» medizinische Wirkung

Autor: Nicole

Der Rotklee war schon im Mittelalter als Nahrungs- und Heilpflanze bekannt. Grund genug, einen Blick auf ihn zu richten. Denn die Verwendung von altbekannten Wildkräutern erfreut sich mittlerweile nicht nur in den Gourmets-Tempeln des Landes großer Beliebtheit.

Die Blüte des Rotklee. © Flickr“Trifolium pratense”, so der wissenschaftliche Name des Krauts, wächst auf heimischen Wiesen und Feldern. Rotklee gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler und ist bei Landwirten als gute Futterpflanze bekannt. Was den Rotklee nicht nur zum Würz-, sondern auch zum Heilkraut macht, ist der besonders hohe Anteil von Genestein und Daidzein. Diese Stoffe sind Phytoöstrogene aus der Gruppe der Isoflavonoide. Diese sekundären Pflanzenstoffe haben eine deutliche Ähnlichkeit mit dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen und kommen, in deutlich niedrigerer Konzentration, auch in Sojaprodukten vor.

Genau wie Soja wird der Rotklee deswegen oft bei Wechseljahrsbeschwerden angewendet. In dieser Funktion ist die Pflanze eine Möglichkeit, die Hormon-Ersatztherapie zu umgehen, die Frauen in der Menopause oft verordnet wird. Das ist aus zwei Gründen positiv: Zum Einen haben die Phytoöstrogene aufgrund ihrer, den Hormonen ähnlichen, Struktur die selbe Wirkung wie künstlich erzeugte Stoffe. Sie verursachen jedoch weit Blätter des Rotklee. © Flickrweniger Nebenwirkungen. Alternativmediziner vertreten sogar häufig die Ansicht, dass die sekundären Pflanzenstoffe vor hormon-indizierten Krebserkrankungen schützen können. Zum Anderen kann der Körper sich besser an natürliche Hormone anpassen. Nicht an jedem Tag ist der Hormonspiegel während der Menopause gleich hoch, was eine gezielte Dosierung fast unmöglich macht. Die Phytohormone lösen das Problem nicht in seinen Grundzügen, sollen aber schonender auf die Mechanismen des Körpers wirken, als das eine überhöhte Einnahme von künstlichen Hormonen tun würde.

Neben der bedeutenden medizinischen Wirkung soll aber nicht der Genuss vergessen werden. Der Rotklee eignet sich zum Beispiel als Beigabe in Salaten oder als Dekoration und Würze in Suppen. In der Natur findet man ihn häufig etwas versteckt zwischen anderen Pflanzen.



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Autor: Nicole

Das Adonisröschen hat eine lange Tradition in der Pflanzenheilkunde. Schon in der Antike wurde das Hahnenfußgewächs von dem berühmten Arzt Hippokrates entdeckt.

Das “Frühlings-Adonisröschen” oder, wie es auch genannt wird, “Frühlings-Teufelsauge” kommt verstärkt in Süd- und Osteuropa vor. Aber auch in den den kühleren Regionen Asiens und in Mitteleuropa ziert es Gärten. Dort, wo die Sommer warm aber nicht heiß sind fühlt es sich am wohlsten. Sandige Böden oder solche, die von Kalk durchzogen sind, bieten einen optimalen Nährstoffgehalt für die Heilpflanze, die aufgrund ihrer Seltenheit mittlerweile unter Naturschutz steht. Deswegen sollte man das Kraut keinesfalls selbst sammeln. Außerdem enthält Adonis vernalis sogenannte Herzglycoside, die bei unsachgemäßer Einnahme giftig sind. Sie verursachen starke Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe und in besonders schweren Fällen bisweilen sogar Herzrhythmus-Störungen und Atemnot.

