Autor: Nicole
Das Currykraut ist auch unter den Bezeichnungen “Italienische Strohblume” oder “Italienische Immortelle” bekannt. Und tatsächlich sieht, wenn es seine gelben Blüten entwickelt, auf den ersten Blick eher wie eine Blume aus.
Aus diesem Grund kann man den Küchengarten damit optisch sehr aufwerten. Selbst wenn das Currykraut gerade keine Blüten trägt, ist es immer noch dekorativ. Dafür sorgen die silbrigen Blätter der Pflanze, die etwas an Winterbohnenkraut erinnern. Ursprünglich stammt das Currykraut aus dem Mittelmeerraum. Es gehört zur Familie der Korbblütler. Der Name kommt von dem Curry-Geruch, den die Pflanze verbreitet. Am besten gedeiht sie in trockenen Böden, die mager und durchlässig sind. Man kann Currykraut auch im Topf ziehen und dann im Winter in das Haus holen, denn es ist nur bedingt winterhart. Neben dem gemeinen Kraut (“Helichrysum italicum”) gibt es auch noch das Zwerg-Currykraut (Helichrysum angustifolium nanum”). Bei dieser Variante muss man besonders darauf achten, sie im Frühjahr rechtzeitig und reichlich zurückzuschneiden. Das Gemeine Currykraut muss spätestens nach der Blüte gestutzt werden. Die Blätter sind kein Bestandteil der Gewürzmischung “Curry”, obwohl ihr Geruch daran erinnert. Die Mischung besteht aus den Curryblättern (die nichts mit dem Currykraut zu tun haben) und daneben aus Ingwer, Chili, Kardamom, Koriander, Kurkuma und Kümmel. Currygewürz wirkt übrigens als Antioxidant und schützt die Gefäße.
Das Currykraut passt gut zu Suppen, Geflügel und Reis. In der Pflanzenheilkunde wird der Halbstrauch gegen Husten, Erkältungen und Rheuma eingesetzt. Verwendung finden die Blätter und die blühenden Triebe, die zu einem Tee oder einer Tinktur verarbeitet werden können. Im Garten kann es zudem Schnecken vertreiben und Schmetterlinge sowie Bienen anlocken. Blütezeit ist von Juni bis Juli.
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22. März 2008
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Autor: Nicole
Ich habe ein neues Lieblingskraut: Den Thymian, genauer gesagt eine Variante davon, den Zitronenthymian.
Der Zitronenthymian gehört in die Gattung Thymus und ist, wie sein Verwandter der “Thymus vulgaris” ein Lippenblütler. Sein Aroma ist schon zu erahnen, wenn man etwas an den, meist gelb gefleckten, Blättern des Zitronenthymian reibt. Im Moment bekommt man ihn im Handel als gezüchtetes Pflanze, man kann ihn aber auch selbst ziehen. Alle Thymiansorten lieben volle Sonne. Sie sind zwar winterhart, sollten aber im Moment noch auf der Fensterbank oder in einer gut geschützten Ecke des Gartens stehen. Der Boden kann ruhig etwas trocken sein, wobei man immer darauf achten sollte, dass die kleinen zarten Blätter nicht austrocknen. Damit ist die Pflanze eine Herausforderung für die Sensibilität des Gärtners, denn Staunässe mag der Zitronenthymian eben sowenig.
In der Küche kann man ihn aufgrund seiner Zitronennote wunderbar zu Geflügel und Fisch geben, aber auch ein Gelee oder selbstgemachten Kräuterhonig stelle ich mir mit dem Kraut sehr gut vor. Genauso wie der Gemeine Thymian, hat auch die zitronige Variante alle Heilwirkungen der Gattung. Er ist zum Beispiel antibakteriell, entzündungshemmend und lindert Husten und Asthma.

Ich verwende den Zitronenthymian zum Beispiel als Gewürz für Fisch.
Dazu einfach ein Fischfilet, beispielsweise Lachs, mit Salz, Zitrone und Pfeffer würzen. Dann ein Stück Alufolie mit Tomaten, Pastinaken und ein paar Champignons belegen, das Fischfilet darüber geben und mit reichlich Zitronenthymian bestreuen. Das ganze zu einem Paket einschlagen und 20 bis 25 Minuten bei 200 Grad in den Ofen geben.
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22. März 2008
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Autor: Nicole
Der Zitronenstrauch dient nicht nur der Kräuterküche sondern ist ein natürlicher Duftspender. Diesen Vorteil hat auch die Kosmetikindustrie erkannt, die die Pflanze in Seifen und Badezusätzen verwendet.
