Hausmittel

Kinderheilkunde: Bauchwickel mit Kamille gegen Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung

Das wieder-entdeckte Hausmittel

Die Kamille habe ich, wie schon vor Kurzem geschrieben, wegen der häufigen Magen- Darm- Infekte meiner Tochter (der Kindergarten ist einfach eine Brutstätte für Bakterien…) als Heilpflanze und als Pflege Mittel wieder entdeckt.

Eigentlich hatte Kamillentee bisher in meinen Gedanken den zweifelhaften Charme von Krankenhausverpflegung mit einhergehenden dreigeteilten Esstellern und Stützstrümpfen! Seit ich jedoch in dem von mir wärmstens empfohlenen Buch „Heilpflanzen in der Kinderheilkunde“ eine wirksame Teemischung mit Kamille, Melisse, Pfefferminze und Lavendel entdeckt habe, habe ich mir auch die weiteren Tipps, wie z.B. das Shampoo oder die Spülung mit Kamille (für blondes Haar) angeeignet.

Ein mukelentspannender, entkrampfender und Bauchweh- mildernder Bauchwickel mit Kamille gehört nun ebenso zum Standard Repertoire gegen Magenschmerzen in Zukunft, wie die vorhergehenden beschriebenen Anwendungen.

Bauchwickel mit Kamille

Anwendung bei:
Bauchweh aufgrund von Blähungen, Verstopfungen, Koliken, auch Dreimonatskoliken

Zubereitung:
Das Innentuch auf die passende Größe falten (es sollte den ganzen Bauch bedecken) und in einer Schüssel mit heißem Kamillensud tränken. Der Sud wird zubereitet aus 12 Esslöffeln Kamille auf ein Liter Wasser und die Blüten müssen eine Viertelstunde ziehen. Auswringen, bis es nicht mehr tropft und dann direkt auf den Bauch legen. Die Temperatur bitte vorher am Unterarm prüfen, damit es keine Verbrennungen gibt. Das Innentuch gut abdecken, z.B. mit einem Zwischentuch und darüber einem Wolltuch. Die Tücher müssen fest am Bauch anliegen.

Weitere Unterstützung durch:
Zur Unterstützung eine Wärmflasche auflegen. Vor der Wickelauflage kann auch eine Bauchmassage mit Kümmelöl durchgeführt werden, um die Bauchdecke zu lockern und empfänglicher für den Wickel zu machen.

Dauer:
20 – 30 Minuten

Nicht anwenden bei:

Blinddarmentzündung oder Durchfall Erkrankung mit Fieber

Allen kranken Flöhen gute Besserung!

Quelle:
„Heilpflanzen in der Kinderheilkunde“ von Ursel Bühring, Helga Ell-Beiser und Michaela Girsch

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