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Obst- und Gemüsereste verwerten statt entsorgen

Obst- und Gemüsereste verwerten statt entsorgen

Geht es nach den Anhängern des neuen Trends „From Leaf to Root“ sind die Schalen von Karotten, Gurken und Co viel zu schade zum Wegwerfen. Stattdessen werden hier alle Teile von Obst und Gemüse verwertet – inklusive Blattgrün. Wie das gehen soll, erfahren Sie hier!

Schalen von Karotten, Gurken und Äpfeln: Das meiste landet im Müll

Die Situation ist bekannt! Wir stehen in der Küche und bereiten ein Gericht zu. Dafür schälen wir Kartoffeln, Möhren und andere Obst- und Gemüsesorten. Alles, wofür wir keine Verwendung finden, landet im Müll. Aber muss das sein? Mittlerweile befassen sich ganze Kochbücher mit dem Trend des Verwertens aller genießbaren Teile von Obst und Gemüse einschließlich Schalen, Wurzeln und Stielen.

Gemüse mit Blatt und Wurzel verwenden

Wer sein Obst- und Gemüse bis auf den letzten Rest aufbrauchen möchte, der verzichtet am besten komplett aufs Schälen. Äpfel, Birnen, Gurken, Karotten, Rettich, Kiwis und Pastinaken müssen lediglich gründlich gewaschen werden, bevor sie inklusive Schale zur weiteren Verarbeitung bereit sind. Pluspunkt: Direkt unter der Schale von Äpfeln, Kiwis und Co sitzen die meisten Nährstoffe. Wird auf das Schälen verzichtet, bleiben diese erhalten. Doch was ist zu tun, wenn das Schälen doch mal unumgänglich ist? Da haben wir eine Idee: Schalen von Kartoffeln beispielsweise lassen sich bei 200 Grad (10 Minuten) ganz wunderbar in knusprige Chips verwandeln.

Aus Gemüseresten von Zwiebeln, Sellerie, Karotten, Fenchel und Lauch hingegen können Sie eine gesunde Gemüsesuppe zaubern. Dafür einfach die Reste der Gewächse so lange in einem Gefrierbeutel im Eisschrank sammeln, bis ausreichend für eine Suppe zusammengekommen sind.

Und was ist mit dem Grün von Karotten und Radieschen? Fein gehackt dient es zum Verfeinern von Salaten und Suppen! Aber auch Smoothies lassen sich damit pimpen. Und ein Pesto, beispielweise aus Olivenöl, Nüssen und Parmesan, erhält durch etwas Grün das gewisse Etwas.

Darauf sollten Sie noch achten

Professor Dr. Sabine Kulling vom Max-Rubner-Institut äußert jedoch Bedenken: „Pflanzenteile wie Karottengrün und Kohlrabiblätter werden bisher wenig auf Rückstände untersucht, da nicht von ihrem Verzehr als Lebensmittel ausgegangen wird. Daher ist nicht auszuschließen, dass sie mit Pflanzenschutzmitteln oder anderen unerwünschten Substanzen belastet sein könnten.“

Sie sind dennoch begeistert von der neuen Food-Bewegung? Um sicher zu gehen, greifen Sie zu Gemüse und Obst- in Bio-Qualität. Wer zudem Stiel und Stängel probieren möchte, sollte sich vorab einen Rat darüber einholen, ob deren Verzehr unbedenklich ist.


Bild: Pixabay, 344185, ariesa66

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