die ätherischen Öle der gesunden Allroundtalente oft nicht lange erhalten. Deswegen gilt die Grundregel: Nach dem Kauf möglichst bald verwenden.
Nun hat nicht jeder die Muße, vor dem Kochen immer frische Kräuter zu besorgen. Glücklicherweise gibt es einige Tricks, um Frische und Haltbarkeit zu verlängern. Küchenklassiker wie Dill, Schnittlauch, Koriander und Petersilie werden oft im Bund verkauft und dürfen, wenn sie noch am selben Tag verbraucht werden, in einer kleinen Vase die Küche zieren. Dill © etak/PIXELIOEine Alternative für große Fensterbänke: die Pflanzen sind im Supermarkt meist auch im Topf erhältlich und dienen so, mit ein wenig Fürsorge, für einige Monate (je nach Sorte auch länger bzw. kürzer) als frische “Kräuterquellen”.

Einige andere Kräuter eignen sich zum Trocknen. Geradezu prädestiniert sind unter anderem Rosmarin, Estragon und Thymian. Dagegen verlieren im Blatt eher zarte Sorten (beispielsweise Basilikum) an Farbe und Aroma. Aber auch hier gibt es eine passende Frischhaltemethode: kleine Mengen können zerkleinert und portioniert (z.B. in Eiswürfelbehältern mit etwas Wasser oder Öl), größere Mengen in Gefrierbeuteln im Tiefkühlfach gelagert werden. Neben Basilikum eignen sich Schnittlauch, Petersilie, Fenchel, Koriander und Kerbel sehr gut. Noch praktischer ist es, wenn fertige Kräutermischungen (z.B. Kräuter der Provence) eingefroren werden.

Für die Aufbewahrung über mehrere Tage gibt es einen ganz besonderen Trick. Dazu die gewaschenen und noch feuchten Kräuter in einen ausreichend großen Plastikbeutel legen. Dann den Beutel wie einen Luftballon aufblasen und luftdicht verschließen. Im Kühlschrank halten sich so selbst empfindliche Kräutersorten über einige Zeit. Der Vorteil zu der herkömmlichen Methode, die Pflanzen in ein feuchtes Tuch zu wickeln: die Gefahr der Schimmelbildung durch Feuchtigkeit wird minimiert und die Kräuter können in ihrer „Ballonverpackung” nicht zerdrückt werden.



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Autor: Kräuterhexe

Im Handel sind verschiedene ätherische Öle erhältlich. Dabei wird zwischen naturbelassenen, natürlichen, naturidentischen und künstlichen Ölen unterschieden.

Naturbelassene Öle werden direkt aus Pflanzen bzw. Pflanzenteilen gewonnen. Sie sind die hochwertigsten ätherischen Öle, die man im Handel nicht immer auf den ersten Blick erkennen kann, denn die Bezeichnung „ätherisches Öl“ ist leider nicht geschützt. So findet man diese Bezeichnung auch bei rein synthetischen Produkten wieder. Wer sich jedoch vorher über bestimmte Kennzeichen informiert, kann das hochwertige ätherische Öl anhand des Etikettes erkennen. Auf die folgenden Merkmale sollte geachtet werden:
- konventioneller Anbau (mit Düngemitteln und Pestiziden), kontrolliert biologischer Anbau (kbA) oder Wildsammlung
- klare Bezeichnung der Pflanze (deutscher und botanischer Name), um Verwechslungen mit anderen auszuschließen
- Herkunftsland, Anbaugebiet der Pflanze
- verwendeter Pflanzenteil (Blatt, Blüte, Frucht, Wurzel)
- Chemotyp der Pflanze bei den verschiedenen Arten, beispielsweise Thymian – Thymian Thymol oder Thymian Linalol
- Gewinnungsverfahren des ätherischen Öles
- bei Extraktion: Bezeichnung des benutzen Lösungsmittels und ob das Produkt rückstandskontrolliert ist
- Art des Verdünnungsmittels (Alkohol, Jojobaöl, Weingeist) bei zähflüssigen ätherischen Ölen (Tonka, Vanille) sowie das Mischungsverhältnis in Prozent
- Chargennummer, um beim Hersteller die biochemischen und physikalischen Analysen abrufen zu können

Natürliche Öle bestehen nicht zu 100% aus der namensgebenden Pflanze, sondern aus mehreren naturreinen Komponenten. Beispielsweise kann Lavendelöl mit einem billigeren anderen naturreinen Öl vermischt werden.