das Adonisröschen © koeckeritz/Pixelio

In der Homöopathie findet es deswegen nach dem Ähnlichkeitsprinzip in stark verdünnter Form Verwendung als Herzmittel. Auch Pflanzenheilkunde und Schulmedizin kennen das Kraut als Herz- und Kreislaufmedikament, sowie als Mittel bei niedrigem Blutdruck. Hippokrates verwendete das Adonisröschen als Mittel gegen Wassersucht. In den Kräuterlexika des 16. und 17. Jahrhunderts wurde es vor allem als Kraut gegen Harnbeschwerden und Harnstein empfohlen. Die vermehrte Verarbeitung der Wurzeln im 18. Jahrhundert führte allmählich zu einer drastischen Bestandsverminderung in Deutschland. Adonis vernalis wird, um es zu medizinischen Präparaten zu verarbeiten, in der Blütezeit von April bis Mai gesammelt. Man erkennt das Frühlings-Adonisröschen an den leuchtend gelben Blüten und den gefiederten Blattständen. Die Herkunft des Namens bezieht sich aber auf die Arten mit roten Blüten. Nach einer Legende der griechischen Mythologie in den Metamorphosen Ovids soll Aphrodite den, vom eifersüchtigen Gott Mars getöteten, Adonis in diese Pflanze verwandelt haben.



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Autor: Nicole

Name und Aussehen der Taubnessel machen die enge Verwandschaft dieser Pflanze zur Brennnessel deutlich. Im Gegensatz zu ihrer manchmal recht widerspenstigen Schwester, fehlen ihr jedoch die hautreizenden Haare. Die Begegnung fällt so deutlich weniger schmerzhaft aus.

Die purpurne Taubnessel. © FlickrDie Taubnesseln gehören zur Familie der Lippenblütler. Sie können von April bis Oktober geerntet werden. Man erkennt sie an ihren violetten, weißen und -seltener- goldenen Blütenständen. Die Volksheilkunde kennt die Taubnessel als Medizin gegen “Frauenleiden”. Dazu gehören starke Beschwerden während der Menstruation und auch verstärkter Ausfluss, insbesondere bei jungen Mädchen. Zu diesem Zweck wird ein Tee aus den Blättern und Blüten bereitet und sowohl innerlich als auch äußerlich verabreicht. Auch gegen Darmbeschwerden und Krankheiten der Blase sowie bei Entzündungen der Atemwege soll der Tee seine heilenden Kräfte entfalten. Gerade der Schleim der Pflanze sorgt dafür, dass angegriffene Bereiche umhüllt werden. Die Blüten enthalten neben Gerbstoffen auch ätherische Öle. Man kann den süßen Saft, der in ihnen enthalten ist, aussaugen. Auch das soll die Wirkung entfalten. Gegen Hautkrankheiten, wie beispielsweise Furunkel und Ekzeme, helfen Umschläge und Wickel, die in dem Tee aus der Taubnessel getränkt wurden.

Mittlerweile wird die Pflanze neben ihrer heilenden Wirkung auch für ihre Bereicherung des Speiseplans von Gourmets und Liebhabern traditioneller Wildkräuter geschätzt. Man kann sie als Zutat für Salate und, dank ihrer leuchtenen Blüten, auch zur stilvollen Dekoration eines Gerichtes verwenden. Bei der Ernte sollte ebenso, wie bei den herkömmlichen Küchenkräutern verfahren werden.



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Autor: Nicole

Die Schafgarbe gehört zu den Wildkräutern, die in Europa auf Wiesen und am Wegrand recht häufig zu finden sind. Aber auch in Asien und Amerika ist die Schafgarbe seit jeher als Heilpflanze bekannt. Einer Legende nach soll Achilles die Pflanze zur Wundbehandlung benutzt haben. Auf den griechischen Helden weist der wissenschaftliche Name “Achillea millefolium” hin. Im Volksglauben wurde sie unter anderem zum Schutz vor bösen Geistern und Hexen eingesetzt.

Die Schafgarbe © Wikipedia

Die Gemeine Schafgarbe gehört zu den Korbblütlern und gilt als Zeigerpflanze für stickstoffhaltige Böden. Sie kann als Gewürz benutzt werden, viel wichtiger ist jedoch ihre Bedeutung als Heilpflanze. Dafür werden sowohl die krautigen Teile der Schafgarbe, als auch deren Blüten verwendet. Das Kraut wirkt blutstillend und kann für Wunden verwendet werden. Als Tee zubereitet findet es, dank der ätherischen Öle, Verwendung als krampflösendes Mittel. Aber auch gegen Entzündungen und Magen-, Darm- oder Gallenbeschwerden kann der Aufguss helfen. Gesammelt werden können die jungen Blätter von April bis Juni. Die Blüten oder die ganze blühende Pflanze kann in den Monaten Juli und August geerntet werden. Schafgarbe enthält, ebenso wie Waldmeister, Cumarin. Dieser Stoff kann in hoher Konzentration bei Hautkontakt Allergien auslösen. Wenn man also in diesem Punkt vorsichtig sein möchte, muss man die Schafgarbe nichts selbst sammeln. Als aufbereitete Pflanzenarznei kann man sie auch in der Apotheke kaufen.

