Kräutersorten

Die Ringelblume im Aberglauben

Wussten sie, dass die Ringelblume Wetterfröschen Konkurrenz macht und sie schon von den alten Römern geschätzt wurde?

An den Blüten kann man einer Bauernregel zufolge ablesen, ob der Tag sonnig wird. Wenn diese sich am frühen Morgen bis sieben Uhr öffnen, wird das Wetter schön. Die Blüten waren es auch, denen die Ringelblume ihren Namen verdankt: Im Mittelmeerraum kann die Pflanze nämlich fast das ganze Jahr über blühen, und zwar immer am Anfang eines Monats. Diese Eigenart erkannte man schon in der Antike, weswegen die Römer ihr den lateinischen Namen Calendula gaben, der sich vom Wort «Calendae» (Monatsanfang) ableitet. Ihren deutschen Namen hat die Ringelblume von den ringelförmigen Samen. Durch die eigentümliche Form, die wie ein Widerhaken wirkt und sich so z.B. an Tieren festhaken kann, verbreitet sich das blühende Kraut.

Normalerweise blüht die Blume von Mai bis Oktober. Wenn jedoch das Wetter stimmt, kann sie sogar bis in den Winter hinein den Garten schmücken. Um dies zu unterstützten sollte man sie am besten in der Sommermitte nachsähen.

Bei der Ringelblume handelt es sich um die Pflanze, mit der man früher das bekannte Zupfspiel „Er liebt mich, er liebt mich nicht…“ gemacht hat. Um von ihren Angebeteten zu träumen trugen junge Mädchen vor dem Zubettgehen eine Salbe aus der Calendula auf und beteten zum Heiligen Lukas. Ob sich die Träume erfüllt haben, ist nicht überliefert. Vielleicht sollte ich das demnächst mal ausprobieren. 😉
Schlecht kann das jedoch nicht gewesen sein, denn ein Traum, nämlich der von zarter Haut, sollte sich damit ganz sicher erfüllt haben. Die Ringelblume ist aber nicht nur gut als Hautpflegemittel. Was sie noch kann, wird sicher in der nächsten Zeit hier nachzulesen sein.

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  • caro
    23. Februar 2009 at 00:31

    Hallo Nicole – dein Beitrag ist sehr interessant – was aber machen die Bilder von der Tagetes (Studentenblume) im Text?

    caro

  • Nicole
    23. Februar 2009 at 17:30

    Hallo Caro, danke für deinen Hinweis.
    Das passiert, wenn man mal die Brille beim Schreiben nicht auf hat. 😉