Der Grundstoff eines jeden Brotes, die Ähre. © SarahC./PixelioDieses Brot bekommt man so meines Wissens nirgends zu kaufen. Es ist mein absolutes Lieblingsrezept und immer wieder der Renner auf Grillpartys, als Mitbringsel bei Wohnungseinweihungen und natürlich einfach so, für Familie und Freunde. Das Rezept ist vielfältig und abwechslungsreich, man kann individuelle Zutaten verwenden und dem Brot damit eine kulinarische Richtung geben. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass es zudem auch noch einfach in der Zubereitung ist.

Das Grundrezept
Auf der Basis des Grundrezeptes für den Teig lassen sich die verschiedenen Abwandlungen herstellen. Für den Teig braucht man:

  • 500 g Weizenmehl (oder Weizenvollkorn, für die Gesundheitsbewussten)
  • 1 Würfel Hefe
  • 300 ml Milch
  • 1 TL Zucker
  • 1 gut gehäufter TL Salz
  • etwas Fett für die Form

Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. In diese Vertiefung kommt die Hefe (etwas zerbröckelt) mit dem Zucker und darauf die warme Milch. Es ist wichtig, dass die Milch wirklich nur warm und nicht kochend heiß ist, da die Hefe sonst nicht richtig arbeiten kann. Diese beginnt nun, sich aufzulösen. Dieser Vorgang wirft Blasen an der Oberfläche. Man kann die Mischung 5 Minuten stehen lassen. Wenn es schnell gehen muss, hilft auch sanftes Rühren der Hefe-Milch-Mischung. Jetzt kommt das Salz dazu.

Alles mit der Hand langsam verkneten, bis der Teig nicht mehr klebt und schön weich und elastisch ist. Das geht natürlich auch mit einer Küchenmaschine. Ich benutze aber lieber die Hände, weil man dann die verschiedenen Stufen Kräuterbrot - selbst gemacht einfach unwiderstehlich! ©BrandtMarke/Pixeliodes Teiges von klebrig bis elastisch sehr gut “miterleben” kann. Außerdem ist das eine sehr meditative Arbeit. Nun würden die Kräuter und eventuell noch andere Gewürze dazu kommen. Nochmal kräftig durchkneten und dann an einem warmen und vor Zugluft geschützten Ort stellen, zudecken und warten, bis er zur doppelten Größe aufgegangen ist. Dann wird der Teig nochmals kurz geknetet, in eine gefettete Kastenform gegeben und nochmal kurz zum Ruhen zurück gestellt. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C backen. Je nach Ofen dauert das etwa 35-40 Minuten, manchmal länger. Den optimalen Gargrad bei jedem Brot erfährt man durch die “Klopfprobe”. Pocht man oben auf das Brot, so als würde man an eine Tür klopfen, muss es sich hohl anhören.

Variante 1: Klassisch

Für ein klassisches Kräuterbrot benötigt man je einen Bund Dill, Schnittlauch und Petersilie. Das Brot passt zu Allem. Besonders der Dill sticht hervor. Der Vorteil: die Kräuter sind auf jedem Wochen- oder im Supermarkt relativ problemlos zu bekommen.

Variante 2: Mediterran

Wer gern italienisch oder sonstwie mediterran angehaucht kocht, kann dieses Brot zum Essen reichen. Die Zutaten kann man auch hier variieren. Eine Möglichkeit:

  • ein paar schwarze und grüne Oliven (nach Geschmack)
  • 3 EL getrocknete und gehackte Tomaten eine Hand voll Oregano
  • etwa 8-10 Blätter Salbei
  • 1 EL Rosmarin
  • 2-3 EL Basilikum
  • wer mag noch etwas Thymian

Abwandlungen sind z.B. möglich, indem man die Oliven mit Kapern ergänzt, oder noch etwas Knoblauch hinzufügt. Wer kein Freund von Salbei und Rosmarin ist, kann auch einfach die Kräuter der klassischen Mischung verwenden und diese mit den anderen Zutaten kombinieren.

Variante 3: Griechisch

Woran denken wir bei griechischem Essen? Richtig, an eine Menge Knoblauch. Also, je nach Geschmack 2 oder mehr Knoblauchzehen würfeln. Kräuter sind auch hier wieder variabel. Möglich ist die mediterrane Mischung, oder man beschränkt sich nur auf ein Kraut. Passend sind hier Rosmarin oder Thymian. Wer ein Freund von getrockneten Mischungen ist oder wenn es einfach schnell gehen muss, kann Kräuter der Provence verwenden. Für den Extra-Pfiff: Fetawürfel dazugeben.


