Kräutersorten

Die Goldmelisse

Die „Monarda didyma“ kommt ursprünglich aus Nordamerika. Schon die amerikanischen Ureinwohner, genauer gesagt die „Oswego-Indianer“, kannten die Pflanze und bereiteten einen schmackhaften Tee zu. Dieser Umstand sollte in die Geschichte eingehen.

Die „Boston Tea Party“ am 16.12. 1773 verhalf der Goldmelisse ein Stück weit zu Berühmtheit. Die amerikanischen Kolonien boykottierten den englischen Tee aufgrund hoher Steuern und Importzölle. Später wiegelte sich dieser Konflikt weiter auf. Die Folge war der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Um nicht auf Tee verzichten zu müssen, nahmen die Kolonialbürger einen Brauch der Ureinwohner an: sie bereiteten sich Tee aus den Blüten der Goldmelisse. Noch heute ist der Tee beliebt.

Deswegen und wegen der ausgesprochen dekorativen Wirkung der Pflanze, komplettiert sie einen gut bestückten Küchengarten. Das Kraut steht gern in der Sonne, auf einem fruchtbarem Boden. Blätter und Blüten eignen sich zum Trocknen. Die Blühte erfolgt in der Sommermitte über mehrere Wochen, wobei die Farben von Weiß bis in vielfältige Pink- und Rottöne reichen. Außer für Tee kann man die Blüten zur Herstellung eines Erfrischungsgetränks (wie aus Holunderblüten) und als Dekoration für Suppen und Salate verwenden. Ein Kräutergelee mit Goldmelisse sieht nicht nur hervorragend aus, sondern schmeckt auch gut. Besonders wenn man andere Kräuter, wie die Zitronenmelisse oder den Ysop, hinzufügt. Die enthaltenen ätherischen Öle der winterharten Mehrjährigen entsprechen in ihrer Zusammensetzung denen, die man in Thymian findet. Darum kann man die „Monarda didyma“ auch für die selben Beschwerden einsetzen. Ihre Wirkung ist in jedem Fall weniger stark.

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