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Gesunder Scharfmacher: Alles über Cayennepfeffer

Gesunder Scharfmacher: Alles über Cayennepfeffer

Cayennepfeffer, auch Teufelspfeffer genannt, ist neben rosenscharfem Paprika- sowie Chilipulver ein beliebtes Küchengewürz. Aber was ist Cayennepfeffer überhaupt? Lesen Sie hier mehr dazu.

Cayennepfeffer ist eine Chilisorte

Cayennepfeffer hat nichts mit Pfeffer zu tun! Das rote Pulver gilt als eines der schärfsten, natürlichen Gewürze und besteht aus getrockneten, gemahlenen Chilis der Sorte Cayenne – eine Paprikaart. Allerdings werden auch andere Chilipulver unter der Bezeichnung Cayennepfeffer angeboten, die vergleichbare Chilisorten enthalten.

Chilipulver hingegen ist eine Gewürzmischung, die keine festgelegten Zutaten enthält. Meistens sind Cayennepfeffer, Kreuzkümmel, Knoblauch und getrocknete Kräuter wie Oregano enthalten.

Cayennepfeffer kommt aus Mittel- und Südamerika

Ursprünglich kommt Cayennepfeffer aus Südamerika. Bereits die Inkas, Indios und Azteken schätzen die Cayenne-Pflanze als Heil- und Gewürzmittel. Im 15. Jahrhundert begann die Reise des Cayennepfeffers per Schiff nach Spanien, Portugal, Indien, Indonesien und China.

Vor allem die asiatischen Länder sind für ihre hohe Schärfetoleranz bekannt. Daher gilt: Cayennepfeffer eignet sich nur bedingt zum direkten würzen wie mit Paprikapulver, da die Dosierung schwer fällt. Eine Messerspitze zu viel und Sie werden zum Feuerspeier. Mit Cayennepfeffer können allerdings prima pikante Saucen, (Grill-)Saucen, Dressings und Marinade verfeinert werden.

Capsaicin im Cayennepfeffer ist gut für die Gesundheit

Verantwortlich für die große Schärfe des Cayennepfeffers ist der hohe Capsaicin-Gehalt. Capsaicin ist ein natürliches Alkaloid und Antioxidans. Es ist verantwortlich dafür, dass es auf der Zunge brennt und wir ins Schwitzen geraten. Der Stoff aktiviert Schmerz- und Hitzerezeptoren in den Schleimhäuten. Das löst die typischen Reaktionen aus, die durch regelmäßigen Konsum trainiert werden können. Capsaicin wirkt entzündungshemmend, regt den Stoffwechsel an und fördert die Durchblutung. Daher ist Chili auch schon seit Jahrtausenden ein beliebtes Aphrodisiakum.

Je höher der prozentuale Capsaicin-Gehalt, desto höher ist der sogenannte Scoville-Wert, der in Scoville-Heat-Units (SHU) angegeben wird. Der von Cayennepfeffer schwankt zwischen 30.000 und 50.000 Einheiten. Zum Vergleich: Tabasco kommt auf gerade mal 2.500 bis 5.000 SHU.

Tipp gegen Brennen: Wasser verteilt die Schärfe nur! Linderung versprechen Milch oder trockenes Brot.

Bildquelle: Pixabay, 1670269, ChilliDrache

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