Kräutergarten/ Kräutersorten

Kräuter pflanzen und pflegen: Minze vermehren

Vermehrung der Minze durch Stecklinge

Wie schon in meiner Minze- Serie beschrieben: die Minze ist umtriebig! Ich weiß nicht, ob es Ihnen da ähnlich wie mir geht, aber ich schätze solche wild wuchernden Pflanzen mit Expansionsdrang eher, als vergleichweise verzagt vor sich hin darbende Kamelien. Oder noch besser: Ein Bonsai-Bäumchen wäre für mich ehrlich gesagt ein Alptraum…

Natürlich benötigt die Minze (und sie ist eher anspruchsvoll, Was Kost und Logis betreffen ) die richtige Zuwendung, Behandlung und Pflege, damit sie so ein Eroberer werden kann.

Minze säen (Natürliche Minze)
Natürliche Minzearten kann man im Frühjahr aussäen, sie sind Lichtkeimer und das Saatgut darf nicht überdeckt werden.

Minze vegetativ vermehren (Edelminzesorten)
Edelminzesorten eignen sich deshalb nicht zum aussäen, da das Saatgut die Eigenschaft der Eltern nicht zuverlässig weitergibt.
Bei Arten, die stark Ausläufer hervorbringen teilt man am Besten den Wurzelballen oder trennt bewurzelte Ausläufer einfach ab. Wenn man nur wenig Minze hat, dann eignet sich die Vermehrung eher über Stecklinge.

Vermehrung über Stecklinge
Wahrscheinlich haben die Pflanzen ab Ende Juni genügende und kräftige Neutrieb gebildet. Schneiden Sie Triebspitzen von circa zehn Zentimeter Länge ab und entfernen Sie unbedingt die oberen Blätter bis auf die obersten vier Stück. Stecken Sie nun die Triebe in ein feuchtes Gemisch aus Sand und Pflanzenerde. Dieses muss nun für die nächsten Wochen gleichmäßig feucht gehalten werden (nicht nass!). Besonders wohl fühlen sich die Stecklinge, wenn Sie sie zudem noch unter eine Haube aus Klarsichtfolie setzen. Konstruieren Sie sich aus Draht dazu zwei übereinanderlaufende Bögen, um ein Dach für die Folie zu erhalten. Das Mini- Gewächshaus bietet so eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Viel Erfolg!

Quelle:
Die besten Kräuter für Beete und Töpfe von Ute Bauer

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