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Eher unscheinbar, manche meinen sogar hässlich, kommt die Aloe vera daher. Was ihr Äußeres nicht vermuten lässt – in der “Wüstenlilie” stecken weitreichende Heilkräfte. Grund genug, ihr einen festen Platz auf der Fensterbank neben den anderen Heilpflanzen wie Salbei, Katzenminze oder Lavendel zu sichern.

Aloe vera - als Heilpflanze wieder populär © FlickrDie “Echte Aloe”, wie die Aloe vera auch genannt wird, gehört zur Familie der “Affodillgewächse” und zur Gattung der Aloen. Die Wunderpflanze war ursprünglich auf den Kanarischen Inseln beheimatet. Mittlerweile findet man sie aber in vielen Trockengebieten der Erde, denn die Aloe mag es gern warm. Im Winter sollte sie deswegen ins Haus geholt werden. Auch zuviel Wasser bekommt ihr nicht, das sollte man bei der Pflege beherzigen. Da die Heilpflanze ihren Ursprung in der Wüste hat, ist sie komplett auf die Gegebenheiten in der Hitze eingestellt. Die dickfleischigen Blätter speichern unglaubliche Mengen Wasser. In ihnen ist auch das Gel bzw. der Saft enthalten. Beides findet Anwendung in Medizin und Kosmetikindustrie.

Geschichte
Schon in der Bibel werden “Aloebäume, die der HERR pflanzt” (4.Mose 24,6) erwähnt. Daneben sind große Namen mit der Pflanze verbunden. So benutzten Kleopatra und Nofretete die Aloe zur Schönheitspflege, Alexander der Große ließ seine Soldaten damit bei Verletzungen behandeln. Die heilenden Wirkstoffe beschleunigen nicht nur die Wundheilung, sie wirken auch wie ein natürliches Schmerzmittel. In größeren Mengen verzehrt hat die Wüstenlilie eine abführende Wirkung. Alte Naturvölker sollen sie als Abtreibungsmittel gekannt haben. Für die Ausbreitung der Pflanze sind in erster Linie die spanischen Flotten in der Neuzeit verantwortlich. Auch Columbus kannte die Aloe und führte sie auf seinen Schiffen mit, um Verletzungen damit zu heilen. Einträge in seinem Logbuch sollen sie als “Arzt im Blumentopf” beschreiben. In den Anfängen des 20. Jahrhunderts war die Pflanze in der Bevölkerung sehr beliebt, da man noch mit Holzöfen heizte und kochte, die sehr leicht Verbrennungen verursachten. Bis in das 21. Jahrhundert ging die Bedeutung aber etwas unter. Warum die Aloe vera heute wieder so beliebt ist, lässt sich nur mutmaßen.

VerwendungBlüte der Aloe - sie zeigt sich nur, wenn die Pflanze im Freien steht.  © Flickr
Man kann unzählige Produkte erwerben, in denen Aloe vera enthalten ist. Es geht aber auch viel preiswerter und unkomplizierter. Die Zimmerpflanze ist so pflegeleicht, dass selbst “Pflanzenmuffel” und Menschen ohne den sprichwörtlichen “Grünen Daumen” eine Aloe halten können.
Wenn man sich verbrannt oder anderweitig verletzt hat, schneidet man einfach ein Stück eines Blattes ab. Die Haut wird entfernt und das darin enthaltene Gel dann auf die betroffenen Hautpartien gestrichen. Dieser Vorgang kann mehrmals täglich wiederholt werden. Besonders bei Verbrennungen empfiehlt es sich, das abgetrennte Blatt nach der Erstbehandlung im Kühlschrank aufzubewahren. Darüber hinaus kann das Gel auch für Schönheitszwecke eingesetzt werden.

Zur inneren Anwendung gehört eine Vorbereitung des Blattes: Um das Aloin (sitzt zwischen Rinde und Gel) zu neutralisieren, wird die abgetrennte Spitze mit dem Schnitt nach unten für eine Stunde ins Wasser gestellt. Danach kann man die Aloe zu sich nehmen.

Übrigens: Die “Wunde”, die durch das Abschneiden an der Pflanze entsteht, schließt sich von allein und schadet ihr nicht.


