Kräuter als Heilmittel

Schwarzkümmel (-Öl) – ist er etwa ein Allheilmittel?

Schwarzkümmel (-Öl) – weder Kümmel noch Kreuzkümmel

Bereits der Prophet Mohammed pries Schwarzkümmel als Allheilmittel. Dieser würde gegen alles helfen bis auf den Tod. In Europa ist Schwarzkümmel noch nicht solange wegen seiner medizinischen Nutzbarkeit bekannt, sondern hauptsächlich aus der orientalischen Küche.

Herkunft und Verarbeitung des Schwarzkümmels

Nigella Sativa gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Es handelt sich hierbei um eine einjährige Pflanze, deren Blätter der des Kümmels ähneln. Deshalb kommt es oft zur Verwechslung mit dem herkömmlichen Kümmel und dem Kreuzkümmel, die aber der Familie der Doldenblütler angehören. Die Pflanze wächst an warmen, eher trockenen Orten. Die Ernte der verwendeten Samen erfolgt im Spätsommer. Schwarzkümmel wird heute vor allem in Ägypten, der Türkei und Indien angebaut. Die Samen werden dann zu Pasten oder Ölen weiterverarbeitet.

Bei der Gewinnung des Öls kann zwischen zwei Formen unterschieden werden. Zum einen gibt es das fette Öl, welches primär aus Fetten und Fettsäuren besteht und kaltgepresst wird, zum anderen das ätherische Öl, gewonnen durch Dampfdestillation. Das fette Öl bringt den Vorteil mit sich, dass es zwischen 55 bis 60 Prozent Linolsäure enthält, insbesondere Gamma- Linolsäure, der vor allem gesundheitsfördernde Effekte zugesagt werden.

Schwarzkümmel als Allheilmittel

In Vorderasien und Nordafrika wird Schwarzkümmel schon seit circa 2000 Jahren als Allheilmittel verwendet sowie in der Küche. In Deutschland darf Schwarzkümmelöl nur als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden und nicht als Medikament. Dazu bedarf es noch mehr Forschung. Wissenschaftlich konnte bereits nachgewiesen werden, dass Schwarzkümmelöl antibakteriell und pilztötend wirken kann und Einfluss auf die T-Helferzellen nehmen kann, die Bestandteil des Immunsystems sind. In Vorderasien wird dem Schwarzkümmelöl die Fähigkeit zugeschrieben, Erkältungskrankheiten zu lindern, Beschwerden im Magen- Darm Trakt und Regelschmerzen zu reduzieren, entzündungshemmend zu wirken, Leber- und Nierenerkrankungen sowie Atemwegserkrankungen zu bekämpfen. Wirksam ist das Öl auch gegen Parasiten, wie beispielsweise Zecken.

Ein Mittel gegen den Krebs?

Aktuell ist der Schwarzkümmel immer mehr zum Objekt pharmakologischer Forschung geworden. Er soll wirksam gegen Tumorzellen sein, was für die Krebsforschung relevant ist. Im Speziellen soll das Öl der Pflanzen vorbeugend gegen Darmkrebs wirken. Tests wurden bereits an Tieren im Labor durchgeführt, medizinische Studien am Mensch stehen noch aus.

Bildquelle: Pixabay, 2410366, ulleo

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