Kräutersorten

Kerbel – mild und bekömmlich

Der Kerbel ist ein Küchenkraut, das in seinen Eigenschaften der Petersilie sehr ähnlich ist.
Seine fiedrigen Blätter erinnern hingegen stark an das Kraut der Mohrrüben.

Der einjährige, winterharte Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium) gehört zur Familie der Doldenblütler und erreicht eine Höhe von bis zu 70 Zentimetern. Im Kräutergarten ist er recht einfach zu pflegen, sollte aber eher im Halbschatten stehen. Um eine ertragreichere Ernte zu sichern, sollten die Blühten entfernt werden. Diese sind weiß, besonders klein und bilden sich schon im Frühsommer in Dolden heraus. Eine zeitversetzte Aussaat über die gesamte Saison wird darum empfohlen. Das Aroma des Kerbels siedelt sich irgendwo zwischen einem Anisgeschmack und der Petersilie an. Darum verwendet man ihn allgemein auch für alle Gerichte, an die man auch Petersilie tun würde. Die milde Nuance eignet sich für Brote, Salate, Suppen und Gemüse. Allem voran für Gerichte mit Kartoffeln. Auch Öl, mit Kerbel versetzt, kann sehr delikat sein. Am besten eignet sich ein fruchtiges Olivenöl. In der mediterranen Küche hat das Gewürz in der Mischung „Kräuter der Provençe“ seinen festen Stellenwert.

Möchte man den Gartenkerbel lagern, empfiehlt es sich, ihn in kleinen Portionen einzufrieren. Zum Trocknen eignet er sich nicht unbedingt. Die enthaltenen ätherischen Öle sind sehr empfindlich und sollten nicht zu lange erhitzt oder gar mitgekocht werden. Als Heilkraut ist der Kerbel eher unbekannt, obwohl er auch in seinen medizinischen Wirkungen denen der Petersilie sehr nahe kommt. Da er die Verdauung fördert und harntreibend ist, zudem Zink enthält und tonisierend wirkt, ist er eine gesunde Beigabe zu jedem Gericht.

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