» medizinische Wirkung

Autor: Dagmar

Mystisch: Im Mittelalter in den Händen der Alchemisten

Alchemilla vulgaris, so der lateinische Name der wunderhübschen Pflanze, deutet auf die Alchemisten des Mittelalters hin. Sie glaubten, dass sie aus den für den Frauenmantel typischen Tautropfen (Guttationstropfen) Gold herstellen könnten. Einige weitere volkstümliche Namen, wie Taufänger, Regentropfen oder Taubecherl beziehen sich auf diese Guttationstropfen. Weitere volkstümliche Namen wie eben Frauenmantel, Liebfrauenmantel, Marienmantel, Weiberkittel oder Trauermantel beziehen sich auf die Damenmode im Mittelalter.

Das Frauenmantelkraut enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide. Die Gerbstoffe wirken adstringierend (zusammenziehend). Wohl deswegen wurde der Frauenmantel wohl auch schon von Paracelsus und Hildegard von Bingen bei inneren und äußeren Wunden benutzt. Der Name Ohmkraut (Ohm: altdeutsch für Wunde) deutet noch darauf hin.



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Autor: Dagmar

8 Kräuter Zahncremes im Vergleich

Zahnpflege mit natürlichen Mitteln ist momentan mein Lieblingsthema, da ich just von der professionellen Zahnreinigung und dem Abschluss einer Wurzelbehandlung zurück bin, wie schon letztens geschrieben:-)

Nun habe ich im Speziellen ja sehr gute Erfahrungen mit Salbei Spülungen gegen meine Parodontose bzw. Parodontitis gemacht, wie auch bei starker Zahnfleischentzündung und Zahnfleischbluten mit Teebaumöl.



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Autor: Dagmar

Lecker und heilsam: die tolle Fenchel Knolle

Der Fenchel ist wirklich eine wundervolle, mediterrane Pflanze: anspruchslos und nahezu voll verwertbar. Aus dem Kraut wird Kräutertee gemacht, die Fenchel Samen (die nach Anis schmecken und riechen) können ebenfalls als Tee aufgegossen werden und dienen als Gewürz, die Knolle ist eine geschmackliche und hervorragend bekömmliche Gemüse Beilage.

Der Fenchel, in jeder Form, ist nach der Lebensmittel-Kategorisierung der Hildegard von Bingen eines der wenigen 100%igen Heilmittel. Er reinigt Magen und Darm, hilft bei Verstopfung und sorgt für eine natürlich gute Verdauung. Man kennt Fenchel aus der Kinderheilkunde: Eine der ersten Pflanzen, mit dem ein Kind frühzeitig in Berührung kommt, ist der Fencheltee gegen Blähungen, Magendrücken, Völlegefühl.



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Autor: Dagmar

Besser als die Antibiose sind Heilkräuter in Wein!

Nachdem ich von der professionellen Zahnreinigung zurück bin, tue ich bestimmt richtig, hier mehr zum Thema Zahnhygiene und Zahnpflege in Kombination mit Heilpflanzen und Kräutern zu veröffentlichen. Ich habe einen leichten Hang zur Parodontitis, den jedoch voll im Griff und mein Zahnarzt war nach dem Screening zufrieden, da sich meine Werte verbessert hatten.

Normalerweise reichen mir die täglichen dreimal Zähneputzen, Reinigung mit Zahnseide und Spülung mit Salbei. Zur Anwendung der Salbei Tinktur habe ich hier schon geschrieben. Teebaumöl ist mir dann willkommen, wenn das Zahnfleisch blutet und entzündet ist. Wenn die Entzündung weg ist, sollte man es nicht mehr benutzen, denn es beseitigt neben den schlechten Bakterien auch die guten Bakterien im Mundraum.

Ich habe im Hildegard-von-Bingen-Buch recherchiert, wie man die Zahnpflege weiter optimieren kann und werde grundlegend erst einmal für eine Zeit den “Kneipp”-Tipp anwenden: Zähneputzen mit kaltem Wasser und keine Zahnpasta.



