Kräutergarten

Der Komposthaufen im Kräutergarten

Gartenbesitzer wissen im Herbst oft nicht wohin mit den Pflanzenabfällen. Vieles wird zurückgeschnitten, das Laub häuft sich und auch die meisten Kräuter gehen gestutzt in den Winterschlaf.

Die Lösung ist so nahe liegend und wird doch oft übersehen: Ein Komposthaufen schafft Ordnung im Garten und sorgt für nährstoffreichen Humusboden, der spätestens im kommenden Sommer gebraucht wird. Der Platz für den Komposthaufen sollte im Halbschatten sein, damit die Schichten später nicht austrocknen. Beim Anlegen besteht die Wahl zwischen offenen und geschlossenen Systemen. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie stehen direkt auf dem Boden und sind nicht durch Folie oder Steine isoliert. Das ist später wichtig, damit die nützlichen Insekten (z.B. Regenwürmer) und auch bestimmte Mikroorganismen in den Kompost eindringen können.

Was passiert im Komposthaufen?
Innerhalb der Schichten aus verschiedenen Garten- und Hausabfällen befinden sich viele unterschiedliche Mikroorganismen. Sie beginnen damit, die pflanzlichen Stoffe aufzunehmen und dann umzuwandeln. Während dieses Vorgangs entstehen im Inneren des Haufens Temperaturen um die 70 °C. In einem späteren Schritt siedeln sich Pilze an, die sich in der mittlerweile um etwa 20 °C kühleren Atmosphäre sehr wohl fühlen. Haben sie ihre Aufgabe getan, kommen etwas größere Lebewesen, wie die schon weiter oben erwähnten Regenwürmer zum Zug und vollenden den Zersetzungsprozess. Danach folgt eine längere Phase, in der die ehemaligen Abfälle letztendlich zu Humus heranreifen. Um die vielschichtigen Prozesse in Gang zu halten sollten gerade geschlossene Systeme bei zu starker Austrocknung gewässert werden, außerdem begünstigt eine intelligente Schichtung die Reifung.

Welche Abfälle in den Komposthaufen gehören und welche nicht, erklärt eine Serie, die noch in dieser Woche (also rechtzeitig zum Frühherbst, der besten Zeit für Kompost) vollendet wird.

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