Kräuter als Heilmittel/ Kräutersorten

Die Brennnessel in Küche und Medizin

Wer schon den Schmerz spürte, den Brennnesseln verursachen, kann sich kaum vorstellen, dass diese Pflanzen tatsächlich essbar sind.

Gesund sollen Brennnesseln obendrein sein. Als Wildkraut haben sie neben Bärlauch längst ihren Weg aus der Verbannung angetreten. Was früher als Unkraut denunziert wurde, kommt heute auf den Tisch. Die jungen Triebe der krautigen Pflanzen sind voller Vitamine. Sie können gepflückt und zu Salat oder Gemüsebeilagen verarbeitet werden. Die Brennhaare verlieren durch eine Dusche mit reichlich Wasser oder auch durch Blanchieren ihren Schrecken.
Früher war die Brennnessel ein Essen für arme Leute. Ihre weitreichende Verbreitung machte sie zu einer fast überall verfügbaren Nährstoffquelle. Skeptiker können übrigens für den Anfang auf die Taubnessel zurückgreifen, die keine Brennhaare besitzt und deswegen auch keine Schmerzen verursachen kann.

Die Medizin hat das Kraut schon seit längerem wiederentdeckt. Neben ätherischen Ölen, Vitaminen und Mineralstoffen enthalten Brennnesseln so genannte Caffeoyl-Chinasäuren, die bei Entzündungen und Schmerzen wirken. So kann die Pflanze bei Arthrose und Rheuma eingesetzt werden und sogar bei Magen-Darm-Beschwerden und Atemwegserkrankungen helfen. Da Brennnessel darüber hinaus auch eine harntreibende und entwässernde Wirkung hat, wird sie bei Wassereinlagerungen und Prostataerkrankungen eingesetzt. Die Pflanzenheilkunde nutzt zudem die Wirkung des Krautes bei Durchfall, Haarausfall, Allergien, Ekzemen und Ausschlägen. Wer die Brennnessel selbst sammelt kann sie trocknen und zu Tee verarbeiten oder als Umschlag verwenden. In der Apotheke findet man außerdem neben Medizinaltees auch Kapseln und Säfte.

Aus Omas Wissenschatz stammt auch die Verwendung im Garten. Brennessel über ein bis zwei Tage in Wasser eingelegt, ergibt ein hervorragendes Mittel gegen Schädlinge. Durch die in der Pflanze enthaltene Kieselsäure werden Blätter und Triebe gefestigt und können sich so besser gegen Blattläuse, Raupen und anderes Getier zur Wehr setzten.

Teile diesen Artikel...Share on FacebookTweet about this on Twitter

Auch interessant

  • Natalie Harguen
    28. Dezember 2011 at 14:40

    Ich habe immer so ein seite gesucht, jetzt habe ich sie gefunden! Danke!!