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Autor: Dagmar

Das berühmteste Rezept von Maria Treben

Ich beschäftige mich ja hier viel mit den Schwedenkräutern, Heilkräutern und Anwendungen nach Maria Treben. Da ich sozusagen mit ihnen seit frühester Kindheit vertraut bin (mein Großvater mütterlicherseits hat immer den Schwedenbitter gebraut), sind sie mir zugleich eine schöne Erinnerung an zuhause und an die einfachen, aber wirkungsvollen Rezepte gegen kleine und mittlere Krankheiten.

Ich habe dabei eine durchaus bodenständige und differenzierte Einstellung zur Naturheilkunde, ich wende sie immer an, wenn möglich und scheue auch nicht den Arztbesuch, wenn nötig. Immer dann, wenn ich mich hinreichend mit der Krankheit, dem Körper und der Heilpflanze beschäftigt habe und die Situation ganzheitlich betrachte habe, hat mir die Kräuterkunde im speziellen rund um Maria Treben und Hildegard von Bingen sehr geholfen.

Nachdem ich nun schon soooo viel über Maria Treben geschrieben habe, nun endlich auch einmal zum berühmten Schwedenbitter und seiner Herstellung. Es ist eigentlich ganz einfach.Nochmal zur Geschichte: das Rezept geht auf den schwedischen Arzt Dr. Samst zurück.



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Autor: Dagmar

Keine Delikatesse, dafür wirksam!

“Linum Usitatissimum”, auch bekannt als Lein, Echter Lein oder Flachs. Weiter bekannt sind Leinsamen, (die Saat) und Leinen (der Stoff). Die zierliche Lein Pflanze liefert uns die pflanzliche Basis hierfür. Eigentlich eine wunderhübsche Pflanze, wie ich finde: zierlich, unaufdringlich, mit blauen, rosa, gelben oder weißen Blüten. Als pflanzliches Heilmittel wird der Leinsamen eingesetzt, bevorzugt für eine bessere Verdauung, bei Magen und Darm Problemen, Blähungen und Verstopfung.

Geschichte und Erzeugnisse aus Lein
Lein oder Flachs gehört zu den ältesten und beliebtesten Kulturpflanzen. Ihre Vielseitigkeit zeichnet sie aus, die Bezeichnung “Usitatissimum” bedeutet “Der sehr Nützliche”. Aus den Stängeln des Leins wurde schon früh Leinen gewoben, die Leinsamen liefern das Leinöl, das im mittleren Europa des Mittelalters das alleinige pflanzliche Fett war. Die Rückstände bei der Ölgewinnung, der Presskuchen, wird an das Vieh verfüttert (weswegen auch eine andere Bezeichnung des Leins Stallkraut lautet).

Verwendung von Leinsamen in der Pflanzenheilkunde
In der pflanzlichen Heilkunde wird der Leinsamen (Semen lini) verwendet. Sie enthalten Ballaststoffe und Schleimstoffe sowie pflanzliches Eiweiß und Linolensäure. Die Ballaststoffe regeln die Verdauung und die Schleimstoffe legen sich mit einem dünnen Film über (entzündete) Schleimhäute, um sie vor Säuren zu schützen.



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Autor: Dagmar

Selbst basteln:Schlafkissen für den kleinen Zappelphilipp

Das Streitthema ADHS nimmt mittlerweile einen festen Platz in Medien, Familien und Arztpraxen ein. Dabei sind sowohl die Fachmediziner wie Psychologen, Psychotherapeuten, Kinderärzte als auch Eltern, Schulen, Lehrer und Erzieher uneins im Umgang mit dieser Krankheit. Manche Studien sprechen davon, dass 4-8 Prozent aller Schüler dem sogenannten “Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom” anheim gefallen sind. Manche behaupten, dass bis zu 25 Prozent aller Schüler davon betroffen sind.

Ich möchte an dieser Stelle weniger über Leitsymptome von ADHS und die dafür auch eventuell verantwortliche familiäre Lebensordnung schreiben, lade Sie jedoch gern zum Erfahrungsaustausch ein und zur Diskussion.
Ich möchte gern mögliche Abhilfe aus dem Gebiet der Pflanzenheilkunde empfehlen und so aktiv zur Linderung der Symptome beitragen. Denn eines ist klar: eine Droge wie Ritalin kann für Kinder nur dann infrage kommen, wenn die Probleme anderweitig nicht in den Griff zu bekommen sind.