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Die bekannteste Form des Kräuterhonigs ist wohl die Variante mit Minze. Wer aber etwas Neues ausprobieren möchte, kann ungewöhnliche Abwandlungen mit Lavendel, Anis, Koriander, Fenchelsamen, Rosmarin, Salbei, Rosenpelargonie, Thymian, Veilchen, oder Majoran ausprobieren.Honigwabe © Storchenschnabel/PixelioDie Herstellung ist relativ einfach. Man verwendet für 500 ml Honig ca. einen Esslöffel frische oder 1,5 Esslöffel getrocknete Kräuter. Diese werden in ein Mullsäckchen oder einen handelsüblichen Teefilter aus Papier gegeben. Gut verschlossen wird dieses Kräutersäckchen dann in den Honig gegeben, der unter ständigem Rühren leicht erwärmt wird. So gehen die ätherischen Öle in den Honig über. Der Effekt wird dann unterstützt, indem die Mischung für eine Woche in einem fest verschlossenen Glas im Schrank gelagert wird. Danach wird der Kräuterhonig ein weiteres Mal im Topf erwärmt. Das Säckchen mit den Kräutern wird mit einem Holzlöffel fest ausgedrückt. So geht auch das letzte Aroma in die Mischung über. Diese wird in heiße, sterile Gläser gegossen und versiegelt oder im Kühlschrank aufbewahrt.

Je nach Geschmack kann man bei der Zubereitung auch die Kräutermenge erhöhen. So kann man den Kräuterhonig auch als Heilmittel einsetzen. Mit Fenchelsamen hergestellt wirkt er z.B. gut gegen Beschwerden der Atemwege. Salbeihonig kann zu einem Tee aufbereitet werden. Die Anwendungen und Zubereitungsvarianten sind vielfältig. Daneben ist selbstgemachter Kräuterhonig eine sehr schöne Geschenkidee.


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Der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) gehört zur Familie der Lippenblütler. Der Name des immergrünen Halbstrauches leitet sich aus dem Lateinischen ab. So steht “ros” für “Tau” und “marinus” für “des Meeres”. Rosmarin bedeutet also soviel wie “Meertau”. Man kann davon ausgehen, dass die Pflanze bereits in der Antike bekannt, aber bei weitem nicht so geschätzt war, wie sie es heute ist. Die Symbolik des “ros marinus” war in Griechenland und im alten Ägypten eng mit dem Tod verbunden. Auch im England des 18. Jahrhunderts herrschte diese Assoziation vor. Man trug Thymian- und Rosmarinkränze bei Beerdigungen, zum einen als Symbol für die Erinnerung an den Toten, andererseits um den Geruch des Todes zu überdecken und sich vor Krankheiten zu schützen. Darüber hinaus symbolisiert die stark duftende Pflanze auch die Liebe. Im Mittelalter überreichten Verehrer ihrer Angebeteten das Kraut. In Deutschland wurde der Rosmarinkranz über lange Zeit von Bräuten getragen.
Rosmarin © urulaia/Pixelio Rosmarin wächst vor allem in der Mittelmeer-Region wild. Als bevorzugter Standort gilt ein sonniges und trockenes Plätzchen. Darauf sollte man achten, wenn man die Pflanze in unseren Breitengraden pflegt. Was die Winterhärte betrifft ist Rosmarin ein Grenzfall. Spätestens vor dem ersten Frost sollte er darum ins Warme geholt werden. Es bietet sich also an, die Pflanze immer im Topf zu ziehen. Der Boden muss sehr durchlässig sein, regelmäßiges Umtopfen in größere Töpfe erhöht die Langlebigkeit. Als Heilpflanze hat Rosmarin vor allem aufgrund seiner starken ätherischen Öle Bedeutung erlangt. Die Inhaltsstoffe der Pflanzen töten viele Schimmelpilze, Bakterien und Hefen ab. Als stark hautreizend bekannt, wird das ätherische Rosmarinöl zur Durchblutungsförderung angewendet. Die äußerliche Anwendung verspricht Linderung bei Kreislaufbeschwerden, Rheuma, Gicht und Zerrungen. Als Tee wirkt Rosmarin außerdem gegen Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit.
In der Küche findet die Pflanze aufgrund ihres Geschmacks, der etwas an Kiefer erinnert, vornehmlich in deftigen Gerichten mit Wild oder Rind Verwendung. Als Gewürz passt der Rosamrin aber auch sehr gut zu Gemüse. Aus mediterranen Kräutermischungen ist er nicht wegzudenken.


