Kräuter als Heilmittel

Oregano – würzig und heilend

Oregano, den ältere Generationen vor allem unter dem Namen „Dost“ kennen dürften, ist unabdingbar in der Mittelmeer-Küche. Keine Tomatensoße kommt ohne ihn aus. Doch der Verwandte des Majoran hat, das ist wohl nur wenigen Menschen bekannt, ausgesprochen gute Heilkräfte.

Origanum vulgare kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wird aber in der heutigen Zeit auch in unseren Breiten kultiviert. Im gut sortierten Küchengarten hat er einen festen Platz. Die unterschiedlichen Sorten wie zum Beispiel der Goldoregano sind zudem sehr dekorativ und gedeihen auch zwischen Steinen. Nicht umsonst nannten ihn die Griechen „Schmuck der Berge“ (Das Onlinelexikon Wikipedia verrät: oros bedeutet Berg, ganos heißt soviel wie Schmuck, Glanz).

Im Vergleich zum Origanum majorana, dem Majoran, hat er einen würzigeren, fast scharfen Geschmack und ist nicht ganz so süß. Die winterharte, mehrjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler wird bis zu 60 Zentimeter hoch und blüht in der Sommermitte in den Farben Weiß bis Rosa. Um die Pflanze zum erneuten Austrieb anzuregen und so eine gute Ernte zu sichern, sollte Oregano nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Das Kraut bevorzugt einen sonnigen Standort und einen durchlässigen Boden. Oregano eignet sich ausgesprochen gut zum Trocknen, die ätherischen Öle verlieren ihr Aroma dabei nicht.

Für die Küche eignet sich ganz besonders die Variante Origanum heracleoticum, der Griechische Oregano. Er lässt sich wunderbar in Essigen und Ölen verarbeiten, gibt Dressings einen mediterranen Geschmack und eignet sich, zusammen mit Salbei, Rosmarin, Basilikum und Thymian, sehr gut für Kräuterbrote. Wer einmal etwas wirklich neues ausprobieren möchte, ersetzt in Rezepten für Kräuterhonig und Gelee den Majoran durch seinen aromatischen Verwandten. Darüber hinaus wird das Kraut auch gern für die Mischung „Kräuter der Provençe“ verwendet.

Pflanzenheilkunde
Die ätherischen Öle des Oregano (im Handel erhältlich) wirken antiviral und antiseptisch. Als Tee verwendet man ihn, ähnlich wie Ysop, Taubnessel und Dill, bei Appetitmagel, Verdauungsproblemen und Blähungen. Man kann aus den Blüten und Blättern auch eine Tinktur herstellen. Sie eignet sich besonders für Entzündungen der Mudschleimhäute, gegen Husten und bei Menstruationsbeschwerden. Äußerlich angewendet wirkt Oregano gegen Cellulite und Ekzeme. Man sollte ihn in der Schwangerschaft generell nur von außen anwenden, denn schon Hippokrates kannte das Kraut als gutes Mittel, um eine Geburt voranzubringen.

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  • Coresan
    25. Juni 2010 at 20:19

    Hallo,
    danke für die gute und kurze Zusammenfassung.
    Was ist allerdings wenn ich sehr viel Oregano habe, welchen mann verarbeiten möchte, kann dann etwas gemacht werden.