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Autor: Dagmar

Bier Zutaten einmal anders:-)

“Viriditas” nannte die berühmte Benediktinerin, Mystikerin, Heilkundige und Komponistin, die im 11. Jahrhundert lebte, die Kraft des Grünens und erkannte sie als stärkste Kraft der Schöpfung.Sie beurteilte Nahrungsmittel Vor Allem nach ihrer Heilwirkung, weniger nach Kalorien, Vitaminen, Mineralstoffen. Neben der uralten Getreideart Dinkel (der sie eine überragende Heilkraft zuschreibt) gibt es für sie weitere wertvolle Gemüse, Früchte und Kräuter.

So zum Beispiel Edelkastanie, Fenchel, Kürbis, Kichererbse, Rote Beete, Möhre, Apfel, Quitte, Petersilie, Galgant und Knoblauch. Im folgenden zwei Pflanzen mit ebenfalls großer Heilwirkung, die normalerweise im Bier vollendet miteinander vereint sind: Hopfen und Gerste!

Heilwirkung Hopfen
Das Hanfgewächs Hopfen beruhigt, die Heilkraft kommt aus den weiblichen Blüten, den Hopfenzapfen. Hopfen hilft hervorragend bei nervöser, innerer Unruhe, Magenbeschwerden und Schlafproblemen.



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Autor: Dagmar

Rezept aus Gesundheit aus der Apotheke Gottes von Maria Treben

Eine Kollegin mit Neurodermitis am Hals mit typischen, unangenehmen Begleiterscheinungen (Juckreiz, rote, lederne Flecken, Unwohlsein, Schal um den Hals tragen…) brachte mich unlängst dazu, wieder im Buch von Maria Treben nachzuschlagen. Meine Schwester ist leider auch betroffen (offene Neurodermitis an den Handinnenflächen) und ich erinnerte mich, dass das folgende Kräuterrezept nebst Einhaltung einer Diät stark zur Linderung der Beschwerden beigetragen hat.

Eigentlich bezieht sich Maria Treben mit ihrer Tee Empfehlung auf die Schuppenflechte, die ja wohl ähnliche Symptome wie die Neurodermitis (auch Atopisches Ekzem) aufweist: rote, fleckige Haut, teilweise wie Fischschuppen,oder rissige lederne Haut einhergehend mit starkem Juckreiz. Die Haut sondert dazu eine Menge von Schuppen ab. Die nervliche Belastung dürfte (je nach Ausdehung der betroffenen Hautstellen) nahezu unverstellbar sein. Sollten Sie betroffen sein oder auf der Suche nach einem Heilmittel sein: schreiben und bloggen Sie mit, ich lade Sie herzlich ein!

Da also die Symptome und die Ursache (Vererbung, Neigung zu Allergien gehen einher) bei beiden Krankheiten sehr ähnlich sind, hat also meine Verwandschaft mit gutem Erfolg die Teemischung von Maria Treben angewendet.



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Autor: Dagmar

Salbei (Salvia Offinicalis)

Der Salbei wird im Volksmund auch Edelsalbei, Gartensalbei, Königssalbei, Muskatkraut oder Scharleikraut genannt. Salvia kommt vom lateinischen “Salvare” und bedeutet “Heilen”, der Name des Lippenblütlers spricht also schon von einer hohen Wertschätzung durch die Menschen seit altersher. “Warum soll ein Mensch sterben, wenn Salbei im Garten steht?” sagt ein Spruch aus der Zeit um 1300 n. Chr.

Salbei

Heilkräftiger als der wilde Salbei ist der Gartensalbei, auf den ich mich hier beziehe, und dabei wieder Maria Treben aus “Gesundheit aus der Apotheke Gottes” zitiere. Salbei bietet in seiner Zusammensetzung ätherisches Öl und Gerbstoffe, die antibakteriell (desinfizierend), antiseptisch (keimtötend) und astringierend wirken.



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