Kräutersorten/ Ratgeber

Die Poleiminze

Die Poleiminze gehört in Deutschland zu den gefährdeten Arten. Darum sollte sie niemals wild gesammelt werden.

Sie wächst vor allem in feuchten Gebieten: An Flussufern, Seen und auf stark feuchten Wiesen. Kultiviert findet man zwei Varianten: Die Amerikanische Poleiminze (Hedeoma pulegioides) und die Poleiminze (Mentha pulegium). Bei ersterer handelt es sich um eine winterharte Einjährige, die Gemeine Poleiminze ist eine winterharte Mehrjährige. Beide Pflanzen werden ungefähr 30 bis 40 Zentimeter hoch, wobei die amerikanische Sorte eher aufrecht wächst, die europäische bildet tiefliegende Triebe, die sich wie ein Teppich auf die Erde legen.

 Poleiminzen blühen meist in der zweiten Hälfte des Sommers. Mein Exemplar auf dem Balkon ist jetzt im Juni etwas früh dran. Die Blüten sehen aus wie kleine Quirle, die unter den Blattachseln erscheinen. Brechen die Röhrenblüten auf, haben sie eine fliederne Farbtönung.

Obwohl beide Varianten nach Minze riechen, sollten sie nicht verzehrt werden, da sich der Stoff Pulegon in ihnen befindet. Dieser kann bei Überdosierung starken Brechreiz und Atemlähmung hervorrufen. Bei regelmäßiger Einnahme drohen Leberschäden.

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