Löwenzahn in der Heilkunde
Die Naturheilkunde weiß die Wirkung des Löwenzahns zu schätzen und verwendet alle Pflanzenteile des oft verkannten Krauts.
In der Regel stellt man einen Tee aus Blättern, Wurzeln und Blüten her. In einigen Fällen ist auch eine Tinktur sehr wirkungsvoll. Der Löwenzahn ist das Mittel der Wahl bei Blutreinigungskuren, Verstopfung, Frühjahrsmüdikeit, Magenbeschwerden in Form von Trägheiten, Hamorrhoiden, Rheuma, Gicht, Husten, Fieber, Wassersucht, oberflächlichen Hautirritationen, Ausbleiben der Menstruation und Beschwerden der Galle sowie der Nieren.

Diese breite Anwendungsspektrum verdankt der Löwenzahn seinen vielfältigen Wirkungen: So ist er harntreibend und entwässernd, reinigt somit auch von Schlacken und ist zudem für die Reinigung und Neubildung des Blutes verantwortlich. Der enthaltene Milchsaft war in früheren Zeiten ein beliebtes Mittel bei Entzündungen der Augen und bei Warzen.
Auch in der Homöopathie und der Bach-Blütentherapie ist der Löwenzahn bekannt. Die Blütenessenz wird bei Muskelverspannungen eingesetzt, die vor allem durch emotionale Spannungen hervorgerufen werden. Als homöopathische Mittel wird die Pflanze bei Diabetes, Gallensteinen, Malaria, nächtlichem Schweiß und anderen Beschwerden eingesetzt. Nach der homöopathischen Auffassung ist Löwenzahn unter anderem dann angezeigt, wenn eine allgemeine Apathie den Geist bestimmt, die es nicht zulässt, effektiv zu arbeiten. Dieses Mittelbild für sich betrachtet passt wiederum zur Verwendung in der Frühjahrs- bzw. Blutreinigungskur der Volksmedizin.