In der Küche kann das Kraut beispielsweise in Salaten, Quark, Gelees und Saucen als Gewürz Verwendung finden. Da die Blätter aber in größeren Mengen leicht bitter schmecken, sollte Schafgarbe sparsam eingesetzt werden.



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Autor: Nicole

Der Dill ist eine delikate Gewürzpflanze und wird in der Küche oft in Kombination mit Fisch oder Gemüse serviert. Doch der “Anethum graveolens” hat auch eine lange Geschichte als Heilpflanze zu verzeichnen.

Dill © FlickrDer Dill gehört zur Familie der Doldenblütler und kommt aus Zentralasien. Schon die Ägypter kannten den Dill und seine heilende Wirkung. Die römischen Gladiatoren rieben sich vor den Kämpfen mit Dill-Öl ein, da sie dem Kraut stärkende Kräfte zuschrieben. Auch in ihren Speisen und als Kranz für den Kopf fand das Gewürz deswegen Anwendung. Der volkstümliche Aberglaube hält viele Legenden rund um den Dill bereit. Als Mittel für eine erfolgreiche Geburt, zum Schutz vor Hexen und dem Bösen an sich, bei Hochzeiten und vor Gericht. Der Glaube an die Kräfte der Pflanze war vielfältig. An einem Aspekt wird bis heute in ländlichen Gegenden festgehalten: nachdem eine Kuh gekalbt hat, mischt man ihr neben Kümel auch Dill in das Trinkwasser.

Nach Nordeuropa soll die Dill-Pflanze schon im 1. Jahrhundert n. Chr. gelangt sein. Hildegard von Bingen beschrieb den Dill als Pflanze, die die menschlichen Triebe zügelt. Einer der Gründe, warum das Gewürz auch in jedem Klostergarten zu finden war. Darauf beruht wohl auch der Glaube, dass Dill die Potenz vermindere. Darüber hinaus empfahlen mittelalterliche Arzneikundler die Pflanze aber auch als Mittel gegen Schlafstörungen. Dafür legte man Zweige der Pflanze unter das Kopfkissen des Betroffenen. Diese Symptome werden noch heute mit Dill bekämpft, wenn auch auf andere Art und Weise. In der modernen Zeit bewirkt ein Tee aus den Samen der Heilpflanze eine Beruhigung der Nerven und fördert somit auch den gesunden Schlaf.

Dill ist in der Pflanzenheilkunde bis heute ein bewährtes Mittel. Seine ätherischen Öle wirken sich positiv auf Appetit und Verdauung aus, lindern Krämpfe und beruhigen die Nerven. Besonders in Mitteln für kleine Kinder findet er deswegen oft Anwendung. Denn er wirkt gegen Koliken, Bauchschmerzen, stärkt das Immunsystem und hilft allgemein bei jeder Art von Verdauungstörung.

Ein Tee aus den Samen beruhigt die Nerven. © FlickrAus der Küche ist das Gewürz nicht wegzudenken: Gurken werden damit eingelegt, in vielen Saucen zu Fisch ist der Dill unentbehrlich. Sein Geschmack ist angenehm und hervorstechend. Kräuterbroten, Dressings, Essigen und Ölen gibt er eine ganz besondere Facette. Da die Struktur der Pflanze eher zart ist und ihr Geschmack sich durch falsche Lagerung verfälschen kann, sollte der Dill am besten Eingefroren werden. So hat man immer einen Vorrat der Heilpflanze zu Hause.



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Autor: Nicole

Eher unscheinbar, manche meinen sogar hässlich, kommt die Aloe vera daher. Was ihr Äußeres nicht vermuten lässt – in der “Wüstenlilie” stecken weitreichende Heilkräfte. Grund genug, ihr einen festen Platz auf der Fensterbank neben den anderen Heilpflanzen wie Salbei, Katzenminze oder Lavendel zu sichern.

