Kräutergarten

Säen, gießen, ernten: So pflegt man Kräuter richtig

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Selbst zubereitetes Essen ist nicht nur gesund, es schmeckt auch besser als Fertiggerichte. Noch leckerer werden Pizza, Aufläufe und Suppen, wenn sie mit frischen Kräutern veredelt werden. Clevere Hobbyköche verlassen sich nicht auf andere, wenn es um die Versorgung mit Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und anderen Kräutern geht. Sie ziehen sich die duftenden Pflanzen auf der Fensterbank oder auf dem Balkon heran. Das geht einfacher, als die meisten glauben. Damit das Grünzeug üppig gedeiht, sollte man wissen, worauf es beim Säen, Pflegen und Ernten ankommt.

Welche Kräuter gedeihen auf der Fensterbank oder auf dem Balkon?

Im Prinzip lassen sich fast alle „üblichen“ Küchenkräuter nicht nur im Garten anbauen, sondern können auch zu Hause im Blumentopf herangezogen werden. In den Gemüseabteilungen der Supermärkte und Discounter gehören Töpfe mit Basilikum-, Petersilie- und Schnittlauchpflanzen mittlerweile zum Standardangebot. Spezielle Kräuter wie Pimpinelle, Minze oder rotes Basilikum muss man allerdings selbst aussäen. Hinweise zur Saattiefe und zu den Bedingungen, die bei der Anzucht einzuhalten sind, finden sich auf der Saattüte.

Wer an gekauften Pflanzen möglichst lang seine Freude haben möchte, sollte die Pflanzen gleich nach dem Kauf teilen. Der Pflanzballen wird vorsichtig in bis zu vier gleiche Stücke zerteilt. Diese werden in Töpfe mit Kompost- oder anderer Erde wieder eingepflanzt und gut angegossen. Wichtig: Keine Blumenerde verwenden, die mögen Kräuter nicht.

Tontöpfe sollten mit einer Silikonschicht versehen sein, damit das Wasser nicht zu schnell verdunsten kann. Besonders einfach ist die Pflege von Gewürzkräutern in Töpfen mit Wasserreservoir. So haben sie stets genug Wasser, werden aber nicht zu feucht.

Den optimalen Standort finden

Damit Pflanzen optimal gedeihen können, brauchen sie nicht nur Wasser und Nährstoffe, sondern auch teils viel Licht. Gewächse wie Rosmarin, Lavendel, Thymian und Salbei, die in südlichen Breiten beheimatet sind, fühlen sich am Südfenster in voller Sonne am wohlsten. Kräuter mit grasgrünen, weichen Blättern gedeihen in einer etwas dunkleren und feuchteren Umgebung optimal. Darum sollten Liebstöckel, Schnittlauch und Basilikum besser am Ostfenster stehen. Aber selbst am Nordfenster gedeihen diese Pflanzen.

Der richtige Schnitt

Sind die Pflanzen gut gediehen, kann bald geerntet werden. Petersilie, Basilikum und andere einjährige Pflanzen können verwendet werden, sobald die ersten Blätter groß genug sind. Etwas vorsichtiger muss man bei mehrjährigen Pflanzen vorgehen, um sie nicht zu stark zu schädigen. Von Thymian, Rosmarin und mehrjährigem Bohnenkraut werden die Triebspitzen verwendet. Bei diesen Pflanzen wirkt sich die regelmäßige Ernte gleichzeitig als Verjüngung aus.


Bildquelle: Thinkstock / 468423962 / iStock / Jag_cz

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