Kräutersorten

Die Mistel – heilige Pflanze der Druiden

Artikelgebend ist Mistel.

Die Mistel wurde von den Druiden als heiligste aller Pflanzen verehrt. Sie wurde ausschließlich während der Götterverehrung mit einer goldenen Sichel geerntet und durfte dabei nicht den Boden berühren. Das Mistelkraut galt einst als Allheilmittel und besitzt tatsächlich große Heilwirkung. Heute wird die Mistel hauptsächlich gegen Bluthochdruck und als begleitende Therapie gegen Krebs eingesetzt.

Wo wächst die Mistel?

Die Mistel wächst vorzugsweise auf Robinien, Pappeln, Apfelbäumen und Tannen. Selten auch auf der Eberesche, Kiefer, Weide, der Linde und auf Eichen. Auf Eichen wachsenden Misteln wird eine besonders kräftige Heilwirkung zugeschrieben, was jedoch nicht wissenschaftlich bestätigt ist und eher als alter Aberglaube abgetan werden kann. Der sogenannte „Halbschmarotzer“ ernährt sich durch Flüssigkeit, die er seinem Wirt, dem Baum entzieht.

Misteln selber sammeln

Gerade zur Weihnachtszeit werden die grünen Mistelzweige gerne gesammelt und als Dekoration verwendet. Oft ist zu lesen, dass dies verboten wäre, weil die Mistel unter Naturschutz stünde und nicht gesammelt werden darf. Doch diese Behauptung stimmt nicht. Für den Eigenbedarf darf die Mistel geerntet werden. Es ist lediglich verboten, die Mistel in größeren Mengen zu ernten, sie gewerbsmäßig zu verarbeiten und zu verkaufen.

Was ist bei der Ernte zu beachten?

Der Baum darf bei der Mistelernte nicht verletzt werden. Äste absägen oder abzukneifen, nur um an eine Mistel zu gelangen, ist definitiv verboten.

Misteln kaufen

Am praktischsten ist es, wenn man die Mistelzweige auf dem Weihnachtsmarkt oder im Blumenladen kauft. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Ernte aus heimatlichen Gefilden stammt, denn da die Mistelernte sehr mühsam und beschwerlich ist, stammen viele Misteln aus Ländern, in denen dürftig entlohnte Tagelöhner diese Arbeit verrichten (müssen).

Der Mistel werden folgende Heilwirkungen zugeschrieben:

Blutstillend, entzündungshemmend, krampflösend, harntreibend und tonisierend.

Sie wird gegen folgende Krankheiten eingesetzt:

Beschleunigter Puls, Herzschwäche, Magenschwäche, Verstopfung, Fieber, Ödeme, Arteriosklerose, leichte Formen von Diabetes, Nervenschwäche, Gallenschwäche, Schwindel, Kopfschmerzen, Arthrose, Rheuma und Gelenkentzündungen, Menstruationsbeschwerden, Gebärmutterentzündungen und Beschwerden, Krampfadern, Epilepsie, Geschwür und Ekzeme sowie in der Krebstherapie.

Eigenbehandlung mit der Mistel

Die Mistelzweige werden zu einem Tee verarbeitet, der sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden kann. Die Eigenbehandlung, ohne ärztlichen Rat, ist jedoch nicht zu empfehlen, denn die Pflanze (vor allem die Mistelbeere) ist leicht giftig.


Artikelbild: Meliha Gojak – Fotolia

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