Rezepte mit Kräutern

Herbstkräuter: Vitaminlieferanten in der kalten Jahreszeit

Herbstkräuter: Vitaminlieferanten in der kalten Jahreszeit

Die Zeichen mehren sich: Nicht nur, dass bei den Discountern schon seit Wochen die Schoko-Weihnachtsmänner ausliegen. Auch die Temperaturen des Sommers haben sich verabschiedet und die Zugvögel suchen das Weite. Der Winter steht in wenigen Wochen in den Startlöchern. Doch auch dann können Sie sich vitaminreich aus dem eigenen Garten versorgen. Herbstkräuter sorgen in der kalten Jahreszeit für den Extra-Kick an Vitaminen und Mineralstoffen.

Vielfältig und doch unbekannt

Kennen Sie Blutampfer, Hirschhornwegerich oder das Barbarakraut? Sie sind einige der Kräuter, die dank des aktuellen Kräuter-Trends ein Comeback in der Küche erfahren. Ihre oftmals ungewöhnlichen Blattformen eignen sich für die Dekoration von Salaten, Suppen und Gemüse. Sie überzeugen aber auch durch Aromen, die dem Gaumen häufig unbekannt sind. Herbstkräuter können bei milder Winterwitterung meist vom Frühherbst bis in das nächste Frühjahr hinein geerntet werden. Rucola lässt sich beispielsweise bis September aussähen, ebenso der Feldsalat, ein typisches Wintergemüse. Wer die Saison komplett nutzen möchte, investiert in ein kleines Gewächshaus. In Töpfen und Kästen überwintert das frische Grün mühelos und lässt sich direkt aus dem Topf verarbeiten. Achten Sie jedoch auf ausreichende Feuchtigkeit auch im Winterquartier.

Mit frischen Aromen überraschen

Die traditionelle Küche kennt Herbstkräuter seit Generationen. Doch mit Omas Geheimrezepten geht leider auch das Wissen um die Kräuterküche verloren. Überzeugen Sie Ihre Gäste daher doch bei der nächsten Einladung mit Rezepten der interessanten Aromen und frischen Zutaten. Die kringeligen Blätter des Hirschhornwegerich können frittiert als grüne Locken für Abwechslung auf dem Tisch sorgen. Zudem eignet er sich hervorragend als Salatwürze, doch auch Lasagne, Frischkäse und Pesto gewinnen durch den Hirschhornwegerich an Aroma. Der schmucke Blutampfer kann wie sein Bruder, der Sauerampfer, frisch als Salat serviert werden. Dank seines geringeren Gehalts an Oxalsäure schmeckt er weniger bitter als der Sauerampfer, enthält dadurch aber leider auch weniger Vitalstoffe. Dennoch ist der Genuss in jedem Falle gesundheitsfördernd. Schnittsellerie ist eins der anspruchslosesten Herbstkräuter. Auch leichter Frost stört ihn nicht. Er gesellt sich gern zu Tomaten, ist aber auch in Salaten, Suppen und Saucen sehr schmackhaft. Ähnlich der Kresse lässt sich das Barbarakraut in der Küche verwenden. Mild pikant verleiht es dem Butterbrot, Salat und Saucen eine leichte Schärfe.

Vielfalt nutzen

Experimentieren Sie mit den unterschiedlichen Aromen der Herbstkräuter. Bei manchen werden Sie vielleicht ein bis zwei Rezepte brauchen, um sich an den Geschmack zu gewöhnen. Die Vitalstoffe der Herbstkräuter bringen Sie dennoch frisch und – hoffentlich – gesund durch den Winter.

Bild: Thinkstockphotos, iStock, KaterynaSednieva

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