Autor: Nicole
Portulak oder Postelein, wie das hierzulande noch relativ neue Kraut heißt, schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch sehr vitaminreich. Darum ist es geradezu prädestiniert für die Heilkunde.
Da der Postelein sich nicht sehr gut trocknen lässt nimmt man ihn am besten frisch über die Nahrung ein. Dann ist sein Gehalt an Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren auch am höchsten und er hilft vor allem bei Kreislaufproblemen, Arteriosklerose, Vitamin- oder Nährstoffmangel (vor allem Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Vitamin A, B und C).
Aufgrund seiner entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkung soll Postelein außerdem sehr gut bei Sodbrennen und Magenentzündungen helfen. Früher, als das Kraut noch bekannter war, benutzte man es in der Heilkunde als Mittel gegen Darmparasiten. Ferner gehören zum Wirkspektrum des Portulak oder Postelein Nervenbeschwerden, Verstopfung, Frühjahrsmüdigkeit und Nierenprobleme.

Das schöne am Postelein ist, dass er mittlerweile vor allem durch die Biobauern wiederentdeckt wurde, die ihn so anbauen, dass ein Großteil der Nähstoffe auch noch beim Endverbraucher ankommt, was bei herkömmlichen Salaten ja oftmals leider nicht der Fall ist.
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17. März 2009
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Autor: Nicole
Currykraut hat nichts mit der Gewürzmischung Curry zu tun. Kann man es dennoch zum Kochen verwenden?
Currykraut ist meiner Meinung nach eher als Insektenabwehr zu gebrauchen und hat im Kochtopf eher nichts zu suchen. Obwohl man immer wieder davon liest, dass die „Italienische Strohblume“ zum dekorieren und als chinesische Abart Helichrysum cochinchinese mitunter auch im asiatischen Raum verwendet wird, ist die Verwendung zum Kochen eher fraglich.

Das Problem beim Currykraut ist nämlich, dass es nur ein wenig nach Curry riecht, der gleichnamigen Würzmischung aber gar nicht beigefügt ist. Die Gefahr beim Kochen des Krauts ist, dass es sehr leicht bitter wird und wer ein Curryaroma im Essen haben möchte, sollte eben lieber auf die richtige Gewürzmischung Curry zurückgreifen.
Dafür ist das Currykraut aber für andere Dinge nützlich: Es kann mit seinem starken Duft Schnecken abwehren und sieht einfach dekorativ aus. Wer braucht Currykraut zum Kochen, wenn man damit den Balkon verschönern kann.
Außerdem können in der Blützezeit, die sich oft über den ganzen Sommer zieht, viele Nutzinsekten profitieren.
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12. März 2009
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Autor: Nicole
Es ist heute genau überliefert, seit wann die Myrte als Brautschmuck verwendet wurde, da es sich um eine aristokratische Hochzeit im Jahre 1583 handelte.
Die Damen damals haben sich aus dem Brautschmuck dann ein kleines Bäumchen für das Zimmer herangezogen. So wurde die Myrte im 16. und 17. Jahrhundert zur absoluten Modepflanze. Mit der Erfindung der Heizung verschwand sie jedoch genauso schnell wieder aus den Häusern, denn das trockene Raumklima bekommt ihr nicht.
Meiner Meinung nach sollte die Myrte aufgrund ihres Duftes wieder öfter den Weg zu uns finden. (In einem Wintergarten kann man sie sogar wieder im Haus halten.) Eine so alte und symbolische Pflanze gilt es zu pflegen, denn schon in der Bibel genoss die Myrte einen hohen Stellenwert neben anderen religiösen Pflanzen:
Die Elenden und Armen suchen Wasser und es ist nichts da, ihre Zunge verdorrt vor Durst. Aber ich, der HERR, will sie erhören; ich, der Gott Israels, will sie nicht verlassen. 18 Ich will Wasserbäche auf den Höhen öffnen und Quellen mitten auf den Feldern und will die Wüste zu Wasserstellen machen und das dürre Land zu Wasserquellen. 19 Ich will in der Wüste wachsen lassen Zedern, Akazien, Myrten und Ölbäume; ich will in der Steppe pflanzen miteinander Zypressen, Buchsbaum und Kiefern,20 damit man zugleich sehe und erkenne und merke und verstehe: Des HERRN Hand hat dies getan, und der Heilige Israels hat es geschaffen. (Jes 41, 17)
Im jüdischen Glauben ist Myrte ein Zeichen für Unsterblichkeit. Sie ist Bestandteil der Gestecke zum Laubhüttenfest.
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20. Februar 2009
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Autor: Kräuterhexe
Ihr Heimat hat sie in den Steppen Afrikas, dennoch ist die Teufelskralle auch hierzulande als Heilpflanze bekannt und geachtet.
Die Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) wird auch Trampelklette genannt. Dieser Name bezieht sich auf die kriechende Wuchsform des Sesamgewächses: Die bodennahen Triebe werden bis zu 1,5 Meter lang und bilden rosa bis pinke Blüten aus, die mit dem Steppenboden einen schönen Kontrast bilden. Durch haken- bzw. krallenförmige Früchte, die wie Kletten an vorbeigehenden Tieren hängen bleiben, verbreitet die Pflanze sich.

