Kräutersorten

Herbstkräuter: Winterkresse, Tellerkraut & Co.

Herbstkräuter: Winterkresse, Tellerkraut & Co.

Der Sommer hat sich verzogen, um mit ihm haben Sie auch die Kräuter bis zum nächsten Frühjahr verabschiedet? Das mag für viele, aber beileibe nicht für alle Kräuter zutreffen. Wenn die Tage kälter werden und die Sonne sich kaum noch zeigt, kommen Herbstkräuter erst so richtig auf den Geschmack. Winterkresse, das Gewöhnliche Tellerkraut und der Krähenfuß-Wegerich wachsen munter weiter, wenn viele ihrer Verwandten sich schon in die Winterschlaf zurückgezogen haben.

Winterkresse

Die Winterkresse (Barbarea vulgaris) wird auch Gewöhnliches oder Echtes Barbarakraut genannt und gehört zur Familie der Kreuzblütler. Sie wächst in der freien Natur an Wegrändern und Äckern, ist ebenso in Kiesgruben und an Bahndämmen zu finden, bevorzugt dabei stickstoffhaltige Böden. Vom Spätherbst bis zum Herbst können fortwährend frische Blätter abgeschnitten werden, die sich als Salatkraut sowie für Suppen, Soßen und Pasten verwenden lassen. Die schön anzusehenden Blätter schmecken nach Kresse, sie werden oft auch zur Dekoration benutzt. In der Naturheilkunde wird die Winterkresse wegen ihrer blutreinigenden Wirkung geschätzt.

Gewöhnliches Tellerkraut

Das Gewöhnliche Tellerkraut (Claytonia perfoliata) ist auch als Winterportulak, Kuba-Spinat und (Winter-)Postelein bekannt, es zählt zu den Quellkräutergewächsen. Ursprünglich war das Tellerkraut in Nordamerika beheimatet, hat sich dann aber nach West- und Mitteleuropa ausgebreitet, wo es vor allem auf Äckern gedeiht. Das winterharte Salatgemüse lässt sich von Oktober bis zum Frühsommer ernten, es passt hervorragend zu Salat sowie zu Eiern, auf Brot und als Kräuterfüllung etwa einer Quiche.

Krähenfuß-Wegerich

Der Krähenfuß-Wegerich (Plantago coronopus) tritt unter vielen Namen auf, wird auch als Hirschhorn-Wegerich, Kapuzinerbart, Mönchsbart, Ziegenbart, Schlitz-Wegerich und Schlitzblatt-Wegerich bezeichnet. Die Pflanze wächst bevorzugt in Küstennähe, aber auch auf feuchten bis wechselfeuchten, salzhaltigen Wiesen im Inland. Ihre würzigen Blätter verwendet man in der Küche vor allem als Salatkraut, für Saucen, Pesto sowie als gedämpftes oder frittiertes Gemüse.

Hain-Ampfer

Der Hain-Ampfer (Rumex sanguineus) oder auch Blut-Ampfer zählt zu den Knöterichgewächsen. Er kommt vor allem in feuchten Laubwäldern vor, lässt sich etwa an Waldrändern und Waldwegen finden. Seine hübsch geformten Blätter werden oft zu herbstlichen Dekorationszwecken verwendet. Kulinarisch eignet er sich hervorragend als Beigabe zu Salaten und als Gewürz. Die Blätter sollten aber nicht gekocht werden, da sie sich dabei unschön verfärben.

Foto: Thinkstock, 454179701, iStock, aaron007

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