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Kräutergelee © FlickrAus Kräutern kann man vieles machen. Als Gewürzmischung machen sie oft deftige Gerichte schmackhaft. Man kann sie aber auch für viele süße Speisen verwenden. Eine ganz besonders ausgefallene Idee ist Kräutergelee als Brotausstrich. Die Zubereitung ist ganz einfach und gelingt garantiert.

Die Basis: Der Kräuteraufguss
Um ein Gelee herzustellen benötigt man einen Kräutersud als Basis. Um diesen zu gewinnen werden vier Esslöffel getrocknete Kräuter oder zehn Esslöffel frische Kräuter mit 6oo ml kochendem Wasser übergossen. Den Aufguss 15 Minuten ziehen lassen.

Gelee herstellen
Es gibt zwei Möglichkeiten zur Herstellung: zum einen kann man Pektin benutzen, die Alternative ist herkömmlicher Gelierzucker. Um das Kräutergelee mit Pektin einzukochen, benötigt man:

  • 4 TL Apfelessig
  • 600 ml Honig
  • den Kräuteraufguss
  • 90 g Pektin

Essig und Honig zum Aufguss geben und alles unter Rühren zum Kochen bringen. Das Pektin dazu geben und eine weitere Minute aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und den Schaum abschöpfen. Das Kräutergelee heiß in Gläser geben, verschließen und einige Zeit kopfüber stellen. Somit sind die Gläser versiegelt.Bei der Verwendung von Gelierzucker einfach den Honig und das Pektin damit ersetzen und nach Packungsanleitung zubereiten.

Für dieses Rezept eignen sich Rosmarin, Minze, Petersilie, Salbei, Estragon oder Thymian.


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Der Holunder gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse und wächst in Europa, Nordamerika und Asien. Als “Schwarzer Holunder” (Sambrus nigra L.) ist er in unseren Breiten besonders stark verbreitet. Die Pflanzen enthalten in Blättern, Rinde, Samen und unreifen Früchten den giftigen Stoff Sambunigrin, der seine Wirkung erst durch Erhitzen verliert.

Als Heilpflanze ist Holunder etwa seit dem 5. Jahrhundert vor Chr. bekannt. Schon Hippokrates soll die Beeren der Pflanze gegen Erkältungen eingesetzt haben. Auch Hildegard von Bingen und Johannes Kneipp erkannten seine Kräfte. Im Volksglauben drehen sich unzählige Mythen um die Pflanze. Der “Hollerbusch”, wie er früher mundartlich genannt wurde, sollte gegen Böses wirken. Mythologisch ist er der Hausgöttin”Holda” zugeordnet, die wohl den Meisten besser als “Frau Holle” bekannt ist. Neueste Studien belegen, dass die im Holunder in hoher Konzentration enthaltenen Bioflavonoide die Abwehrkräfte stärken. Somit dient die pflanzliche Arznei nicht nur der Heilung, sondern auch der Vorbeugung von Erkältungskrankheiten in der kalten Jahreszeit. Holunder kann aber noch mehr: die Blüten der Pflanze können zu einem Tee verarbeitet werden. Aufgrund seiner harntreibenden und blutreinigenden Wirkung wird er gegen Rheuma und Hautunreinheiten eingesetzt. Hollunder © Flickr Darüber hinaus dient der Aufguss als Mittel bei Entschlackungskuren, kann gegen Erkältungen und Husten inhaliert und als Schwitzkur gegen Fieber eingesetzt werden. Zurückzuführen ist dieser Effekt auf die ätherischen Öle. Sie bilden einen Aromakomplex, der schleimlösend und schweißtreibend wirkt. Die leicht abführende Wirkung macht Holunderblütentee zu einer sanften Medizin bei Verstopfung und Magenbeschwerden. In den Beeren der Pflanze soll die meiste Heilkraft stecken. Sie entsteht durch die besonders hohe Konzentration an Vitamin C, der Wunderwaffe, die das Immunsystem stärkt und die Heilung grippaler Infekte nachweislich beschleunigt.

Auch Blätter und Rinde werden aufgrund ihrer hautberuhigenden Wirkung verwendet: als Kompressen und Salben aufbereitet helfen sie bei Quetschungen, Prellungen und oberflächlichen Wunden direkt auf den betroffenen Stellen. Um gerade während “Grippewellen” das Immunsystem zu stärken kann man mit Holunder als Saft, Gelee oder Sirup sehr einfach und effektiv die Ernährung ergänzen. Regionale Küchen kennen darüber hinaus auch die in Pfannkuchenteig frittierten Holunderblüten und das Muß der Beeren als Zutat zum Backen und für Rote Grütze. Da der reine Saft eine sehr herbe Geschmacksnote hat, wird er oft mit süßen Fruchtsäften vermischt getrunken. So ist er selbst für Kinder, die Arzneien oft aufgrund ihres bitteren Geschmacks ablehnen, eine akzeptable Medizin und eine natürliche Alternative zu den teuren, chemisch hergestellten Mitteln der  Pharmaindustrie.


