Kräuter als Heilmittel/ Kräutersorten

Johanniskraut in der Heilkunde

Johanniskraut ist eines der am besten erforschten Phytopharmaka. Es wird als Öl oder in getrockneter und aufbereiteter Form verwendet.

Rotöl
Das Rotöl oder Johanniskrautöl wird aus den Blüten der Pflanze gewonnen. Es wird in der Naturheilkunde äußerlich gegen Rheuma, Muskelschmerzen und -zerrungen, Quetschungen und Hexenschuss verwendet. Außerdem wird es bei oberflächlichen Wunden zur Reinigung eingesetzt und soll die Heilung fördern.

Eine andere Form sind Teepräparate und Arzneien, die aus der ganzen blühenden Pflanze (ohne Wurzeln) bereitet werden. Hier wirkt hauptsächlich der Stoff Hyperforin, ein sekundärer Pflanzenstoff, der in klinischen Tierversuchen eine Wirkung als Antidepressivum zeigte. Daraus folgt eine heute sehr verbreitete Nutzung des von Johanniskrautpräparaten als stimmungsaufhellendes Mittel. Die Pflanzenheilkunde weiß auch um diesen Effekt und kennt die Pflanze zudem als Mittel gegen nervöse Zustände, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Angst. Früher wurde das Heilkraut auch bei Verdauungsstörungen eingenommen und kam in der Frauenheilkunde vor allem als krampflösendes Mittel zur Anwendung.

Nebenwirkungen
Johanniskrautpräparate sind zwar pflanzlich, aber nicht völlig frei von Nebenwirkungen. So machen die Einnahme oder die äußerliche Anwendung die Haut sehr empfindlich gegen Sonnenlicht. Einige Medikamente werden in ihrer Wirksamkeit abgeschwächt. Dazu gehören AIDS-Arzneien, Antidepressiva, Antibiotika, Antiepileptika, einige Herzarzneien und gerinnungshemmende Mittel.

Wer Johanniskraut über einen längeren Zeitraum einnehmen möchte, sollte vorher unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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  • Kathrin
    8. Juli 2009 at 14:14

    Habe gestern Rotöl angesetzt,dazu sammelte ich zwei Hände voll Knospen und Blüten vom Johanniskraut,habe diese nach dem waschen im Mörser zerstampft( dabei färbt der Brei sich rotbraun) und in ein Schraubglas gefüllt und mit gutem Olivenöl aufgefüllt (1 Teil Kraut zu 3 Teile Öl).Das Rotöl muss nun 4 Wochen in der Sonne stehen,dabei bekommt es eine leuchtend rote Farbe,danach wird es durch ein Tuch abgeseiht und in gut verschliessbaren Fläschchen dunkel aufbewahrt.Das Rotöl hilft bei Sonnenbrand,leichten Verbrennungen,Wunden,Lippenherpes,Gürtelrose.