Den Besuch mit “Unkraut” bewirten
Heute habe ich einen Web-Tipp für Hobbyköche und Gourmets, die sich einmal an Wildkräuter wagen wollen aber nicht genau wissen, wie.

Der Kölner Stadtanzeiger brachte unlängst einen Artikel über Wildkräuter heraus. Neben guten Tipps zum Sammeln werden unter der etwas reißerischen Überschrift “Kochen mit Unkraut” Rezepte vorgestellt, die erstens praktikabel und zweitens wohl auch lecker sind. Da kann man den geladenen Besuch ruhig mal mit Gänseblümchenkapern verwöhnen oder ihm einen Gierschsalat vorsetzen.

Vielleicht sollte man zunächst gar nichts sagen und erst mit der Wahrheit herausrücken, wenn alles verputzt ist. Denn manche Menschen, das zeigt nicht nur die Kölner Überschrift, sind nach wie vor skeptisch, was das Essen von “Unkraut” angeht. Anders sieht es übrigens aus, wenn man Nörglern die Pflanzen auf ihrem Teller als Wildkräuter schmackhaft macht. Da klingeln dann die Alarmglocken, denn mittlerweile zeigt jede piefige Kochshow ein Rezept zum Thema. Die Luxus-Restaurants des Landes sind sowieso schon infiziert und natürlich wird das gemeine Fußvolk auch darüber in den dazugehörigen TV-Sendungen informiert. Wie bei so vielen Dingen im Leben geht es nur darum, ein Produkt richtig zu verkaufen. Eben auch bei den skeptischen Familienmitgliedern oder wenn Berufsnörgler zum Essen kommen.
Übrigens: In der Kölner Redaktion gilt Pfefferminze scheinbar auch als “Unkraut”. Ahja.

