Kräutersorten

Die Gemeine Myrte: Raumspray und Gewürz

Gerade Gerüche von Tieren und auch Essensdüfte kann man mit einem selbstgemachten Raumspray aus Myrte neutralisieren.

Der Vorteil: Die Inhaltstoffe der Pflanze aus der Familie der Myrtengewächse übertünchen den Geruch nicht, sondern entfernen ihn. Es reichen einige Tropfen auf einem Liter Wasser. Die fertige Mischung sollte man nicht allzu lange stehen lassen, denn die ätherischen Öle verfliegen irgendwann und es bleibt nur ein Bruchteil des ursprünglichen Aromas zurück. Myrtenöl bekommt man in der Apotheke. Achten Sie auf 100 % naturreine Erzeugnisse.

Myrtus communis, die Gemeine Myrte, wächst vor allem in Mittelmeerländern. Dort findet man sie als Strauch, der ab Mai bis ungefähr August kleine weiße Blüten und später Früchte trägt. Die Beeren haben leichte Ähnlichkeit mit Heidelbeeren. Früher wurden sie für die Herstellung der berühmten Mortadella verwendet. Ansonsten eignen sie sich auch zum Würzen von Wild und als Ersatz für Pfeffer. Zusammen mit den Blättern kennt man die Früchte der Myrte in einigen Ländern auch in flüssiger Form: Der Mirto (Sardinien) oder Myrtéi (Korsika) ist dort nach dem Essen sehr beliebt und somit ein Digestif, vergleichbar mit dem hierzulande bekannten. Das Myrtol im ätherischen Öl der Myrte wird in der Medizin angewendet.

Früher war die Myrte eine sehr beliebte Zimmerpflanze, ist jedoch von anderen Pflanzen verdrängt worden. Der langen Geschichte der Pflanze und ihrer Bedeutung in der Medizin werde ich demnächst eigene Beiträge widmen.

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