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Das herkömmliche Balsamico-Dressing für den Salat ist ja ganz lecker, aber auf Dauer auch sehr langweilig. Darum verrate ich euch jetzt drei leckere Grundrezepte, die durch ihre Variationsmöglichkeiten immer wieder für frischen Wind auf dem Teller sorgen.

Italienisches Kräuterdressing

  • 175 ml Olivenöl
  • 4 EL Essig (besonders gut eignet sich Kräuteressig)Salatdressing © Alfred Bo/PIXELIO
  • 2 EL gehackte frische Kräuter
  • eine Prise Zucker, Pfeffer und Salz

Die Zutaten kräftig verrühren, durchschütteln oder im Mixer zu einer homogenen Flüssigkeit vermischen. Den Essig kann man auch durch einen Teil Zitronensaft ersetzen, dann mit Kräutern wie Zitronenthymian, etwas Zitronenmelisse, Oregano, Rosmarin und Petersilie verfeinern. Der Vielfalt sind aber keine Grenzen gesetzt. Eine feine Note bekommt das ganze mit etwas Senf.

Joghurt-Kräuter-Dressing

Rauke

  • 250 ml Naturjoghurt
  • 120 ml Olivenöl
  • 120 ml Kräuteressig (z. B. Estragon)
  • gehackte frische Kräuter
  • Salz, Pfeffer, etwas Ahornsirup oder Honig

Welche Kräuter man verarbeitet, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen. Eine Variante: Schnittlauch, Dill, Zitronenmelisse und Salbei.

Grüne Mayonnaise

  • 1 Eigelb
  • 250 ml Olivenöl
  • 1 EL WeinessigPetersilie © fotofixfax/Pixelio
  • 2 EL feingehackte Petersilie
  • 2 El feingehackten Kerbel

Das Eigelb mit einem Handmixer schlagen, bis der Farbton heller wird, dann unter stetigem Rühren 175 ml Olivenöl zufügen, danach den Essig und dann das restliche Öl unterrühren. Zuletzt kommen die Kräuter hinein. Wichtig ist, dass die Masse wirklich ununterbrochen geschlagen wird. Eine Abwandlung ist die besonders aromatische Estragon Mayonnaise.


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Kräuter geben jedem Gericht eine besondere Note. Leider bleiben die ätherischen Öle der gesunden Allroundtalente oft nicht lange erhalten. Deswegen gilt die Grundregel: Nach dem Kauf möglichst bald verwenden.
Nun hat nicht jeder die Muße, vor dem Kochen immer frische Kräuter zu besorgen. Glücklicherweise gibt es einige Tricks, um Frische und Haltbarkeit zu verlängern. Küchenklassiker wie Dill, Schnittlauch, Koriander und Petersilie werden oft im Bund verkauft und dürfen, wenn sie noch am selben Tag verbraucht werden, in einer kleinen Vase die Küche zieren. Dill © etak/PIXELIOEine Alternative für große Fensterbänke: die Pflanzen sind im Supermarkt meist auch im Topf erhältlich und dienen so, mit ein wenig Fürsorge, für einige Monate (je nach Sorte auch länger bzw. kürzer) als frische “Kräuterquellen”.

Einige andere Kräuter eignen sich zum Trocknen. Geradezu prädestiniert sind unter anderem Rosmarin, Estragon und Thymian. Dagegen verlieren im Blatt eher zarte Sorten (beispielsweise Basilikum) an Farbe und Aroma. Aber auch hier gibt es eine passende Frischhaltemethode: kleine Mengen können zerkleinert und portioniert (z.B. in Eiswürfelbehältern mit etwas Wasser oder Öl), größere Mengen in Gefrierbeuteln im Tiefkühlfach gelagert werden. Neben Basilikum eignen sich Schnittlauch, Petersilie, Fenchel, Koriander und Kerbel sehr gut. Noch praktischer ist es, wenn fertige Kräutermischungen (z.B. Kräuter der Provence) eingefroren werden.