Der mehrjährige Aloysia triphylla kommt ursprünglich aus Südamerika. Von dort gelangte die Pflanze im 18. Jahrhundert in die Welt. Besonders für Anfänger eignet sich das pflegeleichte Nutzkraut, denn ein wenig Wasser und ein sonniger bis halbschattiger Platz reichen ihm völlig. Weil der Zitronenstrauch ein Grenzfall ist, was die Winterhärte betrifft, sollte er im Topf gezogen und im Haus überwintert werden. Die Ernte der Blätter kann erfolgen, sobald die Pflanze etwa 20 Zentimeter hoch ist. Zur Aufbewahrung eignet sich die Trocknung, aber auch das Einfrieren.
Verwendung
In der Küche ist der Zitronenstrauch vielseitig verwendbar. Als Zugabe zu kalten Getränken macht er sich ebenso gut, wie in Soßen, Dressings, Gelee und Tee. Wer das zitronige Aroma mag, kann seinen Tee zum Beispiel aus Zitronenmelisse oder Goldmelisse und den Blättern des Zitronenstrauchs kochen. In Frankreich kennt man den Tee aus der Zitronenverbene, wie die Pflanze auch genannt wird, als beruhigendes Getränk vor der Nachtruhe. Auch Öle lassen sich wunderbar herstellen. Man sollte nur darauf achten, ein leichtes Öl (z.B. Distel) zu verwenden. Wie Lavendel kann man das Kraut auch als natürliches Duftmittel verwenden. Dafür einfach kleine Säckchen mit den Blättern füllen und in Schrank und Truhen unter die Wäsche legen. Für die Raumbeduftung lässt sich ein Potpourri daraus herstellen.
Medizinische Wirkung
Zitronenverbene wirkt leicht beruhigend, hat aber auch einen Effekt auf das Verdauungssystem. Wie Fenchel kann ein Tee aus dem Strauch gegen Verdauungsprobleme, Appetitlosigkeit und Verstopfung eingesetzt werden. Prostatabeschwerden gehören ebenso in den Wirkungskreis und auch bei grippalen Effekten hat sich die Pflanze bewährt.
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14. März 2008
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Autor: Nicole
Der Chinesische Schnittlauch ist auch unter den Namen Knolau oder Schnittknoblauch bekannt. Letzterer verrät seine aromatische Ähnlichkeit mit der herkömmlichen Knoblauchknolle.
Wie Zwiebel, Gemeiner Schnittlauch, Bärlauch und Knoblauch gehört auch der Chinesische Schnittlauch zu den Allium-Gewächsen. Sein lateinischer Name ist Allium tuberosum. Ursprünglich stammt das Gewürzkraut aus China, wo es in höheren Regionen wild wächst. Mittlerweile hat es sich im ganzen asiatischen Raum verbreitet und wird weltweit kultiviert.

Im normalen Supermarkt konnte ich das Gewürz bisher noch nicht entdecken, dafür führt ihn jedes gut sortierte asiatische Geschäft. Der Chinesische Schnittlauch ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 60 Zentimeter hoch werden kann und, ähnlich wie Schafgarbe und Baldrian, doldige Blütenstände ausbildet. Die weißen Blüten kann man im Sommer von Juli bis September bewundern. Sie sind, genau wie die Wurzeln auch, essbar. Meistens werden jedoch die flachen, grünen Blätter roh in vielen asiatischen Gerichten, Salaten und Dips verwendet. Auch als Brotzutat lässt sich der Schnittknoblauch sehr gut einsetzen. Vor allem, wenn man den Geschmack des herkömmlichen Knoblauchs mag, aber nicht danach riechen möchte. In der Heilkunde hat der Chinesische Schnittlauch vor allem Bedeutung als antibakterielle Pflanze. Man vermutet aber auch, dass die Blätter Stoffe enthalten, die eine Antitumorwirkung haben.
Wer den Chinesischen Schnittlauch kennen lernen möchte, kann folgendes Rezept probieren:
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25. Februar 2008
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Autor: Nicole
Die Gartenkresse ist eines meiner Lieblingskräuter, weil sie sagenhaft schnell wächst und ein ganz besonderes Aroma hat.
Kresse gehört zu den Kreuzblütlern und stammt vermutlich aus West-oder Zentralasien.
