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Fliegenpilz: Wie gefährlich ist er wirklich?

Fliegenpilz: Wie gefährlich ist er wirklich?

Schon die Raupe aus dem Märchen „Alice im Wunderland“, des englischen Mathematikers Lewis Caroll (1832 – 1898), erklärte dem ahnungslosen Mädchen Alice die psychischen Mechanismen des Schrumpfens und des Wachsens durch den Genuss einer Seife. Mit den Worten „Von der einen Seife wirst du kleiner und von der anderen größer“ beschrieb sie damit vor allem das Gefühl, welches durch den Genuss eines Fliegenpilzes ausgelöst werden kann. Was hat es also mit der Wirkung des Fliegenpilzes auf sich und wie gefährlich ist dieser? Hier erfahren Sie mehr.

Amanita muscaria

Amanita muscaria ist die lateinische Bezeichnung für den Fliegenpilz. Eine vermehrte Population des Pilzes lässt sich vor allem in lichten Wäldern, besonders unter jüngeren Birken, Kiefern und Pinien beobachten. Der Fliegenpilz kann eine Höhe von bis zu 23 Zentimetern erreichen, sein Hut misst im ausgewachsenen Zustand bis zu 20 Zentimeter. Es gibt genau drei Varianten des Fliegenpilzes: die mit hochrotem Hut und weißen Warzen, eine mit gelben oder orangefarbenen Hut und gelblichen Warzen und die dritte, eine rein weiße Variation.

Der Pilz als Halluzinogen            

Der Fliegenpilz gehört wohl zu den ältesten Halluzinogenen in der Geschichte der Menschheit. Seine Wirkung wurde mit dem altindischen Soma, dem Rauschtrank der Götter identifiziert.
Fliegenpilze gelten zwar als essbar und in einigen Kreisen dienen sie Konsumenten als wirksames Halluzinogen, doch vom Verzehr einiger Amanitaarten ist abzuraten. Das schließt vor allem den Verzehr sämtlicher Knollenblätterpilze ein. Der Verzehr dieser Pilze kann zum Tode führen.

Gefahren und Risiken

Zwar endet der Verzehr des Fliegenpilzes nur selten tödlich, trotzdem: Fliegenpilze gehören zur Amanitagattung und sind somit als Giftpilze zu betrachten. Der Konsum von Fliegenpilzen kann das Auftreten von Nervenschäden begünstigen und Psychosen auslösen. Bereits das Einnehmen von einem bis vier Pilzen führt zu Gefühlen wie Schwindel und Dösigkeit, die verdoppelte Dosis löst Vergiftungserscheinungen wie Verwirrtheit und muskuläre Zuckungen aus. Halluzinogene Wirkungen, zum Beispiel das Wahrnehmen lebhafter Trugbilder, setzen außerdem ein. Eine Dosis von zehn Pilzen und mehr kann dann unter Umständen tödlich enden. Zwar gibt es keine dokumentierten Fälle, bei denen der Tod allein auf die Einnahme von Fliegenpilzen zurückzuführen ist, doch belassen wir es doch auch weiterhin lieber beim Anschauen der interessanten Gewächse.

Bildquelle: Pixabay, matryoshka, 1895181 1280

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