Aloe vera - als Heilpflanze wieder populär © FlickrDie “Echte Aloe”, wie die Aloe vera auch genannt wird, gehört zur Familie der “Affodillgewächse” und zur Gattung der Aloen. Die Wunderpflanze war ursprünglich auf den Kanarischen Inseln beheimatet. Mittlerweile findet man sie aber in vielen Trockengebieten der Erde, denn die Aloe mag es gern warm. Im Winter sollte sie deswegen ins Haus geholt werden. Auch zuviel Wasser bekommt ihr nicht, das sollte man bei der Pflege beherzigen. Da die Heilpflanze ihren Ursprung in der Wüste hat, ist sie komplett auf die Gegebenheiten in der Hitze eingestellt. Die dickfleischigen Blätter speichern unglaubliche Mengen Wasser. In ihnen ist auch das Gel bzw. der Saft enthalten. Beides findet Anwendung in Medizin und Kosmetikindustrie.

Geschichte
Schon in der Bibel werden “Aloebäume, die der HERR pflanzt” (4.Mose 24,6) erwähnt. Daneben sind große Namen mit der Pflanze verbunden. So benutzten Kleopatra und Nofretete die Aloe zur Schönheitspflege, Alexander der Große ließ seine Soldaten damit bei Verletzungen behandeln. Die heilenden Wirkstoffe beschleunigen nicht nur die Wundheilung, sie wirken auch wie ein natürliches Schmerzmittel. In größeren Mengen verzehrt hat die Wüstenlilie eine abführende Wirkung. Alte Naturvölker sollen sie als Abtreibungsmittel gekannt haben. Für die Ausbreitung der Pflanze sind in erster Linie die spanischen Flotten in der Neuzeit verantwortlich. Auch Columbus kannte die Aloe und führte sie auf seinen Schiffen mit, um Verletzungen damit zu heilen. Einträge in seinem Logbuch sollen sie als “Arzt im Blumentopf” beschreiben. In den Anfängen des 20. Jahrhunderts war die Pflanze in der Bevölkerung sehr beliebt, da man noch mit Holzöfen heizte und kochte, die sehr leicht Verbrennungen verursachten. Bis in das 21. Jahrhundert ging die Bedeutung aber etwas unter. Warum die Aloe vera heute wieder so beliebt ist, lässt sich nur mutmaßen.

VerwendungBlüte der Aloe - sie zeigt sich nur, wenn die Pflanze im Freien steht.  © Flickr
Man kann unzählige Produkte erwerben, in denen Aloe vera enthalten ist. Es geht aber auch viel preiswerter und unkomplizierter. Die Zimmerpflanze ist so pflegeleicht, dass selbst “Pflanzenmuffel” und Menschen ohne den sprichwörtlichen “Grünen Daumen” eine Aloe halten können.
Wenn man sich verbrannt oder anderweitig verletzt hat, schneidet man einfach ein Stück eines Blattes ab. Die Haut wird entfernt und das darin enthaltene Gel dann auf die betroffenen Hautpartien gestrichen. Dieser Vorgang kann mehrmals täglich wiederholt werden. Besonders bei Verbrennungen empfiehlt es sich, das abgetrennte Blatt nach der Erstbehandlung im Kühlschrank aufzubewahren. Darüber hinaus kann das Gel auch für Schönheitszwecke eingesetzt werden.

Zur inneren Anwendung gehört eine Vorbereitung des Blattes: Um das Aloin (sitzt zwischen Rinde und Gel) zu neutralisieren, wird die abgetrennte Spitze mit dem Schnitt nach unten für eine Stunde ins Wasser gestellt. Danach kann man die Aloe zu sich nehmen.

Übrigens: Die “Wunde”, die durch das Abschneiden an der Pflanze entsteht, schließt sich von allein und schadet ihr nicht.



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Autor: Nicole

Der Holunder gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse und wächst in Europa, Nordamerika und Asien. Als “Schwarzer Holunder” (Sambrus nigra L.) ist er in unseren Breiten besonders stark verbreitet. Die Pflanzen enthalten in Blättern, Rinde, Samen und unreifen Früchten den giftigen Stoff Sambunigrin, der seine Wirkung erst durch Erhitzen verliert.