Das vielfältige Gewürz kann auf Küchenpapier ausgesät werden und ist schon nach einer Woche bereit für den Verzehr. Man muss nur darauf achten, die Samen vorher einige Stunden einzuweichen.

Im Garten angebaut kann “Lepidium sativum” Wuchshöhen von bis zu 50 Zentimetern erreichen und sogar Blüten und Schoten bilden. Die Verwendung der Keimlinge ist jedoch verbreiteter. Man kann sie auf Brot essen, wobei der scharfe, senfähnliche Geschmack am besten zur Geltung kommt. Aber auch in Soßen und Dips kann man Kresse sehr gut verarbeiten. Neben dem Geschmack hat das Kraut noch mehr zu bieten. Mit einem sehr hohen Gehalt an Vitamin C und B, sowie Eisen, Folsäure und Kalzium ist die Pflanze ideal, um den Nährstoffgehalt der Nahrung im Winter zu vervollständigen. Denn gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn das Kräuterangebot nachlässt, müssen wir verstärkt auf hochwertige Nahrungsmittel achten. Darüber hinaus regt Kresse, ähnlich wie Bitterstoffe, Stoffwechsel und Appetit an und wirkt bei Beschwerden der oberen Atemwege (besonders Husten und Asthma) lindernd und weist damit Ähnlichkeiten mit Fenchel und Ysop auf. In der Stillzeit kann das vielfältige Kraut sogar die Bildung von Milch anregen. Wer auf die Keimlinge nicht eine Woche warten will, kann zur Überbrückung mittlerweile fertig gezogene Kresse kaufen.
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13. Februar 2008
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Autor: Nicole
Bohnenkraut ist in zwei Varianten erhältlich: Da gibt es einmal das Gemeine Bohnenkraut (Satureja hortensis) und das Winterbohnenkraut (Satureja montana). Worin sich die beiden am meisten unterscheiden ist, der Name lässt es schon vermuten, die Winterhärte.
Das Winterbohnenkraut ist ein mehrjähriger, meist immergrüner (weil winterharter) Halbstrauch. Im Gegenteil dazu ist das Gemeine Bohnenkraut etwas zarter und nur eine einjährige Pflanze, die den Winter draußen nicht übersteht. Wenn man sich einen Küchengarten im Freien anlegt, sollte man deshalb auf die winterharte Sorte zurückgreifen.
Das Bohnenkraut an sich bevorzugt, unabhängig von der Sorte, einen Boden, der mäßig feucht und gut durchlässig ist. Am besten ist ein Standort in der prallen Sonne. Wie die meisten Kräuter erntet man auch dieses am besten am Morgen. Für größere Mengen zur Lagerung schneidet man ganze Stängel ab. Man kann das Bohnenkraut, so habe ich es zumindest gelesen, trocknen. Aber als Frischefanatiker bin ich eher dafür, es einzufrieren, weil mein Empfinden mir sagt, dass dies die ätherischen Öle besser schützt, als die Trocknung. Bohnenkraut wird, man kann es sich vielleicht denken, zu Hülsenfrüchten gegeben. Es soll einen positiven Einfluss auf die Verdauung haben. Das Winterbohnenkraut passt aufgrund seines starken Aromas, das oft als pfeffrig beschrieben wird, gut zu Meeresfrüchten. Auch für Essig eignet es sich. Meine eigenen Erfahrungen mit dieser Pflanze sind noch nicht besonders weitreichend. Ich habe mir letztes Jahr Bohnenkraut auf den Balkon gepflanzt, weil ich es sehr dekorativ fand. Die silberfarbenen Blätter meiner Pflanze sind etwas pelzig. Für mein Empfinden riecht es nicht besonders gut. Mich würde interessieren, ob das der typische Duft des Krautes ist, denn ich habe auch immer wieder gelesen, dass es an sich sehr gut riecht. Vielleicht weiß ja jemand, um welche Variante es sich bei meiner Balkonpflanze handeln könnte.

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27. Januar 2008
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Autor: Nicole
Die “Monarda didyma” kommt ursprünglich aus Nordamerika. Schon die amerikanischen Ureinwohner, genauer gesagt die “Oswego-Indianer”, kannten die Pflanze und bereiteten einen schmackhaften Tee zu. Dieser Umstand sollte in die Geschichte eingehen.
