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Naturdroge Meskalin: Peyote-Kaktus sorgt für Halluzinationen

Naturdroge Meskalin: Peyote-Kaktus sorgt für Halluzinationen

Der Kultfilm „Fear and Loathing in Las Vegas“ mit Jonny Depp rückte die Naturdroge Meskalin in den Fokus. Doch schon mexikanische Indianerstämme berauschten sich mit dem Wirkstoff Meskalin. Gewonnen wird der halluzinogene Stoff aus dem Peyote-Kaktus. Hier mehr dazu lesen.

Der Peyote-Kaktus wächst in Mittelamerika

Der für die Meskalinherstellung verwendete Kakteenart Peyote (Lophophora williamsii) kommt ursprünglich aus Mittelamerika. Dort wächst der Kaktus allein oder in Gruppenbildung vor allem in Mexiko und der Region Texas (USA). Der stachellose, grüne Kaktus kann einen Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen. In der Mitte befindet sich eine weiße Blüte.

Der Peyote Kaktus enthält über 50 Alkaloide, darunter auch besagtes Meskalin, das bei der Einnahme Halluzinationen ähnlich wie bei der Droge LSD hervorruft. Außerdem findet sich im Peyote der antibiotische Wirkstoff Peyocactin. Das Mittel bekämpft wirksam Bakterien und Pilze.

Einige Kakteen in Süd- und Mittelamerika weisen den Stoff Meskalin auf. Mittels Extraktion wird die Substanz aus den Kakteen gewonnen. Meskalin lässt sich aber auch synthetisch herstellen.

Meskalin als Droge: Verwendung und Risiken

Die Naturdroge Meskalin wird gewöhnlich in Pulverform als Kapsel oral eingenommen. Bereits ab zwei Milligramm setzen Effekte ein. Dabei kann es einige Stunden dauern, bis Wahrnehmungsveränderungen, intensives Farbensehen und Halluzinationen auftreten. Die Realität verschwimmt, bis ein Realitätsverlust eintritt. Ein Meskalintrip kann bis zu zwölf Stunden andauern.

So wie jede Droge birgt auch Meskalin einige Gefahren. Da die Sinne der Konsumenten nicht mehr geschärft sind, ist auch das Gespür für Gefahren eingeschränkt. Das kann beispielsweise im Straßenverkehr sehr gefährlich werden. Außerdem kann der Meskalinkonsum Psychosen auslösen.

Übrigens: Schon vor Jahrhunderten nutzen mexikanische Indianerstämme Meskalin im Rahmen von Stammesritualen als Inspirationsdroge für mehr Spiritualität.

Meskalin Rechtslage

Der Besitz und der Handel, allerdings nicht der Konsum, von Meskalin ist in Deutschland durch das Betäubungsmittelgesetz verboten. Allerdings sind in Deutschland einige meskalinhaltige Kakteengewächse (Cactaceae) wie Echinopsis und der Peyote-Kaktus nicht explizit verboten. Es sei denn, sie werden bewusst zur Herstellung von Betäubungsmitteln wie Meskalin verwendet.

Bild: Pixabay, 1049201, Foto-Rabe

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