Kräutergarten

Die Quitte – Renaissance einer Frucht

Die Quitte – Renaissance einer Frucht

Die Quitte ist ein Kernobst, das zu den Rosengewächsen gehört. Sie ist mit Äpfeln und Birnen verwandt. Die in Deutschland weniger verbreitete Frucht erlebt ein Comeback – Sie schmeckt nicht nur gut als Gelee oder Kompott, sie ist obendrein auch noch gesund.

Herkunft und Ernte

Die ursprünglich aus dem Iran, dem Kaukasus und Armenien stammende Frucht, hat einen säuerlich-herben Geschmack. Die in Deutschland angebauten Sorten können nicht roh verzehrt werden, da sie hart und holzig sind und wegen des hohen Gerbstoffanteils einen bitteren Geschmack haben. Es gibt aber auch Sorten, die roh genossen werden können, beispielsweise die Shirin-Quitte aus der Türkei. Geerntet werden die Quitten in der Zeit von Ende September bis November. Die Früchte vertragen niedrige Temperaturen oberhalb des Gefrierpunkts, sollten jedoch geerntet werden, bevor länger anhaltende Fröste auftreten. Wenn die Früchte nach der Ernte noch gelagert werden sollen, dürfen diese nicht zu reif geerntet werden. Dass die Quitten reif sind erkennt man daran, dass sie eine goldgelbe Farbe haben, intensiv duften und sich leicht vom Baum abdrehen lassen.

Zubereitung von Marmelade und Gelee

Wenn die Früchte noch von Flaum bedeckt sind, muss dieser vor der Weiterverarbeitung entfernt werden, da er Bitterstoffe enthält. Anschließend werden die Quitten geschält, entkernt und zerkleinert. Um zu vermeiden, dass die zerkleinerten Früchte braun werden, kann man diese mit etwas Zitronensaft beträufeln. Durch den hohen Pektingehalt lassen sich Quitten perfekt zu Marmelade oder Gelee verarbeiten. Hierbei kann man in den meisten Fällen auf den Einsatz von Gelierzucker verzichten und normalen Haushaltszucker verwenden. Lassen Sie die Quitten mit dem Zucker lang genug kochen, damit das Pektin aus der Frucht freigesetzt wurde. Mit zunehmendem Reifegrad wir das in den Quitten enthaltene Pektin abgebaut, weshalb man die Quitten nicht zu reif werden lassen sollte.

Inhaltsstoffe und Naturheilkunde

Die Quitten enthalten neben viel Vitamin C auch die Mineralien Kalium und Natrium, sowie die Spurenelemente Zink, Eisen, Kupfer und Mangan. Das Fruchtfleisch der Quitte wird traditionell eingesetzt um Halsbeschwerden und Verdauungsstörungen zu behandeln. Aber auch die schleimbildenden Kerne der Quitten werden in der Naturheilkunde eingesetzt um Hustenreiz zu lindern und die Verdauung anzuregen. In der Anthroposophischen Medizin wird eine spezielle Zubereitung aus der Quittenschale und Zitrusfrucht zur Behandlung von Heuschnupfe erfolgreich eingesetzt. Es gibt Injektionen, Nasenspray und Augentropfen.


Bild: Thinkstock, 467021242, iStock, esokolovskaya

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