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Diese Kräuter wehren Schädlinge ab

Diese Kräuter wehren Schädlinge ab

Im Frühling und Sommer dient der Garten vielen Menschen als zweites Wohnzimmer. Bereits im Frühling wurde deshalb in mühsam der Garten umgegraben, Unkraut entfernt, Blumen gepflanzt und abschließend gedüngt. Spätestens im Sommer kann der Anblick des schönen Gartens dann genossen werden. Umso ärgerlicher ist es, wenn Schädlinge sich an den Pflanzen zu schaffen machen. Was ist jetzt zu tun?

Die Natur regelt’s – Die Abwehrmechanismen der Pflanzen

Viele Pflanzenarten haben im Laufe der Evolution Abwehrmechanismen gebildet, um Schädlingsbefall abzuwehren. Das gilt nicht nur in der Pflanzen- sondern auch in der Tierwelt. Besäße die Wespe ihren giftigen Stachel nicht, würde sie sicherlich dem ein oder anderen insektenfressenden Tier zum Opfer fallen. Bei Pflanzen kann die Abwehr sowohl äußerlich als auch innerlich vollzogen werden. Während der Weißdorn oder die Rose sich durch ihre Dornen schützen, besitzen andere Pflanzen wiederum Inhaltsstoffe, deren Wirkungen ganz unterschiedlich ausfallen können. Insekten können entweder durch Duftstoffe, die bestimmte Pflanzenarten verströmen, vertrieben werden oder aber sie verenden, weil sie in einigen Gewächsen enthaltene, giftige Inhaltsstoffe gefressen haben.

Das hilft bei Insekten

Doch welche Pflanzen können verhindern, dass das Gartenparadies von hungrigen Schädlingen heimgesucht wird? Helfen können Lavendel, Oregano, Salbei und Thymian. Diese Pflanzen sondern Duftstoffe ab, die zum Beispiel Blattläuse in die Flucht schlagen. Möchten Sie Ihre Rosen vor den gefräßigen Tieren schützen, pflanzen Sie Lavendel in der Nähe Ihrer Rosen an. Die im Lavendel enthaltenden ätherischen Öle verhindern, dass sich Blattläuse an den Gewächsen festsetzen und sie zerstören. Plagen sich Ihre Pflanzen hingegen mit Schnecken oder Raupen herum, pflanzen Sie Salbei. Der Inhaltsstoff Thujon, welcher in ihm steckt, bekommt den Schädlingen nicht. Salbei wird daher vor allem in Naturgärten angepflanzt.

Mehltau auf Pflanzen bekämpfen

In diesem Fall von Schädlingsbefall sind zwar keine Insekten für den Schaden verantwortlich, aber Pilze wie Mehltau, die für unschöne Flecken auf den Pflanzen sorgen. Wenn der Mehltau erst einmal da ist, ist er eher schwer wieder loszubekommen. Durch die gezielte Anpflanzung von Kräutern wie Kerbel, Knoblauch oder Schnittlauch kann der Entstehung von Mehltau allerdings vorgebeugt werden. Das Auftauchen von Mehltau ist meisten ein Zeichen dafür, dass Böden oder Erden, in denen sich die Pflanzen befinden, überdüngt sind. Bei ersten sichtbaren Zeichen von Mehltau sollten sie die Stickstoffdüngung daher unterlassen.

Kräuterjauche als Pflanzenschutzmittel

Als Alternative zum industriell hergestellten Düngemittel können Sie selbst Brennnesseljauche oder Brennnesselauszüge herstellen. Es handelt sich dabei um ein natürliches Pflanzenschutzmittel, welches Sie leicht selbst herstellen können. Die Anwendung der Kräuterjauche kann den Befall durch Insekten wie Blattläuse, Raupen oder Thripsen verhindern, da die Jauche auf die Insekten abschreckend wirkt.
Für die Herstellung der Jauche benötigen Sie zirka 1 kg Brennnesselblätter, sowie 10 Liter Wasser im Eimer. Warten Sie anschließend ab, bis sich der durch den Ansatz gebildete Schaum aufgelöst hat. Das Wasser sollte eine dunkle Farbe angenommen haben. Um den strengen Geruch der Jauche zu minimieren, können Sie dieser Urgesteinsmehl oder Zeolithmehl zufügen. Für die Anwendung auf den Pflanzen verdünnen Sie die Jauche mit Wasser. Ein Mischverhältnis von 1:10 (Eine Einheit Jauche und 10 Einheiten Wasser) ist dabei optimal. Die Jauche kann als Gießwasser genutzt oder aber direkt auf die Pflanze aufgetragen werden.

Img: Pixabay,397870 , ketchupbrause

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