Hausmittel

Hilfe bei Magen-Darm-Erkrankungen

Erkrankungen des Verdauungstraktes sind schmerzhaft, unangenehm und einschränkend im Alltag. Gerade deshalb ist schnelle und effektive Hilfe geboten.


Die möglichen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sind vielseitig und äußern sich durch verschiedene Symptome. Dazu gehören Bauchschmerzen, Blähungen, häufiges Aufstoßen, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung und Verdauungsbeschwerden.

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass die auftretenden Beschwerden auch psychische Ursachen wie Stress, Nervosität oder sonstige seelische Belastungen als Ursache haben können. Diese mögliche Wirkung sollte in jedem Fall bedacht und hinterfragt werden. Der Darm ist über viele Nervenstränge mit dem Gehirn verbunden. Deshalb sind auch Intuition und Entscheidungen aus dem Bauch heraus keine hohlen Phrasen.

Erste Einschätzung

Bei leichteren oder partiell auftretenden Beschwerden sind aber zunächst auch einfache Hausmittel hilfreich, wenn allerdings keine zügige Besserung eintritt ist sofort der Arzt aufzusuchen.

In solchen Fällen ist ein Gastroenterologe die richtige Anlaufstelle. Er untersucht durch Abtasten, Ultraschall und sofern keine Entzündung vorliegt auch per Magen- oder Darmspiegelung. Falls notwendig werden dann Medikamente verschrieben oder bei nur operativ zu behandelnden Beschwerden die Einweisung ins Krankenhaus veranlasst.

Kräuter gegen Magen-Darm-Beschwerden

Zu den ersten Tipps bei Durchfall und sonstigen Verdauungsbeschwerden gehört der von vielen Herstellern erhältliche Fenchel-Anis-Kümmel Kräutertee. Diese drei Kräuter- beziehungsweise Gewürzsorten bilden ein gutes Team und helfen der Entspannung des Magen-Darm-Traktes.

Fenchel wirkt als Heilpflanze krampflösend, antibakteriell und hilft gegen Blähungen. Anis regt die Drüsen des Magen-Darm-Traktes an und hilft bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Krämpfen und Koliken – also Schmerzen im Magen-Darm-Bereich, in Verbindung mit Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckanstieg und Schweißausbrüchen. Kümmel ist nicht nur ein verbreitetes Speisegewürz, sondern wirkt ebenso krampflösend und anregend für die Verdauungsorgane.

Medikamentöse Behandlung

Neben den Anwendungen von Kräutern sind auch bestimmte Medikamente in der Apotheke erhältlich. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass diese immer nur über einen kurzen Zeitraum angewandt werden können. Die Einnahme stoppt nämlich nicht nur den Durchfall, sondern auch den Stuhlgang im Allgemeinen. Deshalb ist immer das Risiko einer Verstopfung gegeben.

Außerdem werden lediglich die Symptome behandelt, nicht die Ursache! Was in diesem Fall Bakterien oder Viren sein können. Eine Ausnahme sind Medikamente wie Schmerztropfen. Diese haben keine nachhaltigen Auswirkungen auf den Darm, sondern wirken lediglich schmerzlindernd.

Die wichtigsten Regeln bei Durchfall

Das Wichtigste bei Durchfall ist es, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, indem man übermäßig viel Flüssigkeit (drei bis vier Liter täglich!) in Form von Wasser oder Tee mit der richtigen Kräutermischung zu sich nimmt. Das Wasser sollte keine Kohlensäure enthalten, da dies sonst zu weiteren Reizungen führen kann. Es empfiehlt sich zudem leichte Kost, ohne übermäßig viel Fett. An den ersten Tagen sollten aufgrund der Milchsäure auch Milchprodukte gemieden werden.

In besonderen Fällen kann auch die falsche Ernährung die Ursache für die Beschwerden sein. In diesem Fall ist dringend eine Ernährungsumstellung, am besten unter ärztlicher Aufsicht, zu empfehlen.

Immer ist eine schnelle Reaktion geboten! Besonders unbehandelte Magen-Darm-Beschwerden können schwerwiegende Folgeerkrankungen nach sich ziehen.

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