Als Heilpflanze ist Holunder etwa seit dem 5. Jahrhundert vor Chr. bekannt. Schon Hippokrates soll die Beeren der Pflanze gegen Erkältungen eingesetzt haben. Auch Hildegard von Bingen und Johannes Kneipp erkannten seine Kräfte. Im Volksglauben drehen sich unzählige Mythen um die Pflanze. Der “Hollerbusch”, wie er früher mundartlich genannt wurde, sollte gegen Böses wirken. Mythologisch ist er der Hausgöttin”Holda” zugeordnet, die wohl den Meisten besser als “Frau Holle” bekannt ist. Neueste Studien belegen, dass die im Holunder in hoher Konzentration enthaltenen Bioflavonoide die Abwehrkräfte stärken. Somit dient die pflanzliche Arznei nicht nur der Heilung, sondern auch der Vorbeugung von Erkältungskrankheiten in der kalten Jahreszeit. Holunder kann aber noch mehr: die Blüten der Pflanze können zu einem Tee verarbeitet werden. Aufgrund seiner harntreibenden und blutreinigenden Wirkung wird er gegen Rheuma und Hautunreinheiten eingesetzt. Hollunder © Flickr Darüber hinaus dient der Aufguss als Mittel bei Entschlackungskuren, kann gegen Erkältungen und Husten inhaliert und als Schwitzkur gegen Fieber eingesetzt werden. Zurückzuführen ist dieser Effekt auf die ätherischen Öle. Sie bilden einen Aromakomplex, der schleimlösend und schweißtreibend wirkt. Die leicht abführende Wirkung macht Holunderblütentee zu einer sanften Medizin bei Verstopfung und Magenbeschwerden. In den Beeren der Pflanze soll die meiste Heilkraft stecken. Sie entsteht durch die besonders hohe Konzentration an Vitamin C, der Wunderwaffe, die das Immunsystem stärkt und die Heilung grippaler Infekte nachweislich beschleunigt.

Auch Blätter und Rinde werden aufgrund ihrer hautberuhigenden Wirkung verwendet: als Kompressen und Salben aufbereitet helfen sie bei Quetschungen, Prellungen und oberflächlichen Wunden direkt auf den betroffenen Stellen. Um gerade während “Grippewellen” das Immunsystem zu stärken kann man mit Holunder als Saft, Gelee oder Sirup sehr einfach und effektiv die Ernährung ergänzen. Regionale Küchen kennen darüber hinaus auch die in Pfannkuchenteig frittierten Holunderblüten und das Muß der Beeren als Zutat zum Backen und für Rote Grütze. Da der reine Saft eine sehr herbe Geschmacksnote hat, wird er oft mit süßen Fruchtsäften vermischt getrunken. So ist er selbst für Kinder, die Arzneien oft aufgrund ihres bitteren Geschmacks ablehnen, eine akzeptable Medizin und eine natürliche Alternative zu den teuren, chemisch hergestellten Mitteln der  Pharmaindustrie.



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Autor: Kristin

Wermut oder Alsem (Artemisia absinthium) ist dem Menschen seit den Zeiten des Alten Testaments als Pflanze mit ambivalenten Wirkungen bekannt.
Der verzweigte Halbstrauch wächst in trockenen Gegenden auf der ganzen Welt und kann mehr als einen Meter hoch werden. Trotz seines bitteren Geschmacks wurde der Wermut aufgrund seiner anregenden Wirkungen von alters her geschätzt – sein Name „Erhalter der Sinne“ weist darauf hin. Hildegard von Bingen bezeichnete ihn gar als „Meister über alle Erschöpfungen“. Wermut arthemisia absinthum
Aber auch seine Nebenwirkungen waren bekannt und wurden zum Teil bewusst provoziert: Wer zu viel Wermut konsumiert, kann unversehens in Schwindelzustände geraten; im Mittelalter machte man von seinen halluzinogenen Eigenschaften ausgiebig Gebrauch – nicht zuletzt Hildegard selbst ist für ihre häufigen Visionen bekannt.
Während die moderne Medizin sich des Wermuts besonders wegen seiner den Magen anregenden Eigenschaften bedient, wurde er in der tradierten Medizin bis ins 20. Jahrhundert bei Appetitlosigkeit, Erbrechen und Magenleiden, aber auch zur Abtreibung angewendet; Wermut in großen Mengen kann zur Abstoßung des Fetus führen. In der (umstrittenen) Homöopathie wird Wermut, bzw. das destillierte Absinthium, auch bei Halluzinationen, Alpträumen und Amnesien verabreicht.
In der Neuzeit spielte der Wermut besonders als Bestandteil alkoholischer Getränke (Absinth, Vermouth) bekannt. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchte man, die schädigenden Wirkungen des Absinths auf den Wermut zurückzuführen, freilich mit bescheidenem Erfolg; inzwischen ist hinlänglich nachgewiesen, dass die Nebenwirkungen hohen Absinthkonsums letztlich durch den Alkoholgehalt von 50 bis 80 Prozent bedingt werden.
In der Küche wird Wermut so gut wie gar nicht gebraucht. Seine Bitterkeit liegt dem sprichwörtlichen „Wermutstropfen“, der noch die süßeste Speise verbittert, zugrunde.
In der Medizin findet er Anwendung wegen seiner den Magen anregenden Eigenschaften.