Ihr überaus interessantes Dasein über dem Boden wird nur noch durch die unterirdischen Qualitäten übertroffen: Die Speicherwurzeln der Teufelskralle besitzen Heilkräfte, da sich hier die wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanze sammeln. Da es sich bei den Speicherwurzeln nur um die sekundären Verästelungen handelt, können sie geerntet werden, ohne der Pflanze zu schaden. Das klingt im ersten Moment alles ganz gut, schien aber bisher in der Umsetzung wenig Beachtung zu finden, denn obwohl es genügen würde, die Speicherwurzel zu ernten, wurden die Bestände durch zusätzliche Ernte der Primärwurzel stark dezimiert. Das ist besonders darum sehr bedenklich, weil der Lebensraum der Heilpflanze sehr eingeschränkt ist.
Mehr zur Heilkraft der Pflanze und wie man sie anwenden kann, verrate ich in einem weiteren Beitrag.
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17. Februar 2009
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Autor: Nicole
Heute eher unpopulär, blickt die Myrte auf eine lange Geschichte zurück, aus der sich unterschiedlichste Bräuche und Mythen entwickelt haben.
Die alten Römer kannten Myrtus communis, die Gemeine Myrte, bereits und schmückten sich und ihre heiligen Stätten damit nach gewonnenen Schlachten. Vor ihnen wussten auch die Griechen schon um die mystische Kraft dieser Pflanze. In der antiken griechischen Mythologie wurde das Kraut Aphrodite zugesprochen, die ja bekanntlich als Göttin für Liebe, Fruchtbarkeit und Schönheit zuständig war. Auf diesen wichtigen Aufgabengebieten ließen sich auch die Römer nicht lumpen: In der römischen Antike soll die Göttin Venus mit der Myrte in Verbindung stehen, obwohl sich über die Richtigkeit dieser Annahme die Gemüter spalten, denn es könnte sich auch schlicht um eine Fehlinterpretation handelt: In Rom hieß Venus auch “Murcia”, was im Laufe der Zeit (Sprachwandel!) möglicherweise der “Myrtea”, also der Myrte zugeordnet wurde. So wurde Venus irgendwann zur “Myrtenfreundin” und soll der Legende nach mit einem Myrtenzweig aus dem Meer gestiegen sein.

Ob sie das auch ohne Sprachwandel und Fehlinterpretation getan hätte, ist nicht überliefert. Das Ergebnis solcher Zusprüche, ob falsch oder nicht, schlägt sich in der Kultur des Abendlandes bis heute nieder, denn
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14. Februar 2009
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Autor: Kräuterhexe
In Russland legte man ihn ein , um sich auch über Winter mit Vitaminen bevorraten zu können.
Heute genießen wir den Portulak eher frisch als Salat.
Lange war diese Pflanze nur als Wildkraut bekannt, doch gerade durch die Biobauern hat der “Portulaca oleracea” es wieder auf die Teller geschafft. Der Sommer-Portulak ist einjährig und wird meistens sehr jung gegessen, da dann seine sukkulenten Blätter am besten schmecken. Werden sie älter, geht der Geschmack leicht ins Bittere.
Im Küchengarten lässt Portulak sich relativ problemlos selbst ziehen. Ein windgeschütztes Plätzchen und etwas Freiraum genügen ihm. Hat er dazu noch sandige, stickstoffre3ichen Boden und viel Sonne, sollte er ordentlich gedeihen. Ab Mai kann man ihn direkt nach draußen säen und innerhalb weniger Wochen ernten. Um den Ertrag zu vergrößern, können die oberen Triebe abgezwickt werden, denn damit erreicht man einen buschigeren Wuchs und eine größere Anzahl von Blättern. Übrigens ist der Portulak auch sehr gut in Töpfen kultivierbar. Alle Balkonbesitzer wird das freuen.
Ernährungstechnisch ist Portulak sehr wertvoll: Er enthält viele Vitamine, darunter vor allem Vitamin C. Ansonsten sind auch reichlich Zink, Calcium, Magnesium, Kalium und Eisen in der kleinen und eher unscheinbaren Pflanze enthalten, die ab Juli kleine gelbe Blüten ausbildet.
Die wertvollen Inhaltsstoffe prädestinieren den Portulak natürlich für die Naturheilkunde. Was genau man mit ihm behandeln kann, verrate ich demnächst.
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5. Februar 2009
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Autor: Nicole
Wussten sie, dass die Ringelblume Wetterfröschen Konkurrenz macht und sie schon von den alten Römern geschätzt wurde?

