Kräuter als Heilmittel

Eibisch: Medizinische Wirkung

Wetten, dass Sie mit großer Wahrscheinlichkeit schon einmal Eibisch eingenommen haben, auch wenn Sie die Pflanze bisher nicht kannten?

Althaea officinalis, der Echte Eibisch, ist nämlich meistens Bestandteil von Arzneitees gegen Husten. Seine reizlindernde Wirkung auf die Bronchien prädestiniert ihn dazu. Wie in der Küche werden auch in der Pflanzenheilkunde vor allem die Wurzeln des Krauts verwendet. Da der Eibisch schon seit dem 9. Jahrhundert vor Christus bekannt ist gilt er als Ausgangsmaterial für den ältesten Hustenbonbon der Welt: Man trocknete die Wurzel einfach und lutschte sie dann.

Daneben wird Eibisch in der Volksheilkunde aber auch bei Entzündungen der Schleimhäute, Magen-Darm-Beschwerden (v.a. Blähungen, Magenschleimhautentzündungen, Durchfall usw.), sowie bei Erkrankungen der Blase, trockener Haut und Mundgeruch empfohlen. Die Wurzel wird immer als Kaltauszug verwendet. Das ist so wichtig, weil sonst die medizinisch wirksamen Schleimstoffe zerstört werden könnten. Angewendet wird dieser Auszug dann innerlich oder auch in Form von Waschungen und Auflagen, sowie Breiumschlägen. Wer sehr trockene Haut hat und das dürften gerade jetzt im Winter viele Menschen sein, kann den Eibisch als Badezusatz verwenden. Ich habe zwar keine Badewanne, dafür aber meistens mit sehr trockenen und rissigen Händen zu kämpfen und da reicht ja dann glücklicherweise eine kleine Schüssel. 😉

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