Kräutersorten

Diptam

Einige Menschen glauben, dass Diptam der „Brennende Busch“ ist, den Moses einer Bibelerzählung zufolge auf dem Berg Sinai sah. Dieser Umstand hängt mit einer botanischen Besonderheit des Rautengewächses zusammen.

„Dictamnus albus“ wird im Volksmund auch Aschwurz genannt. Die mehrjährige Pflanze steht aufgrund ihrer geringen Verbreitung seit Mitter der 1930-er Jahre unter Naturschutz und darf nicht gesammelt oder zerstört werden. Der lateinische Name kommt vom griechischen „Dicte“, der Name für einen Berg auf Kreta und „Thamnos“, was übersetzt nicht anderes als Strauch heißt und darauf hindeutet, dass Diptam auf dem besagten Berg häufig vorkam.

Im Mittelalter kannte man das Kraut als Mittel gegen Schlangenbisse und Vergiftungen. Auch Hysterien wurden damit behandelt. Die Volksmedizin führt die Pflanze bei Symptomen wie Fieber und Rheuma als Heilmittel auf. Diptam soll zudem eine schleimlösende und antibakterielle Wirkung haben. Diese Anwendungen sind jedoch allesamt theoretisch, da die Pflanze nicht mehr in der Heilkunde verwendet wird.

Sensationelles können die Blüten des Strauches: Sie sind von Mai bis Juni in Traubenständen zu finden und geben bei starker Hitze sehr hohe Konzentrationen ätherischer Öle ab. Durch einen chemischen Prozess entsteht dabei Gas, dass sich, kommt starke Hitze hinzu, selbst entzünden kann. Es soll auch Menschen geben, die schon mit einem Streichholz nachgeholfen haben…

Es ist möglich, Diptam im Garten anzupflanzen, aber nicht unbedingt empfohlen, da die Pflanze äußerst giftig ist. Allein die Arbeit ohne Handschuh kann schon zu Hautirritationen führen. Wer es trotzdem probieren möchte, sollte auf magere, trockene und kalkhaltige Böden achten und einen sonnigen, windgeschützten Standort wählen.

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