Kräuter als Heilmittel/ Kräutersorten

Mädesüss: Das pflanzliche Aspirin

Das Mädesüss hat viele volkstümliche Namen: Geißbart oder Wiesenkönigin, um nur zwei zu nennen. Ich persönlich habe noch nie davon gehört, das scheint aber eine große Wissenslücke zu sein, denn offenbar ist „Spiraea ulmaria“ das Aspirin der Wiese!

Mädesüss ist schon seit dem 16.Jahrhundert bekannt. Man schätzt in der Naturheilkunde vor allem seine Eigenschaften als Entzündungshemmer, Blutreiniger und Schmerzstiller. Mit diesen Kräften kann das Kraut aus der Familie der Rosengewächse z.B. gegen Migräne, Rheuma, Gicht, Grippe, Fieber und ganz allgemein gegen Schmerzen eingesetzt werden.
Der Name „Mädesüss“ scheint mit „süßen Mädchen“ oder Ähnlichem assoziierbar zu sein, das ist aber ein Irrtum: Der englische Name „meadow-sweet“ („Wiesen-Süß“) verrät den Bezug schon eher, denn hier erkennt man mit etwas Phantasie den Wortstamm „Met“, ein Getränk aus Honig. Und in der Tat wurde das Kraut in vergangener Zeit von Imkern dazu genutzt, die Bienen zu bändigen und zu locken, indem sie die Bienenstöcke damit ausrieben. Daher kommt die Bezeichnung „Imkerkraut„. Außerdem wurden die süßen Blüten auch zum Aromatisieren von Getränken verwendet. (Quelle)
Das Mädesüss-Kraut wächst vor allem an feuchten Standorten wie Flussläufen oder feuchten Wiesen. Man erkennt die Pflanze besonders gut in der Blütezeit von Juni bis August, denn die weißen Blüten erscheinen fast wie Zuckerwatte. Verwendung finden sowohl die Blüten der Mehrjährigen, als auch die Blätter und, seltener, die Wurzeln. Man kann Tee daraus kochen, der gegen die oben angegebenen Beschwerden hilft. Vorsicht ist allerdings bei einer Allergie gegen Acetylsalicylsäure geboten. Wer also auch keine Aspirin verträgt, sollte von der Einnahme absehen, da es zu Reaktionen kommen kann. In seltenen Fällen kann es bei Einnahme der Spiraea ulmarian zu Magenbeschwerden kommen.

Die Pflanze erlangt derzeit in der Phytotherapie erhöhte Aufmerksamkeit aufgrund ihrer Wirkung auf das Blut (verbesserte Fließeigenschaft, dadurch möglicherweise Risikominimierung und Vorbeugung bei Arteriosklerose und den damit verbundenen Folgen wie Herzinfakten).

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