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Autor: Kristin

Die Anwendung der Echten Katzenminze (Nepeta) in der Heilkunde.

Die Katzenminze gehört seit geraumer Zeit zu den beliebtesten Heilpflanzen – so wird sie von dem Abt Walahfrid Strabo in seinem 827 entstandenen Lehrgedicht “Liber de Cultura hortorum” erwähnt. Danach war ihr ein Siegeszug durch die Kräuterküchen mittelalterlicher Klostermedizin gewiss, und in der Tat versäumen weder Hildegard von Bingen noch Odo Magdunensis in ihren einflussreichen Büchern auf die heilenden Kräfte der zarten Pflanze hinzuweisen.

Gewöhnlich wird aus den Blättern der Katzenminze ein Tee oder Sud bereitet. Das Wasser darf dabei nicht kochen, da sich sonst die wertvollen ätherischen Öle zu verflüchtigen drohen. Der Tee wirkt lindernd auf Fieber und Krämpfe, ferner werden ihm positive Auswirkungen auf Bronchitis, Grippe und gewöhnliche Erkältungen nachgesagt. Katzenminze hat eine beruhigende, leicht euphorisierende, schmerzdämpfende Wirkung, ihre Blätter wurden darum früher oft gegen Zahnschmerzen gekaut.
In den Ölen der Katzenminze ist Nepetalacton enthalten, ein Stoff, der gegen Bakterien, Pilze und Hefen wirksam ist. In Verbindung mit dem ebenfalls in der Katzenminze enthaltenen Actinidin üben sie die allgemein bekannte Anziehungskraft auf Katzen aus.

Man nennt sie auch das LSD für Katzen. :-)



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Autor: Kräuterhexe

Die heilende Wirkung von Echtem Lavendel (Lavandula angustifolia) ist den Menschen schon seit Jahrtausenden bekannt. Er beruhigt Körper und Seele. Das duftende Kraut lindert viele Beschwerden und fördert durch seine antiseptische (keimtötende) Wirkung die Wundheilung.

Für den intensiven Duft sind die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle wie Kampfer und Lamiaceen-Gerbstoffe (Rosmarinsäure, Cumarine, Flavonoide) verantwortlich. Diese stecken vor allem in den Blüten, wo die heilenden Kräfte der Pflanze verborgen sind.

Allseits bekannt ist das Lavendelöl, das aus der Hausapotheke kaum noch wegzudenken ist. Lavendel eignet sich sowohl zur äußeren als auch zur inneren Anwendung. Äußerlich fördert das Öl die Durchblutung und hilft gegen Muskelkater und Verspannungen. Innerlich hilft es bei Unruhe und Schlafstörungen sowie bei der Behandlung von Reizdarm oder nervösen Darmbeschwerden. Ein Lavendelsäckchen über dem Bett oder ein Tropfen konzentriertes Lavendelöl auf dem Kopfkissen geträufelt helfen bei Einschlafstörungen. Lavendel wird auch bei nervösen Herzleiden, Asthma und Nervosität eingesetzt, aber auch bei Gallenleiden, Magenerkrankungen, Depressionen, Migräne und Kopfschmerzen.

Als Tee löst Lavendel Verkrampfungen und Blähungen, beruhigt den Darm oder Reizmagen und macht angenehm müde. Er hat eine beruhige Wirkung auf Seele und Körper.

Lavendel lässt sich im lateinischem auf „lavare“ zurückführen und bedeutet „waschen“. Deshalb wird es gern als Zusatz für Wasch- und Badewasser benutzt. Sehr beruhigend ist ein Lavendelbad. Der Körper entspannt sich und der Kreislauf und die Durchblutung werden angeregt. Dies ist besonders gut für Menschen mit niedrigem Blutdruck geeignet. Die im Lavendel enthaltenen Gerbstoffe beugen außerdem Hautproblemen vor und fördern deren Heilung.

Lavendel



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