Kräuter als Heilmittel

Natürliche Cholesterinsenker: Nüsse, Ingwer und Co.

Schalen mit Nüssen

Wer seine Cholesterinwerte senken möchte, braucht dazu keine Diätmargarine oder ähnliches. Viel wirksamer – und vor allem schmackhafter – ist es, den Blutfettspiegel mithilfe von Kräutern, Gemüse und Früchten zu senken. Einige Nahrungsmittel können durchaus Wirkungen erzielen, die mit medikamentösen Cholesterinsenkern gleichgesetzt werden kann.

Flohsamen

Flohsamen enthalten Psyllium, einen Pflanzenschleim, der ein wasserlöslicher Ballaststoff ist und Einfluss auf die Zusammensetzung und Menge der Gallenflüssigkeit hat, wodurch der Blutfettwert um bis zu 15 Prozent gesenkt werden kann. Empfohlen wird eine tägliche Einnahme von ca. 15 – 20 Gramm.

Grüner Tee

Grüner Tee aus Japan und China hemmt die Fettaufnahme aus der Nahrung. Dies wurde durch eine Studie an der Oklahoma State Universität getestet und bestätigt. Sogar Probanden, die bereits an einer Fettwechselstörung litten, konnten ihre Blutfettwerte senken. Empfohlen werden vier Tassen Grüner Tee täglich.

Leinsamen

Der Konsum von vier Teelöffeln Leinsamen täglich kann den Cholesterinspiegel von Männern um fünf bis zehn Prozent absenken. Bei Frauen tritt jedoch kaum eine messbare Senkung der Blutfettwerte ein. Der vermutliche Grund: Leinsamen enthält das pflanzliche Östrogen „Ligan“, das dem weiblichen Geschlechtshormon ähnelt.

Knoblauch und Bärlauch

Die cholesterinsenkende Wirkung von Knoblauch ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Ebenso hilfreich ist der einheimische Bärlauch.

Nüsse

Der Verzehr von ca. 70 Gramm Nüsse reicht aus, um den Cholesterinwert um ca. sechs Prozent purzeln zu lassen. Die in den Nüssen enthaltenen ungesättigten Fettsäuren wirken sich positiv auf die Blutfettwerte aus. Besonders reich an ungesättigten Fettsäuren ist die Walnuss.

Ingwer

Die im Ingwer enthaltenen Gingerole wandeln Cholesterin in Gallensäure um. Empfohlen wird die Einnahme von zwei Gramm Ingwer täglich.

Erbsen

Die gesunden Hülsenfrüchte enthalten große Mengen an Saponinen, welche die Cholesterinmoleküle in der Nahrung in unlösliche Komplexe zwingen. Auf diese Weise werden sie daran gehindert, in den Blutkreislauf zu gelangen. Ebenso wird Gallensäure gebunden, wodurch die Leber gezwungen ist, dem Körper Cholesterin zu entnehmen, damit sie neue Gallensäure bilden kann.

Apfel

Die im Apfel enthaltenen Pektine binden Gallensäure an sich. Zur Bildung neuer Gallensäure entnimmt die Leber Cholesterin aus dem Blut. Mit Äpfeln lässt sich der Blutfettwert um bis zu 30 Prozent senken.

Speiseöle

Die Verwendung von Sonnenblumen-, Oliven-, Weizenkeim-, Kürbiskern-, Sesam- und Sojaöl kann den Cholesterinspiegel um bis zu zehn Prozent senken.

Fotourheber: Setareh – Fotolia.com

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