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Das gesunde Öl aus Leinsamen

Das gesunde Öl aus Leinsamen

Flachs ist ein wahrer Tausendsassa. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Nordafrika und dem Gebiet von der Osttürkei bis in den Iran. Heute ist die Pflanze auch bei uns heimisch und liefert uns Pflanzenfasern zur Herstellung von Leinen, Leinsamen fürs Brot und fürs Müsli und vor allem: Leinöl.

Der gemeine Lein

Die Flachs-Pflanze, auch gemeiner Lein genannt, ist eine alte Kulturpflanze, die heute außer in Europa vor allem in Kanada und in China angebaut wird. Kanada produzierte 2006 über eine Million Tonnen Leinsamen. Die Pflanze selbst ist Rohstoffquelle für Langfasern (15 % der Stängelmasse) die zu Leinen verarbeitet werden. Für Leinen zu kurze Fasern werden zu Papier oder Dämmstoffen verarbeitet. Die Leinsamen werden in der Hauptsache zur Leinölgewinnung verwendet. Es dient unter anderem zur Herstellung von Farben, Firnissen und Linoleum – aber auch zu Speiseöl. Der bei der Ölgewinnung zurückbleibende Leinkuchen wir meist als Viehfutter verwendet, da er sehr viel Protein enthält.

Das gesunde Leinöl

Leinöl ist verhältnismäßig dickflüssig und hat einen intensiven, nussigen Geschmack. Es wurde früher vor allem bei ärmeren Leuten verwendet. Das bekannte Armeleute-Essen „Pellkartoffeln und Quark“ beispielweise wurde traditionell mit Leinöl verfeinert. Das Öl Ist extrem reich an Omega-3-Fettsäuren: Ein Anteil von bis zu 70 Prozent wurde bei kaltgepresstem Leinöl nachgewesen. Rapsöl (neun Prozent) und Lachs (vier Prozent), die man gemeinhin für gute Omega-3-Lieferanten hält, fallen im Vergleich zu Leinöl deutlich ab. Zusätzlich enthält Leinöl Alpha-Linolensäure. Diese wirkt entzündungshemmend und vorbeugend gegen Herzinfarkt, Schlaganfall und Thrombosen. Kaltgepresstem Leinöl sollte man immer den Vorzug geben, da mehr wertvolle Inhaltsstoffe erhalten sind. Nachteil ist jedoch die geringere Haltbarkeit. Leinöl kann bei Kontakt mit Licht und Luft schnell ranzig werden. Außerdem wird es bitter im Geschmack. Daher sollte es nur in kleinen Mengen gekauft und im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Die Nährwerte von Leinöl (je 100 Gramm)

  • 922 Kalorien,
  • 98 Gramm Fett,
  • Null Gramm Eiweiß, Ballaststoffe und Kohlenhydrate.

 

Foto: Fotolia, 65174621, Heike Rau

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1 Comment

  • Reply
    Petra K.
    28. Juli 2017 at 16:47

    Leinöl kann man auch in der Flasche gut einfrosten, die Flaschen gehen nicht kaputt, wenn sich nicht zu voll sind. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

    LG Petra K.

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