Für die Aufbewahrung über mehrere Tage gibt es einen ganz besonderen Trick. Dazu die gewaschenen und noch feuchten Kräuter in einen ausreichend großen Plastikbeutel legen. Dann den Beutel wie einen Luftballon aufblasen und luftdicht verschließen. Im Kühlschrank halten sich so selbst empfindliche Kräutersorten über einige Zeit. Der Vorteil zu der herkömmlichen Methode, die Pflanzen in ein feuchtes Tuch zu wickeln: die Gefahr der Schimmelbildung durch Feuchtigkeit wird minimiert und die Kräuter können in ihrer „Ballonverpackung” nicht zerdrückt werden.


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Wermut oder Alsem (Artemisia absinthium) ist dem Menschen seit den Zeiten des Alten Testaments als Pflanze mit ambivalenten Wirkungen bekannt.
Der verzweigte Halbstrauch wächst in trockenen Gegenden auf der ganzen Welt und kann mehr als einen Meter hoch werden. Trotz seines bitteren Geschmacks wurde der Wermut aufgrund seiner anregenden Wirkungen von alters her geschätzt – sein Name „Erhalter der Sinne“ weist darauf hin. Hildegard von Bingen bezeichnete ihn gar als „Meister über alle Erschöpfungen“. Wermut arthemisia absinthum
Aber auch seine Nebenwirkungen waren bekannt und wurden zum Teil bewusst provoziert: Wer zu viel Wermut konsumiert, kann unversehens in Schwindelzustände geraten; im Mittelalter machte man von seinen halluzinogenen Eigenschaften ausgiebig Gebrauch – nicht zuletzt Hildegard selbst ist für ihre häufigen Visionen bekannt.
Während die moderne Medizin sich des Wermuts besonders wegen seiner den Magen anregenden Eigenschaften bedient, wurde er in der tradierten Medizin bis ins 20. Jahrhundert bei Appetitlosigkeit, Erbrechen und Magenleiden, aber auch zur Abtreibung angewendet; Wermut in großen Mengen kann zur Abstoßung des Fetus führen. In der (umstrittenen) Homöopathie wird Wermut, bzw. das destillierte Absinthium, auch bei Halluzinationen, Alpträumen und Amnesien verabreicht.
In der Neuzeit spielte der Wermut besonders als Bestandteil alkoholischer Getränke (Absinth, Vermouth) bekannt. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchte man, die schädigenden Wirkungen des Absinths auf den Wermut zurückzuführen, freilich mit bescheidenem Erfolg; inzwischen ist hinlänglich nachgewiesen, dass die Nebenwirkungen hohen Absinthkonsums letztlich durch den Alkoholgehalt von 50 bis 80 Prozent bedingt werden.
In der Küche wird Wermut so gut wie gar nicht gebraucht. Seine Bitterkeit liegt dem sprichwörtlichen „Wermutstropfen“, der noch die süßeste Speise verbittert, zugrunde.
In der Medizin findet er Anwendung wegen seiner den Magen anregenden Eigenschaften.


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Die Anwendung der Echten Katzenminze (Nepeta) in der Heilkunde.

Die Katzenminze gehört seit geraumer Zeit zu den beliebtesten Heilpflanzen – so wird sie von dem Abt Walahfrid Strabo in seinem 827 entstandenen Lehrgedicht “Liber de Cultura hortorum” erwähnt. Danach war ihr ein Siegeszug durch die Kräuterküchen mittelalterlicher Klostermedizin gewiss, und in der Tat versäumen weder Hildegard von Bingen noch Odo Magdunensis in ihren einflussreichen Büchern auf die heilenden Kräfte der zarten Pflanze hinzuweisen.

Gewöhnlich wird aus den Blättern der Katzenminze ein Tee oder Sud bereitet. Das Wasser darf dabei nicht kochen, da sich sonst die wertvollen ätherischen Öle zu verflüchtigen drohen. Der Tee wirkt lindernd auf Fieber und Krämpfe, ferner werden ihm positive Auswirkungen auf Bronchitis, Grippe und gewöhnliche Erkältungen nachgesagt. Katzenminze hat eine beruhigende, leicht euphorisierende, schmerzdämpfende Wirkung, ihre Blätter wurden darum früher oft gegen Zahnschmerzen gekaut.
In den Ölen der Katzenminze ist Nepetalacton enthalten, ein Stoff, der gegen Bakterien, Pilze und Hefen wirksam ist. In Verbindung mit dem ebenfalls in der Katzenminze enthaltenen Actinidin üben sie die allgemein bekannte Anziehungskraft auf Katzen aus.

Man nennt sie auch das LSD für Katzen. :-)


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