Die “Boston Tea Party” am 16.12. 1773 verhalf der Goldmelisse ein Stück weit zu Berühmtheit. Die amerikanischen Kolonien boykottierten den englischen Tee aufgrund hoher Steuern und Importzölle. Später wiegelte sich dieser Konflikt weiter auf. Die Folge war der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Um nicht auf Tee verzichten zu müssen, nahmen die Kolonialbürger einen Brauch der Ureinwohner an: sie bereiteten sich Tee aus den Blüten der Goldmelisse. Noch heute ist der Tee beliebt.
Deswegen und wegen der ausgesprochen dekorativen Wirkung der Pflanze, komplettiert sie einen gut bestückten Küchengarten. Das Kraut steht gern in der Sonne, auf einem fruchtbarem Boden. Blätter und Blüten eignen sich zum Trocknen. Die Blühte erfolgt in der Sommermitte über mehrere Wochen, wobei die Farben von Weiß bis in vielfältige Pink- und Rottöne reichen. Außer für Tee kann man die Blüten zur Herstellung eines Erfrischungsgetränks (wie aus Holunderblüten) und als Dekoration für Suppen und Salate verwenden. Ein Kräutergelee mit Goldmelisse sieht nicht nur hervorragend aus, sondern schmeckt auch gut. Besonders wenn man andere Kräuter, wie die Zitronenmelisse oder den Ysop, hinzufügt. Die enthaltenen ätherischen Öle der winterharten Mehrjährigen entsprechen in ihrer Zusammensetzung denen, die man in Thymian findet. Darum kann man die “Monarda didyma” auch für die selben Beschwerden einsetzen. Ihre Wirkung ist in jedem Fall weniger stark.
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23. Januar 2008
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Autor: Nicole
Die Zitronenmelisse sollte Bestandteil jedes guten Kräutergartens sein. Neben ihrer heilenden Wirkung eignet sie sich sehr gut für die Zubereitung schmackhafter Tees und natürlich zum Kochen.
Die winterharte, mehrjährige “Melissa officinalis” kommt ursprünglich aus Südeuropa, Nordafrika und dem asiatischen Raum. Heute ist sie auf der ganzen Welt beheimatet. Die Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler und erreicht eine Höhe von 60 Zentimeter. Sie blüht zur Sommermitte hin. Die Blätter haben eines ganz besonderes Aroma das, wie der Name schon verrät, an Zitronen erinnert. Auch eine süße Note, wie beim Honig, ist wahrnehmbar. In unseren Breitengraden, wo die Sommer nicht allzu heiß sind, kann man sie in die volle Sonne stellen. Die Lagerung ist unkompliziert: Ebenso wie Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Fenchel, Koriander und Kerbel kann man sie einfach in Eiswürfelbehälter geben und einfrieren. An heißen Tagen gibt man die Würfel dann einfach in ein kaltes Getränk. In der Küche finden sich aber noch weitere Verwendungsmöglichkeiten: Als feine Note in Salaten, Kräuterhonig und -gelees, aber auch in Fischgerichten.
Anders, als andere Vertreter der Minzen, wie zum Beispiel die Katzenminze, bevölkert die Zitronenmelisse nicht sofort den ganzen Garten. Darum kann man sie relativ problemlos in ein Beet pflanzen. Die Blätter kann man jederzeit ernten. Dazu schneidet man einfach einzelne Triebe bis zur nächsten Verästelung ab. Für größere Mengen sollte man den Zeitpunkt vor der Blühte wählen.
Zitronenmelisse in der Heilkunde
Die ätherischen Öle der Zitronenmelisse eignen sich für eine Aromatherapie. Ein Tee aus einem Gramm frischer Blätter pro Tasse kann, zweimal am Tag getrunken, gegen Blähungen, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Fieber und Magenschmerzen seine Kräfte entfalten. Ferner wirkt die Pflanze bei leichten psychischen Problemen wie Depressionen, Angstzuständen, Unruhe, Nervosität, leichter Reizbarkeit und Schlafstörungen. Gegen Migräne können Kompressen aus Zitronenmelisse eingesetzt werden. Prellungen wirkt man mit Umschlägen entgegen und auch Bäder mit dem Kraut haben sich bei den beschriebenen Beschwerden bewährt. Dafür macht man einen Aufguss von zwei Händen voll frischer Blätter, den man ungefähr zehn bis 15 Minuten ziehen lässt, bevor man ihn in das Badewasser gibt.
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22. Januar 2008
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Autor: Nicole
Der Kerbel ist ein Küchenkraut, das in seinen Eigenschaften der Petersilie sehr ähnlich ist.
Seine fiedrigen Blätter erinnern hingegen stark an das Kraut der Mohrrüben.