Synthetische Zusätze dürfen allerdings nicht in naturreinen Ölen enthalten sein. Eine Mischung mit synthetischen Zusätzen bezeichnet man sonst als natürlich/naturidentisch (N/NI). Da gerade die synthetischen Anteile Allergien auslösen können, sind solche Öle auch nicht für aromatherapeutische Zwecke geeignet.

Die Zusätze von naturidentischen Ölen werden künstlich hergestellt und miteinander vermischt. Sie riechen wie natürliche Öle, da sie in ihrer chemischen Struktur den natürlichen Vorbildern angepasst sind.

Künstliche Öle entsprechen keinem natürlichen Vorbild. Sie werden gezielt auf bestimmte Geruchseigenschaften abgestimmt.



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Autor: Kräuterhexe

Ätherische Öle (auch: etherische Öle, [etherartig, wie Ether flüchtig]) sind ölige, leicht verdampfende Essenzen aus Pflanzen oder Pflanzenteilen. Je nach Herkunftspflanze haben sie einen unterschiedlich starken und charakteristischen Geruch. Da sie vollständig verdampfen, hinterlassen ätherische Öle keine Fettflecken. Sie sind fettlöslich, enthalten jedoch selbst keine Fette. In Wasser schwimmen sie als einzelne Tropfen auf der Wasseroberfläche, da sie kaum löslich sind.

Ätherische Öle werden vielseitig verwendet. Meist werden sie als Duftstoffe benutzt oder für kosmetische und medizinische Zwecke gebraucht. Außerdem haben sie als geschmacksverbessernde Inhaltsstoffe in Gewürzen eine Bedeutung. In der Medizin werden sie als Wirkstoff in Arzneimitteln verwendet, die nicht immer verschreibungspflichtig sind. So gibt es beispielsweise Präparate mit ätherischen Ölen, die gegen Blähungen und Krämpfe im Magen-Darm-Bereich (z.B. Lavendel) wirken, bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum (z.B. Salbei) helfen oder eine hervorragende schleimlösende Wirkung haben.

Der Umgang mit ätherischen Ölen erfordert Kenntnisse in der Biochemie. Sie sind nicht frei von Nebenwirkungen und können bei falscher Anwendung oder Überdosierung sogar gefährlich sein! Die meisten ätherischen Öle können nur stark verdünnt angewendet werden, da sie in zu konzentrierter Form beispielsweise haut- und schleimhautreizende Wirkungen haben. Allergiker sollten daran denken, dass bei einer Reaktion auf eine bestimmte Pflanze auch Reaktionen auf die entsprechenden Öle auftreten können. Auch Asthma und epileptische Anfälle können mögliche Nebenwirkungen sein. Augen und Schleimhäute dürfen ebenso nicht mit den ätherischen Ölen in Kontakt kommen. Besonders bei der inneren Anwendung ist die Gefahr von Nebenwirkungen sehr hoch.

Die meisten ätherischen Öle sind über Jahre haltbar, wenn einige Dinge beachtet werden. Da sie leicht verdunsten, müssen die Flaschen gut verschlossen sein und wegen ihrer Licht- und Hitzeempfindlichkeit sollten die wertvollen Öle kühl und trocken gelagert werden. Einzige Ausnahme bilden die Zitrusöle, die nur eine Haltbarkeit von ca. 1 Jahr haben.



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Autor: Kräuterhexe

Die “Kräuter der Provence” oder auch “Herbes de Provence” bestehen in der Regel aus den Küchenkräutern Thymian, Rosmarin, Lorbeer, Bohnenkraut oder Majoran. Es ist eine spezielle Kräutermischung aus getrockneten, zerkleinerten (gerebbelten) provençalischen Kräutern, die in Südfrankreich wachsen. Seltener werden auch weitere Kräuter wie Anis, Basilikum, Fenchel, Estragon, Kerbel, Lavendel, Oregano, Salbei und Wacholder zugegeben. Damit die Kräuter der Provence ihr volles Aroma entfalten können, müssen sie länger mit den Speisen gegart werden. Außerdem können mit ihnen Marinaden, Brote, Öle und Essige verfeinert werden.



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