An den Blüten kann man einer Bauernregel zufolge ablesen, ob der Tag sonnig wird. Wenn diese sich am frühen Morgen bis sieben Uhr öffnen, wird das Wetter schön. Die Blüten waren es auch, denen die Ringelblume ihren Namen verdankt: Im Mittelmeerraum kann die Pflanze nämlich fast das ganze Jahr über blühen, und zwar immer am Anfang eines Monats. Diese Eigenart erkannte man schon in der Antike, weswegen die Römer ihr den lateinischen Namen Calendula gaben, der sich vom Wort «Calendae» (Monatsanfang) ableitet. Ihren deutschen Namen hat die Ringelblume von den ringelförmigen Samen. Durch die eigentümliche Form, die wie ein Widerhaken wirkt und sich so z.B. an Tieren festhaken kann, verbreitet sich das blühende Kraut.
Normalerweise blüht die Blume von Mai bis Oktober. Wenn jedoch das Wetter stimmt, kann sie sogar bis in den Winter hinein den Garten schmücken. Um dies zu unterstützten sollte man sie am besten in der Sommermitte nachsähen.
Bei der Ringelblume handelt es sich um die Pflanze, mit der man früher das bekannte Zupfspiel “Er liebt mich, er liebt mich nicht…” gemacht hat. Um von ihren Angebeteten zu träumen trugen junge Mädchen vor dem Zubettgehen eine Salbe aus der Calendula auf und beteten zum Heiligen Lukas. Ob sich die Träume erfüllt haben, ist nicht überliefert. Vielleicht sollte ich das demnächst mal ausprobieren. 
Schlecht kann das jedoch nicht gewesen sein, denn ein Traum, nämlich der von zarter Haut, sollte sich damit ganz sicher erfüllt haben. Die Ringelblume ist aber nicht nur gut als Hautpflegemittel. Was sie noch kann, wird sicher in der nächsten Zeit hier nachzulesen sein.
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21. Januar 2009
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Autor: Nicole
Die Ringelblume wird sehr häufig mit der Pflanzenheilkunde in Verbindung gebracht. Um ihre Kräfte zu nutzen, kann man sie relativ gut im Garten ziehen.

Ich finde das hat auch noch einen optischen Nutzen, denn als Blühpflanze ist der Korbblütler natürlich ein willkommener Farbklecks im Kräutergarten. Die «Calendula officinalis» stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum, ist aber seit dem 12. Jh. in Mitteleuropa verbreitet und wächst zum Teil auch wild. Sie bevorzugt Lehmböden ist aber ansonsten relativ anspruchslos. Die Ringelblume gibt es in verschiedenen Varianten, die man an den schönen Blütenköpfen (gefüllt oder einfach) erkennt.
Die Calendula ist meistens einjährig und erreicht durchschnittlich eine Höhe von 45 Zentimetern. Sie verträgt nicht viel Stickstoff und reagiert darauf mit eingeschränktem Blütenwachstum. Außerdem ist die Pflanze anfällig für
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19. Januar 2009
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Autor: Nicole
Der Schmetterlingsblütler soll im Winter relativ einfach auf der Fensterbank zu ziehen sein.
Beim “Trigonella foenum-graecum”, wie der Bockshornklee wissenschaftlich heißt, habe ich die Sprossenzucht zwar noch nicht ausprobiert, da diese aber mit geeigneten Geräten sehr einfach ist, sollte das auch bei diesem Kraut so sein. Es gibt zur Anzucht spezielle Geräte, die sehr simpel und relativ billig sind. Sie bestehen aus mehreren Etagen, die mit einem Siphon versehen sind. Man muss, um die Sprossen zu spülen, nur ein- bis zweimal täglich Wasser oben einfüllen. Durch die Abflüsse bahnt es sich den Weg in eine Auffangschale. In solchen Geräten kann man auch sehr gut Gartenkresse ziehen. Mehr Infos hier.

Doch nicht nur die Samen können verwendet werden. In bestimmten Gebieten ist der Bockshornklee sowohl beliebte Futterpflanze, als auch Gewürz und Gemüse. Die Samen sind in Currymischungen enthalten und manchmal auch Bestandteil von
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14. Januar 2009
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Autor: Nicole
Die Mistel ernährt sich von Bäumen und ist kein “Kraut” im eigentlichen Sinne. Dennoch ist der Halbschmarotzer eine wertvolle Heilpflanze.

Die Pflanze erkennt man erst jetzt im Winter, wo das Blattwerk nicht die Sicht auf die “Mistelnester” verhindert. Ich nenne sie Nester, weil sie mich aus der Ferne immer an Vogelnester erinnern. Der volkstümliche Aberglauben kennt die Mistel (Viscum) schon seit Jahrhunderten. In Deutschland heimisch ist die Sorte Viscum album, die Weißbeerige Mistel. Sie gehört zur Familie der Sandelholzgewächse und kann kugelige Büsche mit einem Durchmesser von einem Meter zustandebringen, was wirklich erstaunlich ist. Die Weiße Mistel blüht im Sommer, von Juni bis September. Danach entwickeln sich weiße Scheinbeeren, die von Vögeln gefressen werden. Die Römer stellten aus den Beeren einen klebrigen Saft her, den Vogelleim. Diesen strichen sie auf lange Stäbe, um damit
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13. Januar 2009
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