Der einjährige, winterharte Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium) gehört zur Familie der Doldenblütler und erreicht eine Höhe von bis zu 70 Zentimetern. Im Kräutergarten ist er recht einfach zu pflegen, sollte aber eher im Halbschatten stehen. Um eine ertragreichere Ernte zu sichern, sollten die Blühten entfernt werden. Diese sind weiß, besonders klein und bilden sich schon im Frühsommer in Dolden heraus. Eine zeitversetzte Aussaat über die gesamte Saison wird darum empfohlen. Das Aroma des Kerbels siedelt sich irgendwo zwischen einem Anisgeschmack und der Petersilie an. Darum verwendet man ihn allgemein auch für alle Gerichte, an die man auch Petersilie tun würde. Die milde Nuance eignet sich für Brote, Salate, Suppen und Gemüse. Allem voran für Gerichte mit Kartoffeln. Auch Öl, mit Kerbel versetzt, kann sehr delikat sein. Am besten eignet sich ein fruchtiges Olivenöl. In der mediterranen Küche hat das Gewürz in der Mischung “Kräuter der Provençe” seinen festen Stellenwert.
Möchte man den Gartenkerbel lagern, empfiehlt es sich, ihn in kleinen Portionen einzufrieren. Zum Trocknen eignet er sich nicht unbedingt. Die enthaltenen ätherischen Öle sind sehr empfindlich und sollten nicht zu lange erhitzt oder gar mitgekocht werden. Als Heilkraut ist der Kerbel eher unbekannt, obwohl er auch in seinen medizinischen Wirkungen denen der Petersilie sehr nahe kommt. Da er die Verdauung fördert und harntreibend ist, zudem Zink enthält und tonisierend wirkt, ist er eine gesunde Beigabe zu jedem Gericht.
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20. Januar 2008
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Autor: Nicole
Zu den eher wenig bekannten Kräutersorten gehört der “Hysoppus officinalis”, der Ysop oder im Volksmund “Essigkraut”. Er findet schon in der Bibel Erwähnung und auch die mittelalterliche Nonne Hildegard von Bingen kannte seine heilende Wirkung.
Ysop ist ein mehrjähriger, winterharter Halbstrauch und gehört in die Familie der Lippenblüter. Seine äußerst dekorativen Blüten erscheinen von der Sommermitte bis in den Frühherbst hinein in stängellos angeordneten Scheinähren. Er wird bis zu 90 Zentimeter hoch und besitzt ein stark minzeartiges Aroma, das auch etwas in die Richtung von Salbei und Rosmarin geht und bei zu gut gemeinter Verwendung in Saucen, Suppen Quark, zu Gemüse, Obst und in Salaten leicht bitter schmecken kann. Darum sollte man eher spärlich mit dem Kraut würzen. In Kräutersträußen und Potpourris entfaltet Ysop seine dekorative Seite besonders gut.
Die Pflanze bevorzugt kalkigen und sandigen Boden, der gut durchlässig ist. Am besten stellt man Ysop in die Sonne, Halbschatten wird aber ebenso toleriert. Sein Wasserbedarf ist mäßig. Nach dem Gießen sollte man vor einer erneuten Wässerung die oberste Bodenschicht zwei bis drei Zentimeter austrocknen lassen. Da die Pflanze Honig einen besonders delikaten Geschmack verleiht, pflanzen viele Imker ihn in die Nähe ihres Bienenstocks. Die Ernte sollte morgens erfolgen, nachdem der Tau getrocknet ist. Die Blüten erntet man, wenn sie noch nicht ganz geöffnet sind. Wird das Kraut sofort verwendet, kann es bis zum Verbrauch in einer Vase stehen. Die Absicht, es länger zu lagern, erfordert die Trocknung ganzer Sträuße.
Seine heilende Wirkung entfaltet das Kraut in Tees. Hierzu wird die gesamte blühende Pflanze geerntet. Die Inhaltsstoffe helfen bei Asthma bronchiale und anderen Krankheiten, die oberen Atemwege betreffend. Außerdem hat Ysop eine stark harntreibende Wirkung und hilft gegen Rheuma, Wassersucht und Nierensteinen, ist zudem schweiß- und entzündungshemmend und fördert, wie auch Estragon, die Monatsblutung. Bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen hilft der Tee ebenso. Für die Zubereitung eines Aufguss benutzt man einen Teelöffel des getrockneten Krauts für eine Tasse.
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11. Januar 2008
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