Rezepte mit Kräutern

Engelwurz: Arzneipflanze bei Magenleiden

Engelwurz ist eine sommergrüne Arzneipflanze, die aufgrund ihres Anteils an Gerbstoffen und Vitamin B12 vor allem bei Magenleiden und leichten depressiven Verstimmung angewendet wird.

Allerdings sollte die Pflanze, die ursprünglich im Norden Europas anzutreffen war und nun auch im mitteleuropäischen Raum gedeiht, nicht mit dem hochgiftigen Wasserschierling verwechselt werden. Demnach sollten nur fachkundige Personen die Ernte in die Hand nehmen.

Engelwurz – Verwendung als Arznei

In erster Linie findet die Wurzel der Heilpflanze Verwendung, da diese einen hohen Anteil an Bitterstoffen und ätherischen Ölen aufweist. Aber auch die Samen finden Verwendung. Tees oder Auszüge der Pflanze auf Alkoholbasis helfen unter anderem gegen leichte Krämpfe im Magen-Darm-Trakt, Appetitlosigkeit, Blähungen und Völlegefühl.
Der Engelwurz hat eine antimikrobielle Wirkung und regt darüber hinaus die Magensaft-Sekretion an.

Im Rahmen der Volksmedizin wird das ätherische Öl der Wurzeln auf oralem Weg als Arznei gegen Schlaflosigkeit angewendet. Bei äußerlicher Anwendung kann die Arznei gegen Neuralgien und Rheuma Verwendung finden. Paracelsus schwor auf ihre hohe Wirkung gegen Infektionen.

Engelwurz – Ernte und Inhaltsstoffe

Die zur Familie der Doldengewächse gehörende Pflanze erntet man zu Beginn des Frühjahres oder zum Ende des Spätherbstes. Zu finden ist der Engelwurz auf feuchtem Untergrund wie feuchten Wiesen und in Ufernähe. Seit geraumer Zeit wird die Pflanze aber auch kultiviert.

Zu den wirksamen Inhaltsstoffen zählen ätherische Öle, Bitterstoffe, Angelicin, Furanocumarine, Bergapten, Umbelliferon, Pentadecanolid, Imperatorin und Xanthotoxin. Bei Einnahme der Wurzel sollte die tägliche Dosis 4 Gramm nicht überschreiten. Bei Extrakten sollten täglich maximal 2 Gramm eingenommen werden. Bei einer zu hohen Dosierung kann es zu Nervenlähmungen kommen. Zudem sollten während der Einnahme lange Sonnenbäder vermieden werden.

Rezept

Zur Herstellung eines verdauungsfördernden Likörs benötigen Sie 60 Gramm Engelwurz-Samen, jeweils 8 Gramm Fenchel- und Anissamen sowie 6 Gramm Koriandersamen. Sämtliche Samen in einen Liter Branntwein geben und acht Tage lang ziehen lassen. Anschließend etwa 500 Gramm Zucker, die in einem Liter Wasser aufgelöst worden sind, hinzugeben.

Teile diesen Artikel...Share on FacebookTweet about this on Twitter

Auch interessant

  • heilkraut
    10. Mai 2011 at 11:26

    Dass Engelwurz bei Magenproblemen helfen kann, habe ich auch schon gehört. Völlig neu ist mir jedoch, dass Engelwurz auch bei depressiven Verstimmungen helfen kann. Hier fällt mir immer nur Johanniskraut ein.