Kräutergarten

Kräuter in Öl einlegen und konservieren – So geht’s!

Kräuter in Öl einlegen und konservieren - So geht's!

Wie man Kräuter in Öl einlegen und konservieren kann, erfahren im Folgenden. So hat man immer die schmackhaften Zutaten für den leckeren Sonntagsbraten parat.

Kräuter haben viele Facetten. So duften sie einzigartig, haben einen außergewöhnlichen Geschmack und sind gut für die Gesundheit. Schon aus diesem Grund lohnt es sich, diese selbst anzubauen und anschließend zu konservieren. Sie sind einfach auf der Fensterbank aufzuziehen.

Kräuter in Öl einlegen und konservieren – Wie wird es gemacht?

Ob Thymian, Basilikum, Rosmarin oder Petersilie, nichts geht über frische Kräuter in der Küche. Aber in den Wintermonaten sieht es damit eher trübe aus, aber die im Sommer gezogenen Pflanzen können schnell und einfach haltbar gemacht werden.

Generell leben die Pflanzen von ihrer Frische, da Sauerstoff schnell zu einer Farbveränderung und zu Vitaminverlust führt. Aus diesem Grund sollten sie so schnell wie möglich konserviert werden. Dazu eignen sich trocknen, einfrieren und einlegen.

Kräuter trocknen

Das Trocknen erfolgt am Besten an einem schattigen Platz, wodurch langsam Feuchtigkeit entzogen wird und es nicht zur Schimmelbildung kommen kann. Nach etwa drei Wochen sind die Kräuter „rascheltrocken“. Es sollte dabei beachtet werden, dass keine zu dicken Sträuße getrocknet werden, da diese schnell faulen können. Außer Borretsch und Kresse können alle schmackhaften Kräuter getrocknet werden.

Einfach kleine Sträuße binden und diese kopfüber an einen dunklen Ort hängen. In den Sommermonaten geht dies ziemlich schnell, wobei in den kühleren Monaten nachgeholfen werden muss. Dazu die Sträuße in den nicht über 30 Grad heißen Ofen legen und die Ofentür leicht offen halten (einfach einen Kochlöffel zwischen die Tür klemmen). Bei höheren Temperaturen verlieren die Pflanzen schnell ihr einzigartiges Aroma.

Nach dem Trocknen sind die Pflanzen lichtempfindlich und sollten daher in luftdichten oder dunklen Behältern aufbewahrt werden. Am Besten eignen sich Liebstöckel, Minze, Oregano, Bohnenkraut, Dill, Majoran, Zitronenmelisse, Salbei, Thymian und Rosmarin zum Trocknen.

Kräuter einlegen

Die enthaltenen ätherischen Öle sind gut in Fett löslich, aus diesem Grund hat sich das Einlegen als gute Konservierungsmöglichkeit behauptet. Dazu die zuvor getrockneten Küchenkräuter in ein entsprechendes Gefäß zum Beispiel eine hübsche Glasflasche legen und mit Öl auffüllen. Zur reinen Konservierung nur soviel Öl aufgießen, bis die Kräuter bedeckt sind.

Zur Herstellung eines aromatischen Öls entsprechend mehr Öl aufgießen. Dazu eignen sich im Besonderen Basilikum, Bärlauch, Salbei, Rosmarin und Bohnenkraut. Das Zugeben von Chilischoten oder Knoblauch gibt ihrem selbst hergestellten Kräuteröl mehr Pfiff.

Einfrieren

Eingefrorene Kräuter kommen in Bezug auf die Frische denen von frisch geernteten sehr nah, und Inhaltsstoffe, Aromen und Farbe bleiben dabei sehr gut erhalten. Zunächst die Kräuter kurz unter Wasser abspülen und anschließend abtupfen. Nun können Sie die Pflanzen nach Belieben hacken und in den Froster legen. Praktisch ist auch ein selbst gemachter Kräuterwürfel. Dazu einfach einen Eiswürfelbehälter zu zwei Drittel mit gehackten Kräutern füllen und dann mit Wasser aufgießen.
Den Würfel kurz vor Ende der Garzeit in gefrorenem Zustand in die Speise geben. Die Kräuter sollten auf keinen Fall mitkochen.

Hierzu eignen sich besonders Dill, Basilikum, Petersilie, Thymian, Schnittlauch, Estragon und Melisse.

Weitere nützliche Tipps und Kräuterrezepte finden Sie hier.


Bild: Pixabay, 1205635, Devanath

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  • twuertz
    17. November 2010 at 16:03

    Ich habe dieses Jahr Pfefferkraut angepflanzt, und mehrere Versuche gestartet, es zu konservieren.
    Weder das Trocknen, noch das Einlegen in Öl haben den gewünschten Erfolg gebracht.
    Beim Trocknen wurden die Blätter braun und spröde, beim Einlegen habe ich eine übelriechende Brühe bekommen. Der typische „Wasabi-/Meerettichgeschmack“ war in beiden Fällen nicht mehr da.
    Aufgrund Eures Artikels werde ich nun mal das Einfrieren versuchen.
    Gibt es hier vielleicht Erfahrungswerte mit Pfefferkraut?

    Würzigduftende Grüße,
    Tobias

  • onlinebroker
    9. Mai 2011 at 23:58

    Muss man erst trocknen, oder kann man auch gleich frische Blaetter in Oel legen?
    Zum trocknen sind uebrigens Papiertueten ganz gut, alte Brothuellen und sowas.

  • Dagmar
    10. Mai 2011 at 20:33

    Hallo Onlinebroker,

    beim Einlegen in Öl bitte bevorzugt frische Kräuter nehmen. Ich glaube, die Aufzählung der Konservierungsmöglichkeiten hat hier zur Verwirrung beigetragen, dass man Kräuter vor dem Einlegen erst trocknen sollte. Nee: bitte frisch! 🙂

    Danke für den Tipp mit den Papiertüten, wie gehst Du damit vor?

    Beste Grüße sendet

    Dagmar

  • onlinebroker
    11. Mai 2011 at 00:11

    Danke fuer die Klarstellung! Meinst Du man kann einfach ein paar Blaetter in eine neu angefangene Literflasche Oel tun, und hat dann gleich schoenes Kraeuteroel, oder dauert das Monate?
    Das trocknen in Papiertueten ist sehr einfach, ich habe letzten Sommer gesammelte Brennesseln einfach in alte Brottueten gesteckt und offen oder leicht zugedrueckt in ein Regal gelegt. 2 Monate spaeter waren sie trocken und man konnte sie gut zerbroeseln. Geschmacj war sehr derbe, da es grosse alte Blaetter waren.
    Ich denk mal man sollte die vorher nicht waschen. Sonst muss man wohl nichts beachten. Das Papier laesst die Feuchtigkeit durch in so schimmelt es nicht.