Tees

Malventee: Mehr Schein als Sein im Lebensmittelhandel

Ein Tässchen Malventee kann wahre Wunder wirken – wenn man die richtige Kräutermischung erwischt. Denn keineswegs meinen Verbraucher und Lebensmittel mit der Bezeichnung immer das Gleiche. Verwechslungen sind da praktisch vorprogrammiert.

Unter dem Produktnamen sind Tees aus den Blüten der Wilden Malve oder der Hibiskusblüte erhältlich, denn beide Pflanzen gehören zur Familie der Malvengewächse. Eine Verwechslung der beiden Kräutermischungen ist meist ungefährlich, aber ärgerlich. Denn die Heilpflanzen können unterschiedlich wirken.

Die Wilde Malve im „Malventee“

Rosa bis intensiv violett blüht die Wilde Malve von Juli bis Oktober, bevor ihre Blüten gesammelt und als Malventee getrunken werden. Die in ihm enthaltenen Schleimstoffe lindern Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Reizhusten und leichten Durchfall. Auch eine aufweichende und abführende Wirkung hat der Aufguss auf den Magen. Die Blüten für den Kräutertee stammen unter anderem aus Südtirol.

Hibiskusblüte im Kräutertee

Die roten Kelchblüten von hibiscus sabdariffa landen als „Malventee“, „Hibiskustee“ oder als Bestandteil von Früchteteemischungen im Handel. Die Heilpflanze enthält genau wie die Wilde Malve Schleimstoffe, die harntreibend, krampflösend und abführend wirken. Häufig wird er zum Senken des Blutdrucks eingesetzt. Da eine negative Wirkung der Hibiskusblüte auf die Gebärmutter möglich ist, sollten Schwangere den Tee lieber nicht trinken. Die Blüten für den Tee stammen unter anderem aus Ägypten.

Augen auf beim Kräuterkauf?

Im allgemeinen Lebensmittelhandel haben Kunden kaum eine Möglichkeit, einen Blick in den Teebeutel zu werfen. Ist es dennoch möglich, können Hibiskusblüte und die Blüten der Wilden Malve möglicherweise anhand der Farbe unterschieden werden. Schwangere sollten aus reiner Vorsicht keinen der beiden Tees trinken, wenn sie Hibiskus nicht sicher ausschließen können. Generell empfiehlt es sich, die Teemischung in der Apotheke oder im Kräuterfachhandel zu kaufen.

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